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Bonitätsprüfung: Ist das erlaubt?

 

Anders als bei Einkäufen in stationären Geschäften ist bei Online-Shops eine klassische Übergabe der Ware gegen Bezahlung nicht ohne Weiteres möglich. Dies führt dazu, dass regelmäßig eine der Parteien in Vorleistung treten muss. Daher erfreut sich der Kauf auf Rechnung immer größerer Beliebtheit, da der Verbraucher in diesem Fall die Ware erst begutachten und dann entscheiden kann, ob er sie behalten und bezahlen möchte. Um sich abzusichern, prüfen Händler daher häufig die Bonität ihrer Kunden. Doch ist dies überhaupt erlaubt? Wir haben die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

Einwilligung in die Bonitätsprüfung

Die Bonitätsprüfung und die damit einhergehende Datenübermittlung an Dritte sind zwar zulässig, bedürfen aber grundsätzlich einer Einwilligung des Betroffenen. Eine solche Einwilligung muss bewusst erfolgen und darf nicht etwa in den AGB „versteckt“ werden. Häufig erfolgt die Ausgestaltung in Shops durch ein Häkchen, welches von Ihnen gesetzt werden muss („Opt-in“), um in die Bonitätsprüfung einzuwilligen.

Ausnahme: Berechtigtes Interesse

Das BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) sieht aber einige Ausnahmen von der Einwilligungspflicht vor. Danach ist eine Datenverarbeitung ohne Einwilligung zulässig, wenn es zur „Wahrung berechtigter Interessen“ notwendig ist. Dies kann auch gegeben sein, wenn Sie Ware auf Rechnung bestellen und der Händler damit in Vorleistung tritt. In diesem Fall kann eine Bonitätsprüfung auch ohne Einwilligung datenschutzrechtlich zulässig sein.

Wird jedoch eine Bonitätsprüfung noch während der Bestellung durchgeführt, bevor überhaupt eine Zahlungsart ausgewählt wurde, so kann sich der Händler nicht auf sein berechtigtes Interesse berufen und hat eine Einwilligung einzuholen.

Informationspflichten des Händlers

Das BDSG sieht vor, dass der Betroffene sowohl über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten als auch über Widerspruchsrechte zu informieren ist. Dies betrifft auch den Fall, dass ein berechtigtes Interesse des Händlers gegeben ist.

Solche Informationen finden sich regelmäßig in der Datenschutzerklärung des Online-Shops. Wenn Sie also wissen möchten, ob ein Shop Bonitätsprüfungen durchführt, lohnt sich ein Blick in die Datenschutzhinweise.

Rechnungskauf durch Drittanbieter

Teilweise erfolgt das Anbieten der Rechnungskauf-Option auch durch Drittanbieter. Dabei tritt der Händler seine Forderung Ihnen gegenüber an den Drittanbieter ab und Sie zahlen nach Erhalt der Ware an diesen. Auch hier gelten die oben genannten Bestimmungen, welche regelmäßig eine Einwilligungspflicht nach sich ziehen.

Ob der Rechnungskauf durch einen Dritten abgewickelt wird, wird häufig schon an der Formulierung bei Auswahl der Zahlungsart deutlich (z.B. „Kauf auf Rechnung mit XY“). Darüber hinaus hat der Shop Sie auf diesen Umstand hinzuweisen. Dies kann etwa in den AGB oder in den separaten Hinweisen zu den Zahlungsarten geschehen.

 

 

Kommentare zum Beitrag

MORE & MORE – Shop Produktreview | Schönheit allgemein | Ratgeber Schönheit (09.12.2014 - 19:07):

[…] MORE & MORE behält sich wie zahlreiche andere Händler das Recht vor, im Vorfeld eine Bonitätsprüfung zu veranlassen. Wer dem aus dem Weg gehen möchte, nutzt einfach die anderen […]

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