Nach all den Plätzchen, Punsch und Braten schreit der Körper förmlich nach Vitaminen. Matcha-Tee und seine vielen Nährstoffe sind der perfekte Start in den ersten Morgen des neuen Jahres. Den Matcha-Hype erkennt man spätestens daran, dass sogar Eisdielen Matcha-Tees anbieten.

Matcha TeeZubereitungWas ist Matcha?

Matcha ist ein grüner Tee, der in einem aufwändigen Verfahren hergestellt wird. Matcha ist eine richtige Vitaminbombe und enthält neben A, B und E sogar sogar dreimal mehr Vitamin C als eine Orange! Aminosäuren wie das L-Theanin wirken entspannend und belebend zugleich. Statt die Teeblätter nur im Wasser ziehen zu lassen, trinkt man beim Matcha die ganzen nährstoffreichen Teeblätter. Möglich ist das weil die Teeblätter zu feinem Mehl gemahlen wurden. Soviel zur Theorie.

Wie bereitet man Matcha richtig zu?

Matcha-Pulver in die Schale geben

Im ersten Schritt werden zwei gehäufte Bambuslöffel (das entspricht etwa 2 Gramm) in die Matcha-Schale gegeben. Tipp: Sollte das Pulver etwas klumpig sein, empfiehlt es sich das Pulver durch ein kleines Sieb in die Schale zu geben.

Step 1: Matcha-Pulver in die Schale geben

Step 1: Matcha-Pulver in die Schale geben

Pulver zu homogener Paste verrühren

Auf das Pulver gibt man nun eine kleine Menge kaltes Wasser. Hier reicht wirklich nur ein „Schluck“. Mithilfe des Bambusbesens verrührt man das Pulver nun langsam zu einer Paste, bis keine Klümpchen mehr zurückbleiben.

Step 2: Pulver zu homogener Paste verrühren

Step 2: Pulver zu homogener Paste verrühren

Heißes Wasser hinzugeben und schaumig aufschlagen

Jetzt kommt 70-80 ml heißes Wasser zur Matcha-Paste. Dieses sollte nicht zu heiß sein: eine Temperatur um die 70 Grad ist perfekt. Jetzt wird wieder mit dem Besen gerührt, besser gesagt geschlagen. Kleine Bewegungen, als würde man Eischnee steif schlagen erzielen das beste Ergebnis. Man kann zusehen, wie sich langsam eine Schaumkrone bildet. Je nach Technik dauert das Rühren 30 Sekunden bis eine Minute.
Hat sich ein dichter Schaum auf der Oberfläche gebildet, ist der Tee fertig und kann getrunken werden.

Step 3: Heißes Wasser hinzugeben und schaumig aufschlagen

Step 3: Heißes Wasser hinzugeben und schaumig aufschlagen

Übrigens: Diese Teezeremonie war lange Zeit nur dem Adel vorbehalten. Ab jetzt mische auch ich im Matcha-Business mit. Aber um der Sache gerecht zu werden, habe ich mich mit den entsprechenden Zeremonie-Utensilien ausgerüstet. Hier eine Liste mit den Werkzeugen, die ich bei der Zubereitung verwendet habe.

Was braucht man für die richtige Matcha-Zubereitung?

Hochwertiges Matcha-Pulver

Natürlich benötigt man Matcha-Pulver. Hier gibt es so viele Unterschiede und Klassen. Bei Sunday.de werden die verschiedenen Matcha-Sorten folgendermaßen eingeteilt:

Contest Grade
Der König der Matchas. Diese sind sehr rar und meist nur in sehr begrenzter Menge pro Ernte verfügbar. Diese Spitzen-Qualität wird speziell für nationale Wettbewerbe hergestellt.

Super Premium (Ceremonial Grade)
Sie gehören zu den besten Matchas und zeichnen sich durch ihr volles Umami aus. Unami, auch das habe ich gelernt, ist neben sauer, salzig, bitter und süß der fünfte Geschmackssinn, der fleischig und herzhaft empfindet.

Premium Grade
Diese gehobene Qualitätsstufe ist eher für den Alltagsgebrauch vorgesehen. Diesen habe auch ich bei meiner Zubereitung verwendet.

Basic Grade
Diese Qualitäten eignen sich weniger für die Tee-Zubereitung, aber durchaus für Smoothies,  Säfte, Müsli oder zum Kochen und Backen. Damit wird also auch in der besagten Eisdiele und in Superfood-Läden gearbeitet.

Das richtige Matcha Zubehör

Bei der richtigen Zubereitung von Matcha ist das richtige Werkzeug ausschlaggebend. Ich empfehle das traditionelle Zubehör. Es sieht nicht nur schön aus, sondern trägt auch maßgeblich zum Gelingen und Geschmack bei. Ich habe mir bei sunday.de ein professionelles Matcha-Set bestellt. Da ist alles dabei:

Matchabesen (Chasen) aus Gold-Bambus

Matchabesen (Chasen) aus Gold-Bambus

Chasen (Bambusbesen)

Wichtigstes Utensil für die Zubereitung des Tees ist der Bambusbesen, auch Chasen genannt. Wer wie ich schon einmal versucht hat, Matcha mit einem anderen Werkzeug zu rühren, der wird schnell feststellen, dass es einfach keine Alternative gibt. So ein Chasen sieht für mich auf den ersten Blick wie dieser Kopfmassagebesen aus. Aber diese Anordnung der 70-120 Borsten ist essentiell für das schaumig schlagen.

Matcha Löffel (Chashaku) Gold-Bambus flach

Matcha Löffel (Chashaku)
Gold-Bambus flach

Chashaku (Bambusspatel)

Mit so einem Bambus-Löffel gelingt es, das extrem feine und wertvolle Pulver sicher und ohne Verluste von A nach B zu befördern. Denn die extrem feine Vermahlung des Matcha-Pulvers führt dazu, dass es sich gerne elektrostatisch auflädt und an glatten Oberflächen wie normalen Löffeln kleben bleibt. Tipp: Den Bambuslöffel nie nass, sondern nur mit einem trockenen Tuch reinigen.

 Matcha Schale handgefertigt

Matcha Schale handgefertigt

Chawan (Matcha-Schale)

Die Verwendung einer ausreichend großen Schale ist beim Anrühren von Matcha besonders wichtig. Denn in einer Tasse oder Kanne kann man den Bambusbesen nicht richtig bewegen und erreicht nicht die erforderliche Konsistenz. Matcha-Schalen besitzen bei Teekennern einen hohen Stellenwert, da sie mit jedem Gebrauch immer schöner werden und an Patina gewinnen.

Fazit

In der Vergangenheit habe ich den grünen Tee schon öfter bei Freunden getrunken, weiß aber jetzt: Kein richtiger Matcha-Tee ohne das richtige Equipment. Matcha trinken ist eine Zeremonie, bei der schon die Zubereitung andächtigen Spirit versprüht. Das Ergebnis ist lecker und steht bei mir regelmäßig auf dem Tisch. Viel Spaß beim Nachmachen!