Internet-Kriminalität gestiegen: So können Sie sich selbst schützen!

Das Internet wird immer attraktiver für Straftaten: Um mehr als 12 Prozent stieg die Computer-Kriminalität 2010 im Vergleich zum Vorjahr an. So berichtet das Bundesministerium des Inneren in seiner polizeilichen Kriminalstatistik. Und noch längst nicht alle Delikte wurden in dieser Statistik erfasst. Als Konsequenz will das Innenministerium die Polizei noch stärker bei der Aufklärung unterstützen.

Doch auch die Internet-Nutzer selbst können sich schützen!

12 % Anstieg der Internet-Kriminalität

Immer häufiger wird das Internet als Tatwerkzeug für kriminelle Aktivitäten genutzt. Genauer gesagt wurden insgesamt 84.400 Fälle im Jahr 2010 gezählt. Das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

Den größten Anteil an Computer-Straftaten machen Betrugsdelikte aus (fast 46 Prozent) Stark angestiegen ist auch das Ausspähen und Abfangen von Daten sowie der Betrug mit Zugangsberechtigungen.

Nicht erfasst wurden Phishing-Angriffe sowie Angriffe auf die Computer-Server von Unternehmen oder Behörden, sodass die Anzahl an Delikten mit dem Tatmittel Computer höher als 12 Prozent liegen dürfte.

Lesen Sie hier auch den Bericht der Polizeilichen Kriminalstatistik 2010.

Unterstützung der Polizei bei der Aufklärung

Der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und –senatoren der Länder regten in diesem Zusammenhang an, flächendeckend Fachkommissariate zur Bekämpfung der Inter­netkriminalität – nach hessischem Vorbild – einzurichten.

Innenminister Rhein: “Ziel war und ist es, die fachliche Kompetenz der Polizei bei den Ermittlungen im Zu­sammenhang mit Internetkriminalität und der Auswertung sichergestellter Datenträger ständig zu erweitern.“

Bundesinnenminister appelliert an Selbstschutz

Nicht selten ist es die eigene Unwissenheit, die durch Internet-Betrüger ausgenutzt wird. Bundesinnenminister Dr. Friedrich appelliert daher:

„Gerade auch Anbieter und Nutzer des Internets sind zum sicheren und sorgfältigen Umgang mit diesem Medium aufgerufen.“

Damit auch Sie wissen wie Sie sich im Internet besser schützen können, erhalten Sie hier fünf praktische Tipps:

  1. Wählen Sie sichere Passwörter für Ihr E-Mail Postfach und alle anderen Logins!
  2. Geben Sie in sozialen Netzwerken so wenige Daten wie möglich preis!
  3. Vorsicht vor Abofallen: Prüfen Sie die AGBs, bevor Sie Ihre Daten abgeben!
  4. Schützen Sie sich vor Phishing-Versuchen: Geben Sie Kontodaten nur verschlüsselt weiter!
  5. Erkennen Sie unseriöse Online-Shops: Achten Sie auf diese 10 Risiko-Indizien!
  6. Informieren Sie sich regelmäßig über Ihre Sicherheit im Internet und beim Online-Shopping auf www.facebook.com/trustedshops oder im Trusted Shops Newsletter.

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