Als Online-Shopper ist man immer auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen. Wer beim Preisvergleich nicht aufpasst, gerät schnell in die Betrüger-Falle. Vor allem Designer-Mode und –Möbel sind hierbei betroffen. Wenn du auf folgende zehn Indizien achtest, enttarnst du gefälschte Shops in Zukunft ganz einfach.

Beim Online-Preisvergleich kann man bares Geld sparen, aber manchmal verirrt man sich auf der Suche nach dem günstigsten Preis auf die falschen Seiten. Ein paar Klicks, Zahlung per Vorkasse und es ist zu spät: Das Geld ist für immer weg und auch die Ware kommt nie zuhause an. Immer häufiger tappen Käufer in die Shop-Falle von Internet-Piraten. Auch der boomende Küchenhelfer Thermomix war betroffen. Kriminelle boten das Gerät auf gefakten Seiten zu sehr günstigen Preisen an und lockten so Verbraucher zum Kauf. Verbraucher sollten mit Vorsicht auf solche Angebote reagieren.

Verdächtige Anbieterkennzeichnung

Der Verkäufer sollte sofort und eindeutig identifiziert werden können. Sind die entsprechenden Angaben nur schwer oder gar nicht auffindbar, ist höchste Vorsicht geboten. Skepsis ist auch angebracht, wenn nur eine Firma, aber kein Name oder nur eine Postfachanschrift genannt wird.

Ungenügender Datenschutz

Die Aussagen zum Datenschutz sind ein weiteres untrügliches Indiz: Sind diese lückenhaft oder fehlen sie gänzlich, verkauft der Website-Betreiber vielleicht Kundendaten weiter oder übermittelt sie an zweifelhafte Auskunftssysteme.

Uneindeutige Preisangaben sowie Vorkasse ohne Käuferschutz

Sämtliche Preisangaben sollten klar wiedergeben, dass die Mehrwertsteuer bereits enthalten ist und welche Versandkosten inklusive eventueller Zuschläge genau entstehen. Werden die Versandkosten nicht genannt oder ist deren Berechnung unklar, sind böse Überraschungen vorprogrammiert. Eine Zahlung per Vorkasse sollte durch einen Käuferschutz wie von Trusted Shops abgesichert sein. Denn nur so lässt sich vermeiden, dass man sein Geld verliert, falls der Händler trotz Zahlung nicht liefert – Überweisungen lassen sich nämlich nicht rückgängig machen.

Offen gehaltene Lieferfrist

Wird die bei einem Produkt genannte Lieferzeit durch eine Aussage wie „Lieferfristen sind unverbindlich“ im Kleingedruckten relativiert, sollte man misstrauisch sein. Schließlich soll ein Geschenk rechtzeitig ankommen. Kann ein Produkt nicht sofort geliefert werden, muss die längere Lieferzeit direkt beim Produkt genannt sein.

Unsichere Datenübertragung

Seriöse Händler stellen eine verschlüsselte Übertragung von Zahlungsdaten sicher, damit diese nicht abgefangen und missbraucht werden können und Kunden nicht gegen die Bedingungen ihrer Bank verstoßen. Das Schloss-Symbol im Browser zeigt an, dass die Übertragung verschlüsselt ist.

Unrechtmäßige Beschränkung des Widerrufs

Bis auf wenige Ausnahmen können erworbene Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgegeben werden. Vorsicht ist geboten, wenn ein Händler versucht, dieses Recht einzuschränken, indem er zum Beispiel nur originalverpackte Ware zurücknimmt oder Angebotsartikel von der Rückgabe ausschließt.

Tückisches im Kleingedruckten

Verbraucherunfreundlich und gesetzlich verboten: Manche Händler versuchen über ihre AGB-Klauseln, Kunden unangemessen zu benachteiligen. Aussagen wie „Versand auf Gefahr des Käufers“ oder „Transportschäden müssen sofort gemeldet werden“ sind jedoch unzulässig und unwirksam.

Schlechte Bewertungen

Bei Händlern, die man selbst noch nicht kennt, kann eine kurze Internetrecherche sinnvoll sein. Vielleicht gibt es Negativeinträge in Foren, die zu erhöhter Wachsamkeit mahnen. Lässt sich ein Online-Shop darüber hinaus von seinen Kunden direkt bewerten und blendet das Ergebnis auf seiner Website ein – etwa über das Kundenbewertungsportal von Trusted Shops – kann dies zusätzlichen Aufschluss über die Qualität von Service und Angebot geben.

Das Trusted Shops Gütesiegel

Mit dem Trusted Shops Gütesiegel bist du auf der sicheren Seite. In einer Meldung auf bundesregierung.de vom 27. Oktober 2016 heißt es:

„Nicht alle Gütesiegel stellen gleich hohe Anforderungen an die Sicherheit der Kundendaten. Anerkannt hohe Qualitätskriterien erfüllen zumindest vier Gütesiegel: „Trusted Shops„, „TÜV Süd Safer Shopping„, „Internet Privacy Standards“ und „Geprüfter Online-Shop“. Speziell für Versandapotheken gibt es in der EU die Pflicht, ein EU-Sicherheitslogo auf der Internetseite zu verwenden. Es ermöglicht, die Seriosität der Versandapotheke zu überprüfen.“

So überprüfst du das Trusted Shops Gütesiegel auf seine Echtheit

Beim Klick auf das Siegel muss sich ein neues Fenster öffnen, das sogenannte Zertifikat. Dort erfährst du den Status des Siegels (“gültig”, “gesperrt” oder “abgelaufen”). Außerdem erfährst du dort noch einmal genau den Anbieter inklusive Adresse. Achte bitte darauf, dass die URL (“Internetadresse”), welche im Zertifikat angegeben ist, auch mit der des Shops übereinstimmt.

Solltest du nicht sicher sein, ob ein Gütesiegel oder Zertifikat wirklich echt ist, kannst du unsere Shopsuche nutzen, um von uns ausgezeichnete Shops zu überprüfen. Außerdem listen wir auf unserer Website immer Shops, die durch den Missbrauch unseres Siegels auffällig geworden sind.

Rückzahlungsanspruch bei Nicht-Lieferung

Wurdest du dennoch Opfer eines unseriösen Händlers, der die bestellte und bezahlte Ware nicht liefert, so hast du gegen diesen Rückzahlungsansprüche. Er muss dir also den Kaufpreis erstatten und darüber hinaus sogar noch entstandene Schäden. Sollte er sich aber weigern, diese Ansprüche zu erfüllen, bleibt in letzter Konsequenz nur der Gang zum Anwalt und eventuell die Einleitung eines Gerichtsverfahrens.