Das neues Jahr bringt neue Gesetze und wichtige Änderungen für Verbraucher. Wir haben die Neuregelungen in 2019 für Dienstleistungen, den Einzelhandel, den Abschluss von Versicherungen und für die Telekommunikation übersichtlich zusammengefasst.

Auch im Jahr 2019 ändert sich wieder viel für Sie: Das Online-Banking wird sicherer, der Paketversand wird teurer aber Auslandsgespräche billiger und noch vieles mehr. Hier finden Sie unsere Übersicht zu den entsprechenden Änderungen für Verbraucher in 2019. In der Kategorie Tipps & Tricks finden Sie weitere hilfreiche Hinweise rund um das Online-Shopping und den Umgang im Netz.

Änderungen für Verbraucher in 2019

Online-Banking: Die iTAN-Liste wird abgeschafft

Bisher wurden die für das Online-Banking benötigten Transaktionsnummer per Post an Sie verschickt. Diese Tabellen und Listen mit durchnummerierten TANs dürfen ab dem 14. September 2019 nicht mehr verwendet werden. Die neue Europäische Zahlungsdiensterichtlinie schreibt vor, dass sich Kunden durch mehrere Faktoren authentifizieren müssen: Mit Ihrem Benutzernamen, dem Passwort und zusätzlich über SMS (mobile TAN), Smartphone (Photo-TAN), Fingerabdruck, Spracherkennung oder TAN-Generator.

Mit diesen Verfahren soll die Ausführung der Bankgeschäfte sicherer werden. Bei kleineren Beträgen können jedoch weiterhin Ausnahmen gelten, denn für Überweisungen bis 30 Euro benötige man keinerlei TAN mehr. Wenn Sie häufig Online-Banking nutzen, sollte sich zeitnah mit den neuen Verfahren Ihrer Bank befassen.

Der Paketversand wird teurer

Die Deutsche Post erhöhte zum 1. Januar 2019 das Porto für Pakete bis fünf Kilogramm. Die Preiserhöhung gilt für Verbraucher, die Pakete in einer Filiale für den Inlands-Versand frankieren. Der Preis steigt dabei um 50 Cent auf 7,49 Euro. Online frankierte Pakete bis fünf Kilo kosten weiterhin 5,99 Euro. Alle übrigen Preise für Pakete und Päckchen bleiben unverändert.

Auch andere Paketdienste ziehen die Preise an. Bei DPD müssen Verbraucher je nach Paketgröße vom neuen Jahr an zwischen fünf und zehn Prozent mehr zahlen. Bei Hermes wird die Zustellung an der Haustür teurer. Doch ob dies auch an Sie weitergegeben wird, entscheidet z.B. der von Ihnen gewählte Online-Shop.

Versicherungen müssen Sie klarer informieren

Wenn Sie ab Januar 2019 eine Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, ist bereits ein neues Informationsblatt Pflicht. Auf diesem müssen Versicherer den Kunden in einer klaren und nicht irreführende Sprache vor seiner Unterschrift auf maximal drei Seiten über alle wichtigen Faktoren der Produkte aufklären. Neben der einfachen Sprache sollen auch Bildsymbole wie grüne Häkchen entscheidende Stellen erkennbar machen.

Dieses umfassen die Art der Versicherung, der Umfang der gedeckten Risiken, Prämien und deren Zahlungsweise. Ebenso muss die Laufzeit sowie das Anfangs- und Enddatum des Vertrags angegeben werden. Auch die Pflichten des Verbrauchers, um Schäden vom Versicherer erstattet zu bekommen, müssen aufgeführt werden. Die neuen Vorgaben gelten nicht für Versicherungsanlageprodukte.

Telefonieren und SMS versenden wird innerhalb der EU günstiger

Seit 2017 dürfen Sie sich bereits über die abgeschafften Roaminggebühren für das Telefonieren, SMS schreiben und das mobile Surfen im EU-Ausland freuen. Doch werden für Gespräche aus dem heimischen Netz ins Ausland weiterhin Aufschläge verlangt. Hierfür möchte die EU ab Mitte Mai 2019 Preisobergrenzen festlegen. Eine Gesprächsminute soll dann maximal 19 Cent kosten und eine SMS innerhalb der EU höchstens 6 Cent pro Nachricht. Die Obergrenze könnte dazu führen, dass Mobilfunkanbieter verstärkt Flatrates für das EU-Ausland anbieten oder in Ihr Tarifangebot aufnehmen.

Das neue Verpackungsgesetz führt zu Kosten durch Pfand

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz, durch welches das Recycling und die Vermeidung von Abfällen gefördert werden soll. Für Sie bedeutet dies, dass Sie beim Getränkekauf mehr Pfand bezahlen müssen. Bisher waren Frucht- und Gemüse-Nektare mit Kohlensäure in Einwegverpackungen von der Pfandpflicht ausgenommen. Nun wird dafür ein Pfand von 25 Cent fällig. Dies gilt auch für Mischgetränke mit einem Molkeanteil von mindestens 50 Prozent, für Vanillemilch und einige Energydrinks.

Beim Kauf von Säften und Wein wird weiterhin kein Pfand fällig. Einzelhändler müssen nun auch mit deutlich sichtbaren Schildern darüber informieren, ob die Getränke in Einweg- oder Mehrwegverpackungen verkauft werden. Die Verbraucher sollen im besten Fall nämlich zu den umweltfreundlichen Mehrwegverpackungen greifen.

WhatsApp zeigt Ihnen Werbung an

Ab Februar 2019 könnte in dem Status-Bereich Ihres WhatsApp Messengers Werbung zu sehen sein — ähnlich wie bei der App Instagram in seinen „Stories“. Seit diesem Zeitpunkt wird es für Unternehmen nämlich möglich sein, Werbung bei dem Dienst zu schalten. Diese soll nicht in den persönlichen Chatverläufen erscheinen, jedoch gezielt nach Region oder Altersgruppe ausgespielt werden. Zu verdanken ist dies dem Unternehmen Facebook, welches die App übernommen hat.