Betrug mit Kontodaten: So schützen Sie sich!

Das Leben verlagert sich immer mehr ins Internet – und auch der Betrüger von heute geht mit der Zeit. Wurden früher noch Überweisungen aus dem Briefkasten der Bank gefischt, so ist es heute das „Phishing“, das unachtsame Bürger um ihr Geld bringt. Schnell können persönliche Daten in falsche Hände geraten. Und das machen sich Betrüger immer mehr zunutze. Wir haben die wichtigsten Informationen zum Schutz Ihrer Kontodaten für Sie zusammengestellt. Denn nur wer um die Gefahren weiß, kann sich auch vor ihnen schützen.

Auf seriöse Online-Shops achten

Online-Shopping bietet viele Vorteile, allerdings empfiehlt es sich, nicht blind zu bestellen, sondern den Shop auf seine Seriosität zu überprüfen. Welche Indizien auf betrügerische Absichten hinweisen, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Verschlüsselte Datenübertragung wichtig

Bei der Eingabe von sensiblen Zahlungsdaten sollte auf eine verschlüsselte Verbindung geachtet werden. In der Internetadresse wird dies kenntlich gemacht, indem aus „http“ ein „https“ (s = secure) wird.

Bei Firefox wird in diesem Fall der linke Teil der Adressleiste mit dem Namen des Seitenbetreibers entweder blau oder grün. Beim Internet Explorer befindet sich ein Schloss auf der rechten Seite der Adresszeile. Die genaue Ausgestaltung kann aber je nach verwendetem Browser und Version variieren.

Phishing

Unter Phishing versteht man offiziell aussehende E-Mails, die den Empfänger zur Eingabe sensibler Daten auffordern. Häufig wird eine Bank als Absender angegeben und der Empfänger wird unter Nennung eines scheinbar plausiblen Grundes wie der Aktualisierung der Software oder einer erforderlichen Erneuerung des Passwortes aufgefordert, einem Link zu folgen. Dieser führt auf eine meist täuschend echte Kopie der Website des Bankinstituts, auf welcher Sie Ihre Daten preisgeben sollen.

Schutz vor Phishing

Folgende Hinweise sollten Sie beachten:

-          Seriöse Kreditinstitute werden niemals ihre Zugangsdaten per E-Mail anfordern. Erhalten Sie eine derartige E-Mail, können Sie sie getrost löschen.

-          Geben Sie die URL der Bank immer direkt ein und folgen Sie keinen Links.

-          Überprüfen sie vor einer Dateneingabe immer die URL. Beginnt diese mit „https://“, deutet dies auf eine verschlüsselte Datenübertragung hin.

-          Prüfen Sie auch, ob die verschlüsselte Seite ein gültiges Zertifikat hat. Dieses können Sie prüfen, indem Sie auf das Symbol vor (bei Firefox) bzw. nach (bei IE) der Internetadresse klicken.

Kein Geld zurück

Im April 2012 entschied der Bundesgerichtshof, dass die Bank 5.000 Euro, die einem Rentner durch Phishing abhanden gekommen waren, nicht zurückzahlen muss, da sie u.a. auf ihrer Log in-Seite auf diese Gefahr hingewiesen hatte.

Pharming

Bei Pharming handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Phishing. Schadprogramme wie Trojanische Pferde sorgen dabei dafür, dass Internetnutzer, auch wenn sie die korrekte URL eingeben, zu einer gefälschten Seite umgeleitet werden. Für den Nutzer wird es damit noch schwieriger, betrügerische Absichten rechtzeitig zu erkennen.

Malware im Anhang von E-Mails

In den Anhängen von E-Mails kann sich auch andere Schadsoftware befinden. So können sich durch den Download eines infizierten Programms Trojaner auf dem Rechner installieren, welche dann sensible Daten ausspähen und weiterleiten können. Aus diesem Grund sollten Passwörter und TAN-Listen niemals auf dem Rechner gespeichert und darüber hinaus ein aktuelles Anti-Viren-Programm verwendet werden.

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