Richtig saunieren – die Gesundheit stärken und Körper und Geist etwas Gutes tun
Der Winter hat uns eingeholt und damit auch die Erkältungszeit. Mit einem regelmäßigen Saunabesuch können Sie Ihr Immunsystem stärken und Ihren Körper für die kalte Jahreszeit “abhärten”. Aber Saunieren bedeutet nicht nur seiner Gesundheit etwas Gutes tun – Saunieren bedeutet auch Wellness für Körper und Geist. Nach einer gestressten Arbeitswoche bringt Ihnen ein Tag in der Sauna die Ruhe und Entspannung, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen und neue Energie zu tanken.
Tipps für ein perfektes und entspanntes Saunieren
Was braucht man?
Um das Saunieren für sich zu testen, reicht erst einmal eine einfache Grundausstattung, die ohne große Käufe zuhause zusammengestellt werden kann:
- ein möglichst großes Saunatuch oder Badetuch
- ein oder zwei kleinere Handtücher zum Abtrocknen
- Shampoo und Duschgel
- Badeschlappen
- evtl. Bademantel
Zudem bieten die meisten Saunabäder die nötigen Produkte auch vor Ort zum Kauf oder Verleih an – es muss also kaum jemand wegen eines vergessenen Handtuchs wieder nach Hause fahren!
Vor dem ersten Saunagang
Für Ihren ersten Saunabesuch sollten Sie sich viel Zeit nehmen – mindestens drei Stunden. Um den positiven Effekt des Saunierens auch wirklich zu spüren und Körper und Seele zu entspannen, legen Sie zwischen den Saunagängen genügend Ruhephasen ein – unter Zeitdruck und gehetzt kann sich auch in der Sauna kein richtiges Wohlbefinden einstellen.
Vor dem Saunieren duschen Sie sich gründlich ab. Eine Reinigung ist wichtig für das Schwitzen, denn sie beseitigt den Fettfilm auf der Haut und eventuelle Kosmetikrückstände. Ebenso wichtig: das richtige Abtrocknen. Nur trockene Haut kann schwitzen, Wassertropfen auf der Haut zögern den Schwitzprozess hinaus.
Legen Sie Schmuck, Uhren etc. vor dem Saunieren ab, da die Metalle sehr heiß werden. Auch Brillen können oft direkt im Vorraum in geeigneten Vorrichtungen abgelegt werden. Kontaktlinsen sind in der Regel kein Problem – achten Sie einfach darauf, die Linsen regelmäßig durch Augenzwinkern zu befeuchten.
Beim Saunieren
In der Sauna können Sie sich auf Holzbänke setzen, die in unterschiedlicher Höhe angebracht sind. Dabei gilt: je höher, desto heißer! Für den Saunaneuling bietet sich demnach für den Anfang die untere Sitzreihe an. Legen oder setzen Sie sich mit angezogenen Beinen – denn so ist Ihr kompletter Körper in der gleichen Temperaturzone – auf Ihr Handtuch als Unterlage.
Im Regelfall dauert ein Saunagang zwischen 10 und 15 Minuten. Es ist zwar unter den Saunagästen nicht gern gesehen, aber wenn Ihnen der Aufguss zu anstrengend werden sollte, verlassen Sie bitte früher die Kabine. Überschätzen Sie sich zu Anfang nicht und steigern lieber Ihre Saunagänge mit Bedacht, dann werden Sie nachhaltig Freude daran haben.
Der Aufguss
Für viele Saunagänger ist der Aufguss das Highlight beim Saunieren und wird regelrecht zelebriert: Während mit der Saunakelle Wasser auf die heißen Steine gegossen wird, steigt die Luftfeuchte in der Sauna an. Der Saunameister wedelt in bis zu vier Durchgängen den entstandenen Wasserdampf mit einem Handtuch in der Saunakabine. Verschiedene Öle aus Frucht- und Kräuteraromen geben dem Wasser zudem einen angenehmen Duft und haben oft besondere Wirkungen auf den Körper. Der Kräuteraufguss “Peter Pan” wirkt zum Beispiel positiv auf Bronchien und Rachen und hilft Erkältungskrankheiten vorzubeugen.
Nach der Sauna …
… gilt es erst einmal den Körper abzukühlen! Am besten zuerst im Außenbereich an der frischen Luft, um die Lungen mit Sauerstoff zu versorgen. Als zweiten Schritt sollte man danach zum Kneippschlauch greifen: Achten Sie darauf, den Wasserstrahl immer zum Herzen hin zu führen. Von den Füßen langsam zur Leiste, von den Handgelenken hinauf zur Schulter. “Abgehärtete” Saunagänger steigen zudem noch ins Tauchbecken oder nehmen eine Schwallbrause: Einfach an der Kordel ziehen und 18 Liter eiskaltes Wasser ergießen sich über den saunierten Körper.
Kühlen Sie sich immer ausreichend ab! Auch für “Warmduscher” gilt: Eine lauwarme Dusche oder ein Runde im warmen Schwimmbecken reichen nicht aus. Gerade die Abkühlung ist wichtig für den gewünschten Sauna-Effekt, die Erhöhung der Abwehrkräfte und das “Abhärten”.
Nach dem Saunabad sollten Sie sich eine Ruhepause gönnen: Kuscheln Sie sich ins Handtuch, legen Sie die Beine hoch und entspannen – das gehört genauso dazu wie der Saunagang!
Dos and Don’ts beim Saunieren
In erster Linie geht es beim Saunieren natürlich um das Wohlbefinden und Entspannen. Damit dies aber auch im friedlichen Miteinander stattfindet, sollten Sie als Saunaneuling einige Regeln beachten, um sich bei der Saunagemeinschaft nicht direkt unbeliebt zu machen:
- Nicht mit Badekleidung in die Saunakabine: Die synthetischen Badesachen dünsten in der Hitze aus und erzeugen Dämpfe, die für keinen der Schwitzenden gesund sind! Das Gleiche gilt auch für Badeschlappen.
- Mit dem ganzen Körper aufs Handtuch: Unbedingt darauf achten, dass das Handtuch groß genug ist. Tropft Schweiß auf das Holz, nimmt dieses die Flüssigkeit auf und gibt sie unter Gestank der sich zersetzenden Bakterien wieder ab.
- Zu lautes Sprechen in der Sauna: Damit auch der Entspannungseffekt bei den anderen Saunagästen nicht zu kurz kommt, sollten Sie zu lautes Sprechen in der Kabine vermeiden.
Zum Schluss
Saunieren ist für fast alle Menschen und Altersklassen geeignet und kann besonders bei chronischen Krankheiten, wie Bronchitis, Asthma oder Bluthochdruck, einen sehr positiven Einfluss auf den Organismus haben. Nur bei akuten Infekten oder bei gewissen Krankheiten, zum Beispiel Nierenproblemen oder Herzschwäche, sollten Sie auf den Saunabesuch verzichten. Wenn Sie sich nicht sicher sind oder Bedenken haben, fragen Sie einfach vorab Ihren Hausarzt.
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