Auch wenn die Temperaturen grade eher dazu einladen, im kuscheligen Bett die winterliche Stille zu genießen, liefert die „Berlin Boombox“ genug Gründe, vor die Tür zu gehen und in der Nachbarschaft Radau zu machen. Und ganz nebenbei holt man mit diesem „Pick of the Week“ auf der Schulter auch noch den Flavour der 80s zurück!

Eigentlich haben die Kids heutzutage gar kein Problem, der ganzen Welt ihren Musikgeschmack zu präsentieren:  mit Smartphone bewaffnet beglücken sie ihre Mitmenschen schließlich gerne mit den Tophits der 00er-Jahren und dem Besten von heute. Doch fast will man zu ihnen gehen, sie schütteln und ihnen ins Gesicht rufen: „Es geht doch auch noch viel cooler!“

Denn mal ganz ehrlich: wenn man einen Ghettoblaster aus Pappe auf der Schulter balanciert, kommt selbst der härteste Gangstarap-Song in der Straßenbahn irgendwie charmant rüber. Besonders, wenn die Boombox aus recycelter Wellpappe hergestellt wurde, die nicht nur leicht und robust, sondern auch noch nachhaltig ist. Und Nachhaltigkeit ist ja voraussichtlich das Jugendwort des Jahres 2017 (ganz bestimmt).

Die „Berlin Boombox“ gibt es jetzt schon seit 2012. Damals präsentierte der Designer Axel Pfaender die pfiffige Idee auf der Crowdfunding-Plattform „Kickstarter“. Vier Jahre später gibt es den handlichen mobilen Lautsprecher in verschiedenen Designs – und mittlerweile sogar mit Bluetooth. Nicht, dass es der eingebaute Klinkenstecker nicht auch täte, aber iPhone 7 Nutzer sollen ja nicht vernachlässigt werden.

Der Lautsprecher wird als handlicher Bausatz geliefert und ist puristisch gehalten – ganz im Sinne des rustikalen Vorbilds. Ein metallener Drehknopf zum Einstellen der Lautstärke dreht die Nostalgie dann auf 10. Man braucht zwar drei AA-Batterien für das Gadget, dafür bekommt man aber auch immerhin 200 Stunden Musik. Wir haben netterweise nachgerechnet: das sind 3172 Mal „Final Countdown“ von Europe.
Na dann mal happy new year!

Wir haben die Box natürlich auch ausprobiert: