Wanderstöcke: Balsam für Ihre Gelenke
Auf Wanderwegen sind Wanderstöcke heute so selbstverständlich wie passendes Schuhwerk und richtige Kleidung. Die Entlastungen des Körpers sowohl bergauf, als auch bergab haben sich nicht nur herumgesprochen, sie sind auch medizinisch erwiesen. So werden Knie, Hüfte und Sprunggelenk bergab um bis zu acht Kilogramm pro Schritt entlastet. Bergauf kommt man mit Stöcken schneller voran. Bei unwegsamem Terrain helfen sie dem Wanderer das Gleichgewicht zu halten.
Tipps für die richtige Länge und mehr Haltbarkeit von Wanderstöcken finden Sie hier!
Die folgenden Tipps für den Kauf des richtigen Schlafsacks wurden vom Online-Shop Bergfreunde.de zusammengestellt.
Der richtige Wanderstock: mehr Komfort und weniger Schmerzen
Beim Wandern bieten Trekkingstöcke eine Möglichkeit Schmerzen vorzubeugen. Die Belastungen von Wirbelsäule, den Beinen und Knien werden verringert, da ein Teil des Körpergewichts auf die Arme verlagert wird. Trekking- bzw. Wanderstöcke sind daher besonders für ältere oder übergewichtige Personen, aber auch für Menschen mit Knieproblemen unverzichtbar.
Während des Trekkings, dem Wandern mit Gepäck, dienen Wanderstöcke ebenso der Entlastung für die Gelenke. Durch den Einsatz von Wanderstöcken erreicht man eine Lastenverteilung auf Beine und Arme und entlastet gerade im speziellen Fall des Trekkings dadurch die Schulter, Hüfte, Knie und Füße.
Die richtige Einstellung der Wanderstöcke fördert einen aufrechten Gang und verhindert damit Rückenschmerzen. Durch die Entlastung der Beine ist zusätzlich ein schnelleres Vorankommen möglich. Beim Wandern bergauf verhelfen Wanderstöcke dem Wanderer zu mehr Schwung.
Beim Furten, also der Flussüberquerung sind Wanderstöcke ebenfalls ein wichtiges Hilfsmittel. Sie helfen die Wassertiefe zu bestimmen, den Untergrund abzutasten und bei Strömung den Stand zu verbessern.
Zu mehr Komfort verhelfen die Wanderstöcke bei unwegsamem Terrain. Sind Stufen zu bewältigen, kann man sich auf den Wanderstöcken abstützen und bewegt sich dadurch gelenkschonender und Kräfte sparender fort. Durchquert man hohes Gras oder Strauchwerk, so kann man mit den Stöcken die Hindernisse zur Seite drücken.
Auch beim Zeltbau werden Stöcke immer wichtiger. Schon heute gibt es viele Hersteller, die Wanderstöcke in ihren Zeltkonzepten als Zeltstangenersatz einplanen. Auch lassen sich Tarps, Wäscheleinen und vieles mehr mit Wanderstöcken aufrichten und abspannen.
Die richtige Länge des Trekkingstocks
Beim Kauf eines Stocks in der richtigen Länge gibt es zwei Herangehensweisen:
Die erste Variante ist die mathematische. Als Faustregel für den Alpinbereich gilt: Körpergröße x 0,7 = Stocklänge. Man nehme z.B. die Körpergröße 193 cm multipliziert mit dem Faktor 0,7 und erhält das Ergebnis 135 als empfohlene Stocklänge. Die mathematische Herangehensweise dient aber nur der Vorsortierung von passenden Wanderstöcken. Wichtiger ist die nächste Methode.
Die zweite Variante ist die Praxisanwendung. Die Stocklänge wird beim Gehen in der Ebene so eingestellt, dass sich zwischen Unter- und Oberarm ein 90° Winkel bildet. Beim Auf- und Abstieg muss man hingegen die Stöcke verkürzen bzw. verlängern, um weiterhin für Entlastungen zu sorgen und um das Gleichgewicht zu optimieren. Um den Stock auch tatsächlich verlängern zu können, sollte man beim Kauf noch ein paar Zentimeter als Reserve einplanen. Eine Skala auf den Wanderstöcken erleichtert das Zurückstellen in die Ausgangsposition.
Haltbarkeit: Was muss ein Wanderstock aushalten?
Entscheidet man sich heutzutage für ein Modell der führenden Marken, so kann man einzelne Teile der Wanderstöcke beliebig oft austauschen, ohne dass man sich direkt einen neuen Stock kaufen müsste. Dies fördert die Langlebigkeit der Stöcke.
Komponenten der Wanderstöcke, die starker Beanspruchung ausgesetzt sind, wie Flexspitze, Spreitzdübel, Mittel- und Unterteile der 3-elementigen Wanderstöcke lassen sich über den Fachhändler nachbestellen.
Zum Schutz der stark beanspruchten Teile und zur Förderung der Haltbarkeit empfiehlt sich aber besonderer Schutz:
- Die Stahlspitze schont man auf Straßen durch einen speziellen Gummipufferaufsatz ähnlich wie beim Nordic Walking. Diese dienen gleichzeitig auch dem Schutz der Ausrüstung beim Transport der Stöcke.
- Teleskopstöcke sollten nach jedem Gebrauch zum Schutz vor Korrosion mit einem trockenen Tuch gereinigt und der Verschluss geöffnet werden. Grundsätzlich sollten die Wanderstöcke immer mit einem geöffneten Verschluss gelagert werden.
- Zum Reinigen der Stöcke sollten auf gar keinen Fall fettende Substanzen verwendet werden, da diese die Funktionstüchtigkeit des Schließmechanismus’ beeinträchtigen. Die Dübel finden bei Verwendung von Öl und Fett im Innenrohr keinen Halt.
- Sollte man nach Flussdurchquerungen oder Wanderungen im Regen Oxidationen in den Rohren feststellen, so kann mit Metallbürsten die Haltekraft der Spreizdübel spürbar verbessert werden.
- Verlieren die Spreizkeile ihre Haltekraft, so kann man sie als Ersatzteile nachbestellen und selber austauschen.
Der richtige Stocktyp: Carbon oder Alu?
Stöcke gibt es in einer Vielzahl von Variationen: angefangen vom traditionellen Holzstock bis hin zum High-Tech Teleskopstock aus leichtem Alu oder Carbon. Die Teleskopstöcke zeichnen sich dadurch aus, dass man sie für den Transport zusammen schieben kann. Sie haben dadurch die traditionellen Holzstöcke verdrängt.
Obwohl es Teleskopstöcke auch bestehend aus zwei Elemente gibt, bilden solche aus drei Rohren die Regel. Die Rohre haben verschiedene Durchmesser und lassen sich je nach Modell durch Spreizkeile, ähnlich wie Dübel in der Wand, arretieren oder inzwischen auch durch Außenverstell-Systeme am Stock festklemmen.
Gerade die Außenverstellsysteme eignen sich besonders für das Verstellen und Fixieren bei Nässe oder mit dicken Handschuhen bei Eis und Schnee. Bei der herkömmlichen Spreizarretierung ist dabei zu beachten, dass man die Elemente leicht verstellen kann. Mit Hilfe der Daumen-Zeigefingerdrehtechnik können die Wanderstöcke selbst überprüft werden. Die einzelnen Elemente sollten sich nur mit Daumen und Zeigefinger arretieren lassen und bei Belastungen durch das Körpergewicht nicht einsinken.
Bei den Teleskopstöcken haben sich zwei Materialien durchgesetzt: Aluminium und Carbon.
Carbonstöcke sind besonders leicht. In der Regel ist Carbon jedoch nicht so belastbar wie herkömmliche Aluminiumstöcke. Teleskopstöcke aus Carbon splittern eher, als das sie sich verbiegen und sind daher bei Trekkingtouren, wo man auf Stöcke angewiesen ist, nur bedingt geeignet.
Aluminiumstöcke verbiegen eher, als das sie brechen und lassen sich auf Tour in der Regel wieder zurückbiegen. Bis vor ein paar Jahren waren Aluminiumstöcke schwerer als Carbon. Mit der Verwendung von hochwertigen Materialien wie Aluminum 7001 sind Aluminiumstöcke jedoch inzwischen genauso leicht wie Carbonstöcke.
Wanderstock-Hersteller
Die drei gängigsten Marken für Wanderstöcke sind Leki, Komperdell und Black Diamond.
Die Hersteller bieten ein reichhaltiges Angebot von Stöcken mit Spreiz- und Außenverstellsystemen und unterschiedlichen Gewichtsklassen. Während Black Diamond z.B. durch ein extrem stabiles Außenverstellsystem glänzt, bieten Komperdell und Leki mit ihren Stöcken „C3 Carbon“ und „Carbonlite“ derzeit wohl die leichtesten Stöcke auf dem Markt.
Wanderstöcke von Leki, Komperdell, Black Diamond und anderen Marken finden Sie auch im Trusted Shops Produktportal:
Worauf beim Kauf eines Wanderstocks zu achten ist
Beim Kauf eines Trekkingstocks gibt es mehrere Gesichtspunkte, die es zu berücksichtigen gilt, damit die Eigenschaften des Stocks auf die individuellen Bedürfnisse des Stockträgers abgestimmt sind:
- Das Gewicht der Stöcke sollte von der geplanten Touren abhängen. Leichte Stöcke schwingen spürbar besser. Mit viel Trekkinggepäck sollte man aber eher zu schweren und sehr stabilen Stöcken greifen.
Griffe sollten entweder aus griffigen Kunststoff oder Kork sein. Kork saugt den Schweiß auf und verhindert Blasen.- Nach unten verlängerte Griffe bieten gerade bei kurzen Aufstiegen die Möglichkeit kürzer zu fassen ohne die Stöcke zu verstellen.
- Für mehr Komfort sollten die Handschlaufen gepolstert und die Griffe abgewinkelt sein.
- Eine „Anti-Schock-System“ fängt Erschütterungen beim Bergabgehen auf. Die Federung sollte man beim Bergaufgehen abstellen können.
- Wichtig ist auch das Packmass. Sowohl bei Flügen, als auch beim Klettern sollten die Stöcke klein verpackbar sein. Im Idealfall lassen sie sich im Rucksack verstauen oder außen anbringen.
Hält man sich grob an diese Empfehlungen steht einem entspannten Wandererlebnis nichts mehr im Wege. Hier finden Sie eine Empfehlung für passende Wanderschuhe.
Noch mehr Tipps für den Kauf von Wanderstöcken finden Sie auch im Bergfreunde.de Wanderstöcke Shop.




