Speicherkarten – Tipps für Auswahl und Kauf
Die mobile Welt wächst stetig. Handys, Digitalkameras und PDAs sollen immer mehr leisten und damit auch immer mehr speichern können. Ob sie das tatsächlich tun, hängt vor allem von der Speicherkarte ab, die in dem Gerät verwendet wird. Doch es gibt inzwischen unzählige Formate, die für das eine Gerät kompatibel sind für das andere jedoch nicht. In unserem Einkaufsberater erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Formate und darüber, welche Speicherkarte wie viele Daten speichert und wie schnell die Daten auf den Computer übertragen werden können.
Was ist eine Speicherkarte?
Mobile Speicherkarten sind kleine, handliche Speichermedien, die auf Basis eines sogenannten Flash-Speichers produziert werden. Die Karten sind austauschbar und speichern Inhalte dauerhaft. Das heißt auch, wenn die Karte einmal aus dem Gerät entnommen wird.
Die Karten werden in mobilen, elektronischen Geräten wie in Handys oder Digitalkameras verwendet, um digitale Texte, Bilder, Audio- und Video-Dateien kurzfristig zu speichern und sie von einem elektronischen Gerät zu einem anderen zu übertragen.
Die Übertragung erfolgt mittels eines Adapters oder sogenannten CardReaders, die im PC eingebaut oder extern über eine USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden sind.
Worauf muss ich beim Kauf von Speicherkarten generell achten?
Derzeit haben sich sechs Standard-Formate für Speicherkarten herauskristallisiert. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe, der Menge an Daten, die sie speichern können und der Geschwindigkeit, mit der sie die Daten auf den Computer übertragen können. Je nachdem für welches mobile Gerät Sie Speicher benötigen, müssen Sie sich für eine andere Karte entscheiden und darauf achten, dass diese auch von Ihrem Computer gelesen werden kann. Gerade bei älteren Computern, kann es hierbei zu Problemen kommen.
Ein einheitliches Format, das für alles gilt, gibt es bisher noch nicht. Daher stellen wir die gängigsten sechs Formate mit ihren Vor- und Nachteilen zusammenfassend dar:
1. CompactFlash-Card
Die CompactFlash-Karte (CF-Card) genießt eine große Verbreitung. Mehr als 60 Hersteller haben an ihr gearbeitet, um sie für ihre Produkte zu nutzen. Sie wird vorwiegend für Digitalkameras verwendet, aber auch in Camcordern, PDAs und MP3-Playern eingesetzt. Die CF-Card ist robust, kostengünstig und verfügt über eine große maximale Speicherkapazität. Aber Achtung: Bei älteren Digitalkameras ist der Speicher jedoch oftmals auf 2 GB begrenzt, eine größere Speicherkarte bringt hier also nichts.
Die Karte ist in zwei verschiedenen Standards erhältlich. Sie sollten daher beim Kauf darauf achten, ob Sie Typ I mit einer Dicke von 5,5 mm oder Typ II mit einer Dicke von 3,3 mm benötigen. Typ I passt nicht in Geräte, die eigentlich für die dünnere Speicherkarte zugelassen sind. Da Sie aber den dünneren Typ II auch in den Schlitz für den dicken Typ I einsetzen können, wird Typ II langsam zum Standard.
Die Übertragungsgeschwindigkeit der CF-Card liegt zwischen 150kb und 1 MB pro Sekunde. Die Geschwindigkeit ist vor allem bei Profi-Kameras von der Art des Controllers abhängig. Der Controller ist die Steuerelektronik des Speichers. Markenspeicherkarten haben meist hochwertige Controller mit einer schnellen Übertragungsrate.
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2. MultiMedia-Card
Die MultiMedia-Card (MMC) ist so groß wie eine Briefmarke und damit die kleinste aller Speicherkarten. Sie ist besonders für kleinformatige Geräte wie Handy, MP3-Player, PDA oder besonders kompakte Digitalkameras geeignet. Auch diese Karte verfügt über einen integrierten Controller. Daher können Sie Ihre alte MMC durch eine neuere mit höherer Speicherkapazität problemlos ersetzen.
Mittels eines speziellen Adapters können Sie die MultiMedia-Karte auch für Geräte benutzen, die einen Schlitz für CompactFlash-Karten der Typen I und II haben. Ein PC-Adapter kann die MMC zusätzlich in eine PC-Card umwandeln, sodass sie als externer Speicher für den Laptop genutzt werden kann.
Ihre Zukunft steht jedoch im Schatten der SecureDigital-Karte (SD-Card). Sie ist der Nachfolger der MMC. Beide sind fast baugleich, weshalb nahezu alle Geräte, die eine SD-Karte akzeptieren, auch eine MultiMedia-Karte zulassen.
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3. Secure Digital Memory Card
Das Besondere an der SD-Karte, versteckt sich schon in ihrem Namen “SecureDigital”. Sie weist hochentwickelte Sicherheitsmerkmale auf. Das heißt sie besitzt einen Kopierschutz, der manuell eingeschaltet werden kann um Ihre Daten vor versehentlichem Löschen zu schützen. Leider hat sich diese Funktion noch nicht als Standard etabliert und ist daher nicht bei allen Geräten, die die SD-Card zulassen, möglich.
Die Secure Digital Memory Card ist die Weiterentwicklung der MultiMedia Card. Daher können Sie eine MultiMedia-Karte auch in ein Gerät stecken, welches die SD-Karte zulässt. Andersherum ist das jedoch nicht möglich.
Auch diese Karte besitzt einen internen Controller für eine flexible Handhabung. Mittels eines speziellen Adapters kann die SD-Karte auch für Geräte genutzt werden, die einen Slot für CompactFlash-Karten der Typen I und II haben. Ebenso kann die SD-Karte, wie ihr Vorgänger, mittels eines PC-Adapters in eine PC-Card umgewandelt und somit als externer Speicher für Laptops genutzt werden.
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4. SmartMedia Card
Bei der SmartMedia Card handelt es sich mittlerweile um ein Auslaufmodell. Sie wird hauptsächlich in Digitalkameras verwendet, hat aber nur einen geringen Speicher von 256 MB. Äußerlich fällt sie auf, da ihre Kontaktflächen offen liegen. Das hat den Nachteil, dass die Karte leicht durch äußere Einflüsse beschädigt werden kann. Meist muss man deshalb die Karte neu formatieren, wenn man sie in ein anderes Gerät eingesetzt hat.
Einen weiteren Nachteil stellt der fehlende interne Controller dar. Zwar ist die Karte dadurch sehr klein, doch neuere SmartMedia-Karten mit einem höheren Speicher können ohne internen Controller nicht immer in älteren Geräten verwendet werden.
5. xD-Picture Card
Die xD-Picture Card ist der Nachfolger der SmartMedia-Card. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass auch ältere Geräte mit ihr problemlos zurechtkommen. Mit einer Daten-Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 3 MB pro Sekunde werden Sie auch in Zukunft auskommen.
Der Nachteil der xD-Picture Card liegt ganz klar im sehr hohen Preis. Zudem ist der Speicherplatz derzeit noch vergleichsweise gering, dies soll aber in Zukunft ändern.
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6. MemoryStick
Der MemoryStick wurde ursprünglich als Speicherkarte für Sony-Geräte entwickelt. Inzwischen wird er aber auch von anderen Marken angeboten. Wie die meisten Speicherkarten, verfügt auch der MemoryStick über einen internen Controller. Mit nur 4 g ist der MemoryStick außerdem ein wahres Leichtgewicht.
Es gibt den Stick in drei verschiedenen Ausführungen. Der blaue ist sozusagen der Standard, er ist am weitesten verbreitet und fast immer gemeint wenn man schlicht vom “Memory Stick” spricht. Der weiße wird “Magic Gate” genannt. Dieser weist einen besonderen Kopierschutz für Musikdaten aus dem Internet auf. Der dritte Stick ist pink und nennt sich “AIBO Life for ERS-220″. Er kommt speziell bei den Sony AIBO-Robottoren zum Einsatz.
Mit dem neuen MemoryStick Select versucht Sony den Anforderungen an mehr Speicherplatz gerecht zu werden. Mehr Speicher und eine noch schnellere Übertragung bekommt man mit dem MemoryStick Pro. Dieser verfügt über den Magic Gate-Kopierschutz und eignet sich vor allem zum Speichern von professionellen hochauflösenden Filmaufnahmen oder auch zur längerfristigen Archivierung von Daten.






