EU-Kommission warnt: Aufgepasst beim Online-Kauf von Flugtickets
Flugtickets online zu bestellen ist eine praktische Sache. Man spart Zeit und Geld, kann selbst sehen, welche günstigen Varianten es gibt und erhält einen guten Überblick über die verschiedenen Angebote. Denkt man. Ob dies tatsächlich so ist, hat jetzt die EU-Kommission untersuchen lassen. Dabei ist herausgekommen, das es “gravierende und anhaltende Verbraucherprobleme” gibt.
Gegen jede dritte von an die 400 geprüfte Webseite musste die Behörde wegen Verstoßes gegen das EU-Verbraucherrecht ermitteln, so das erschreckende Ergebnis der Analyse.
Preise schlecht zu durchschauen
Gerade die so wichtigen Preisangaben sind auf 58 Prozent der geprüften Seiten fehlerhaft. So werden die Kosten für Steuern und Gebühren oftmals intransparent und sehr spät im Bestellprozess ausgewiesen. Auf diese Art und Weise wird das vermeintliche Schnäppchen auf der Startseite oder im Newsletter des Anbieters schnell einmal zum teuren Kauf. Die Anbieter spekulieren offensichtlich darauf, dass der Besucher diese “Kröte schluckt”, nachdem er sich zunächst über den günstigen Preis gefreut hat.
Intransparenz der Vertragsbedingungen
Auch Unregelmäßigkeiten bei den Vertragsbedingungen sind leider an der Tagesordnung: Sie finden sich auf 49 Prozent der untersuchten Seiten. Verbraucher werden benachteiligt, vieles in das sogenannte Kleingedruckte versteckt.
Druck durch EU-Kommission auf Anbieter wächst
Diese Probleme fand die EU-Kommission übrigens in der gesamten Flugverkehrsbranche, sowohl bei Fluggesellschaften als auch bei Reiseveranstaltern. Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva will diese Zustände nicht hinnehmen und kündigte Sanktionen gegen intransparente Angebote an: “Meine Botschaft an die Unternehmen ist klar: entweder sie handeln jetzt, oder wir werden handeln.”
Alle Details zum Bericht finden Sie in dieser englischsprachigen PDF-Datei.



