Was muss man zum Thema Datenschutz wissen?

SecuritySie würden gerne z.B. ein Laptop über das Internet kaufen, haben aber Angst davor, was mit Ihren persönlichen Daten passiert? Sie wollen keinen Newsletter erhalten und aus Angst vor Spam Ihre E-Mail Adresse nicht bekannt geben? Was kann und darf eigentlich mit Ihren Daten passieren? Wir geben einen Überblick.

Welche Daten dürfen erfragt werden?

Grundsätzlich gelten die Prinzipien der Datenvermeidung und Datensparsamkeit, Erforderlichkeit und Zweckbindung. Es dürfen also nur Daten erhoben werden, die im Zusammenhang mit der Auftragsabwicklung und dem Internetangebot stehen, d.h. in erster Linie Name, Anschrift und E-Mail Adresse, aber ggf. auch Geburtsdatum (für die Bonitätsprüfung) und Telefonnummer (zur Absprache der Liefertermine).

Was passiert mit meinen Daten?

Ihre Daten dürfen nur zur Auftragsabwicklung oder mit Ihrer Einwilligung zu ausdrücklich genannten Zwecken verwendet werden. In bestimmten Fällen kann die Datenverarbeitung auch von einem “berechtigten Interesse” des Online-Händlers gedeckt sein. Ansonsten ist alles, was nicht ausdrücklich durch Gesetz oder durch Ihre Einwilligung erlaubt ist, verboten.

Es versteht sich von selbst, dass der Anbieter im Rahmen der Auftragsabwicklung die Adressdaten an das Versandunternehmen oder zur Zahlungsabwicklung an die Hausbank weiter geben muss. Deshalb sieht das Gesetz auch vor, dass hierfür keine ausdrückliche Einwilligung des Kunden erforderlich ist. Anders ist es bei Bereichen, die außerhalb der Auftragsabwicklung stehen. Hier sollte nichts ohne ihre Einwilligung geschehen.

Ihre Einwilligung ist z.B. in folgenden Fällen unabdingbar:

  • Nutzung der E-Mail Adresse zu Werbezwecken
  • Eröffnung eines Kundenkontos
  • Erstellung eines Nutzerprofils
  • Nutzung von Langzeit-Cookies zur Benutzerverfolgung
  • Bonitätsprüfung, sofern nicht ein sog. “berechtigtetes Interesse” vorliegt. Ein solches Interesse liegt z.B. dann vor, wenn der Verkäufer in Vorleistung tritt (z.B. bei Lieferung auf Rechnung)

Wer erhält meine Daten?

Eigentlich sollte nur der Anbieter, dem Sie ihre Daten mitteilen, diese Daten erhalten. Oft werden jedoch bestimmte Datensätze an andere Unternehmen verkauft oder im Rahmen eines Partnerprogramms ausgetauscht, um für Produkte per Briefpost zu werben. Auch hierüber muss der Anbieter Sie informieren. Bei dieser sog. “listenmäßigen Weitergabe von Daten” haben Sie ein Widerspruchsrecht, das die Weitergabe dann unzulässig macht.

Wie lange werden meine Daten aufbewahrt?

Daten, die nicht mehr zur Vertragsabwicklung benötigt werden oder für deren weitere Speicherung keine Einwilligung vorliegt, müssen gelöscht werden. Einige Daten unterliegen jedoch einer gesetzlichen Aufbewahrung- und Dokumentationspflicht und dürfen deshalb für die gesetzlich vorgeschriebene Dauer nicht gelöscht werden. So müssen Daten zu getätigten Verkäufen etwa für das Finanzamt aufbewahrt werden. Gemäß des Bundesdatenschutzgesetzes steht Ihnen aber jederzeit ein Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten Daten zu. Ferner können Sie Berichtigung, Sperrung (für Werbezwecke) und ggf. Löschung der Daten verlangen.

Unser Praxistipp
So können Sie sich etwas sicherer fühlen

Datenschutz ist ein ernst zu nehmendes Thema, vor allem in Zeitalter des “gläsernen Kunden”. Schauen Sie sich deshalb genau um im Shop, und lesen Sie die relevanten Informationen, zu denen auch die Datenschutzerklärung (auch Privatsphäre und Datenschutz, Datenschutzinformationen, o.ä. genannt) gehört. Sie kann dazu beitragen, wenn Sie sich eine Meinung über die Seriosität des Shops bilden wollen.

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