Urlaub online buchen? Aber sicher: 12 Tipps von der Verbraucherzentrale

Den Last Minute Urlaub oder die Pauschalreise über das Internet zu buchen, wird immer beliebter. Bequem vom Sofa aus, kann man gedanklich in fremde Welten tauchen und sich so seine Reise zusammen stellen. Doch nicht selten wird der Traumurlaub zum Albtraum, weil man an einen unseriösen Online-Reiseanbieter geraten ist. Damit dies nicht passiert, stellen wir Ihnen die “12 goldenen Regeln für Reisebuchungen im Internet” vor. Diese wurden von den Verbraucherzentralen und der Landesanstalt für Medien zusammengestellt.

Mit diesen 12 Tipps können Sie Ihre Urlaubsreise sicher online buchen!

1. Prüfen Sie, ob der Anbieter deutlich gekennzeichnet ist

Anbieter von Reiseleistungen sind etwa Reiseveranstalter, Fluggesellschaften, Eigentümer von Unterkünften oder auch Reisevermittler. Ein seriöser Anbiter sollte folgende Informationen auf seiner Seite angeben:

  • Name
  • Rechtsform des Unternehmens, z. B. GmbH
  • Name des Vertretungsberechtigten
  • vollständige Adresse
  • Telefon- und Faxnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Handelsregisternummer
  • Zusätzlich bei Reisevermittler: vollständige Daten des Unternehmens, das die jeweilige Leistung erbringt.

Die Angaben sollten leicht auf der Internetseite zu finden, gut lesbar und ausdruckbar sein.

2. Vergewissern Sie sich, wer die Leistung erbringt und dafür haftet

Für Sie als Kunde ist es nicht nur wichtig zu wissen, wer die Reiseleistung tatsächlich erbringt, sondern auch wer bei eventuellen Mängeln haftet. Zum einen ist diese Information wichtig, falls Sie Fragen oder Reklamationen haben. Zum anderen kann es unter Umständen schwierig werden, Ansprüche durchzusetzen, wenn der Vertragspartner im Ausland ansässig ist. Die Verbraucherzentrale begründet dies so:

“Wird zum Beispiel ein Ferienhaus im Ausland über einen deutschen Online-Anbieter nur vermittelt, wird der Hauseigentümer der Vertragspartner. Hat dieser seinen Sitz ebenfalls im Ausland, unterliegt der Vertrag dem Recht des Landes, in dem das Ferienhaus liegt.

Recht im Ausland durchzusetzen, ist wesentlich schwieriger, aufwändiger und teurer als im Inland und lohnt sich wegen mangelhafter Reiseleistungen in der Regel nicht.

Ist der Anbieter des Ferienhauses jedoch ein Reiseveranstalter in Deutschland, wird er der Vertragspartner – mit allen Rechten und Pflichten. Dabei spielt es keine Rolle, ob er sich als ‘Vermittler’ bezeichnet.”

3. Achten Sie auf verständliche Buchungsabläufe

Leider sind bei manchen Reiseanbietern die einzelnen Buchungsschritte lang und kompliziert. Wichtig ist jedoch, dass Sie in jedem Schritt eindeutig erkennen, an welcher Stelle Sie sich gerade befinden und wozu dieser Schritt erforderlich ist. Abgeschlossen wird eine jede Buchung mit einer Buchungsbestätigung, die Sie per E-Mail erhalten. In dieser müssen zudem alle Reisedaten sowie der Reisepreis enthalten sein.

4. Prüfen Sie, ob alle Eckdaten genannt werden

Egal, ob Sie eine Pauschalreise im Internet oder über den gedruckten Reisekatalog buchen, in beidem müssen die wesentlichen Merkmale des Reiseangebotes aufgeführt werden. Dazu gehören u.a.:

  • Reiseziel
  • Unterbringung und Verpflegung
  • Reiseroute
  • Transportmittel
  • Reisepreis
  • Pass- und Visumerfordernisse
  • ggf. vorgeschriebene Impfungen

Je mehr Sie bereits vor der Buchung Ihrer Reise wissen, um so eher können Sie am Urlaubsort prüfen, ob Sie auch wirklich das vorfinden, was Sie vertraglich vereinbart haben.

5. Drucken Sie alle wichtigen Informationen

Wichtig ist, dass Sie alle relevanten Informationen über Ihre Reise einfach und in guter Qualität ausdrucken können. Denn sollten Sie Rückfragen, Umbuchungen, Reklamationen oder auch Rechtsstreitigkeiten bezüglich Ihrer Reise haben, müssen Sie die wesentlichen vereinbarten Eckdaten der Reise nachweisen können.

6. Prüfen Sie, ob die AGB leicht zu finden sind

Wie bei allen Verträgen, die man abschließt, gilt auch bei einem Vertrag im Internet: Lesen Sie unbedingt das Kleingedruckte, sprich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)! Diese müssen für Sie leicht auf der Seite zu finden sein. In der Regel gelangen Sie über einen Link zum vollständigen Wortlaut der AGB. Vor Abschluss Ihrer Bestellung müssen Sie die AGB meist durch Anklicken anerkennen.

7. Achten Sie auf transparente und leicht nachvollziehbare Kosten

Seien Sie bei so genannten Gratis- oder Billigangeboten besonders wachsam. Oftmals werden die tatsächlichen Kosten eines Angebotes in anderen Leistungen versteckt. So kann ein Hotelzimmer mit kostenloser Übernachtung einen Mindestverzehr oder eine Bearbeitungsgebühr enthalten.

Besonders günstige Pauschalreisen enthalten nicht selten Ausflüge zu Teppichfabriken oder Schmuckhändlern. Wer nicht daran teilnimmt, muss unter Umständen mit erhöhten Kosten für die Unterkunft rechnen. Die Verbraucherzentrale warnt:

“Die Fahrten entpuppen sich nicht selten als Werbeverkaufsveranstaltungen, auf denen geschultes Personal überteuerte Waren an die Reisenden bringt. Lassen Sie sich auf solche Angebote ein, kann die Reise sehr teuer werden.”

8. Prüfen Sie, ob alle Preisangaben verständlich und übersichtlich sind

Prüfen Sie bevor Sie eine Reise entgültig buchen, ob im Endpreis wirklich alle Kosten enthalten sind, etwa

  • Mehrwertsteuer
  • Kosten für vereinbarte Zusatzleistungen sowie die obligatorischen Nebenleistungen
  • Sonderkonditionen, Ermäßigungen oder Spezialangebote

Die Endreinigung etwa in einer Ferienwohnung, aber auch vermittelte Fremdleistungen wie eine Auslandskrankenversicherung dürfen gesondert ausgewiesen werden.

Es sollte außerdem mitgeteilt werden, wann die Zahlung oder Teilzahlungen zu leisten sind.

9. Zahlen Sie Pauschalreise nur mit Sicherungsschein

Ein Sicherungsschein gilt als Nachweis, dass ein Veranstalter von Pauschalreisen gegen Zahlungsunfähigkeit und Insolvenz von einer Versicherung oder Bankbürgschaft abgesichert wird. Sollte der Reiseveranstalter zwischen dem Tag der Reisebuchung und dem Antritt der Reise in Insolvenz gehen, sind Sie vor finanziellen Schäden geschützt.

Achten Sie bei der Buchung darauf, dass der Sicherungsschein online abrufbar ist. Solange Sie diesen noch nicht erhalten haben, darf der Reiseveranstalter weder den vollen Reisepreis noch eine Teilzahlung verlangen.

10. Bevorzugen Sie Angebote mit verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten

Grundsätzlich sollten Sie bei Online-Buchungen die Wahl zwischen wenigstens zwei unterschiedliche sichere Zahlungsmöglichkeiten haben, etwa auf Rechnung oder per Lastschrift. Zudem sollte die Datenübertragung verschlüsselt erfolgen.

Hier erhalten Sie eine Übersicht über sichere Zahlungsarten.

11. Senden Sie persönliche Daten nur verschlüsselt

Dazu zählen etwa Name, Adresse, Alter, Geburtsdatum sowie die Bankverbindung. Werden Ihre Daten von einem Anbieter unverschlüsselt übertragen, können sie leicht für kriminelle Zwecke missbraucht werden.

Eine verschlüsselte Datenübertragung erkennen Sie daran, dass auf dem Rahmen Ihres Browsers ein Schloss- oder Schlüssel-Symbol angezeigt wird. Nur wenn das Schloss auch geschlossen ist, werden Ihre Daten geschützt übertragen. Ist das Schloss geöffnet, kann im Prinzip jeder mitlesen was Sie gerade tun. Eine gesicherte Datenübertragung ist auch daran zu erkennen, dass die Web-Adresse mit “https” statt “http” beginnt.

12. Überprüfen Sie die Erklärung zum Datenschutz

Eine verschlüsselte Datenübertragung schützt Sie noch nicht vor Datenmissbrauch seitens des Anbieters. Lesen Sie sich also vor der Weitergabe Ihrer Daten genau durch, wozu Ihre Daten vom Anbieter verwendet werden. Sind diese Informationen nicht leicht zu finden und auszudrucken, ist dies meist ein unseriöses Zeichen.

Grundsätzlich dürfen nur solche Daten erhoben werden, die in einem direkten Zusammenhang mit Ihrer Buchung stehen. Bittet der Anbieter Sie um weitere Informationen, muss er ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Angaben freiwillig sind.

Ob Urlaub auf dem Bauernhof, an der Ostsee, in Kroatien oder der Türkei, ob Wellness Urlaub oder Abenteuer Reise – wenn Sie diese zwölf Tipps beachten, steht Ihren Ferien nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen zum Thema können Sie der Broschüre “12 goldene Regeln für Reisebuchungen im Internet” entnehmen.

Reise-Shops mit Trusted Shops Gütesiegel

Trusted Shops prüft auch Online Reiseveranstalter auf mehr als 100 Einzelkriterien und vergibt daraufhin sein Gütesiegel. Die Shops werden u.a. geprüft, ob die deutliche Kennzeichnung des Anbieters vorhanden ist, Angaben zu Preisen und Leistungen verständlich und leicht auffindbar sind und die Datenübertragung verschlüsselt abläuft.

-> Zu den Reise-Shops mit Trusted Shops Gütesiegel:

Online-Reise Anbieter mit Trusted Shops Zertifikat

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