Wie wähle ich ein sicheres Passwort / Kennwort?
Gelingt es Kriminellen in den Besitz Ihrer Zugangsdaten zu gelangen, können sie sich u.U. bei Onlinetransaktionen für Sie ausgeben. Sie merken dies in den meisten Fällen erst, wenn es bereits zu spät ist. Wir erklären wie Sie Programmen, die Ihre Kennwörter ausspähen wollen, die Arbeit schwer machen.
Zu allererst gilt: Schreiben Sie Passwörter keinesfalls auf (Kein Post-It am Bildschirm!) und verwenden Sie für jeden Zugang (E-Mail-Postfach, eBay, Second Life etc.) ein anderes, komplett neues Passwort (Nicht Codewort1, Codewort2,…), das Sie regelmäßig ändern (alle 30 Tage). Generell sollte ein sicheres Kennwort so lang wie möglich sein. Jedes Passwort kann geknackt werden, es liegt jedoch an Ihnen, die Dauer so weit wie möglich herauszuzögern.
Wählen Sie also mindestens 8 Zeichen lange Kennwörter – 14 oder mehr wären das Optimum. Sehr zu empfehlen ist hierbei eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (“;*~#}{²³|<°-µ@§”). Je mehr unterschiedliche Zeichenarten Ihr Kennwort enthält, desto schwerer ist es für den Angreifer zu erraten. Empfehlenswert ist auch, die gesamte Tastatur und nicht nur die am häufigsten verwendeten Tasten zu nutzen.
Sie erhöhen die Sicherheit des Passworts noch zusätzlich, wenn die Groß- und Kleinschreibung variiert. Keinesfalls dürfen Kennwörter aus einem Namen bestehen oder in einem Wörterbuch auftauchen, nicht einmal teilweise, selbst wenn es sich um eine vermeintlich weniger geläufige Sprache handelt. Es genügt nicht, Worte und Namen rückwärts zu schreiben, um Hacker und ihre Programme zu überlisten. Versuchen Sie jeden Buchstaben und jede Zahl nur einmal zu verwenden. Optimal wäre natürlich eine zufällige Zeichenabfolge wie Ü*q9lyO4>F.
Der Nachteil ist jedoch, dass es unpraktisch und schwer zu merken ist. Eine weitaus einfachere und dennoch sichere Methode ein einprägsames Kennwort zu erstellen, finden Sie nachfolgend im Praxistipp.
Unser Praxistipp
So finden Sie ein sicheres Kennwort, das Sie nicht vergessen
- Sie nehmen einen leicht zu merkenden Satz, z.B. “Bernd Lückenbüßer wird in 5 Jahren 38″. Hier gilt die Devise: Je länger der Satz, desto komplexer das Kennwort.
- Reduzieren Sie diesen auf seine Anfangsbuchstaben, im Beispiel also: “BLwi5J38″
- Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, können Sie das Kennwort noch mit Sonderzeichen modifizieren, z.B. “!BL+wi#5J-38″
Prinzipiell sollten Sie Kennwörter nie unverschlüsselt auf der Festplatte abspeichern. Lehnen Sie, wenn möglich, auch die automatische Speicherung der Kennwörter durch den Browser ab. Behandeln Sie Ihre Kennwörter und Kennsätze mit der gleichen Sorgfalt wie die Daten, die durch sie geschützt werden.
Geben Sie keine Passwörter oder persönliche Daten an öffentlichen PCs (z.B. Internetcafé) ein. Versenden Sie Ihr Kennwort niemals per E-Mail oder aufgrund einer E-Mail-Anfrage. Eine E-Mail, in der Sie um die Angabe Ihres Kennworts gebeten werden oder eine Aufforderung, Ihr Kennwort auf einer Website zu bestätigen, ist höchstwahrscheinlich eine betrügerische E-Mail (siehe mehr unter Phishing).



