Bei Schnäppchen und Rabatten schlagen wir doch alle gerne zu, oder?! Neben den gängigen Bonusprogrammen wie Payback erfreuen sich sogenannte Cashback-Portale beim Online-Shopping immer größerer Beliebtheit. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Möglichkeiten zum Sammeln und Sparen vor.

Bonusprogramme: Beim Einkaufen Punkte sammeln

PAYBACK

„Haben Sie eine PAYBACK-Karte?“ Ob Sie nun sammeln oder nicht — diesen Satz hat vermutlich jeder von uns schon einmal gehört. Das wahrscheinlich bekannteste Bonusprogramm gibt es seit Anfang 2000 und hat sich mittlerweile mit mehr als 600 Online-Shops mittlerweile auch im Netz etabliert.

Beim Bonusprogramm PAYBACK sammeln Sie bei jedem Einkauf oder aber Abschluss eines Vertrages eine bestimmte Anzahl an Punkten. In der Regel wird pro zwei Euro Umsatz ein Punkt auf Ihrem Konto gutgeschrieben. Durch sogenannte eCoupons bzw. Sonderaktionen für bestimmte Shops oder auf konkrete Produkte können diese Punkte vervielfacht werden. Um am Programm teilzunehmen, benötigen Sie lediglich eine PAYBACK-Karte, die Sie im stationären Handel über Partner (zum Beispiel REWE oder dm) oder unabhängig von einem bestimmten Unternehmen online erhalten können.

Wenn Sie nun also online Punkte sammeln wollen, suchen Sie sich über die Shopsuche den gewünschten Partnershop aus und folgen dem Link. So werden Ihnen bei Bestellung automatisch Punkte gutgeschrieben. In manchen Shops werden Sie zudem im Laufe des Bestellprozesses nach Ihrer Kartennummer gefragt und können auf diesem Wege Bonuspunkte sammeln. Die Browser-Erweiterung PIA (PAYBACK Internet Assistent) kann Sie ebenfalls darauf hinweisen, wenn ein besuchter Shop am Bonusprogramm teilnimmt.

Für die gesammelten Punkte erhalten Sie im Online-Shop von PAYBACK Prämien — unter anderem Haushaltsgeräte, Zeitschriftenabos oder Wertgutscheine. Das Gute dabei: Der Prämienshop von PAYBACK ist mit unserem Gütesiegel für sicheres Einkaufen ausgezeichnet. Sie können Ihre Punkte ebenfalls zum Zahlen bei ausgewählten Partnern nutzen oder aber an gemeinnützige Organisationen spenden. Aber Achtung: Ihre gesammelten Punkte sind 36 Monate gültig, danach verfallen Sie.

DeutschlandCard

Das Bonusprogramm DeutschlandCard wurde 2006 ins Leben gerufen und hat neben stationären Partnern wie Edeka aktuell um die 400 Online-Shops, über die Punkte gesammelt werden können. Wie bei PAYBACK sammeln Besitzer einer DeutschlandCard mit jedem Einkauf mindestens einen Punkt je zwei Euro Einkaufswert, können aber zusätzlich von ausgewählten Aktionen profitieren.

Die Punkte werden bei Online-Bestellungen gutgeschrieben, sobald der Bestell- und Bezahlvorgang abgeschlossen und die Widerrufsfristen verstrichen sind. Im Prämienshop können Sie die Punkte dann gegen Sachprämien einlösen, für wohltätige Zwecke spenden und ab 100 gesammelten Punkten bei den stationären und ausgewählten Online-Partnern zur Zahlung nutzen. Alle Punkte sind ab Gutschrift ebenfalls 36 Monate gültig.

Sparen Sie Bares: Die bekanntesten Cashback-Portale

Bei sogenannten Cashback-Portalen sammeln Sie keine Punkte für Prämien, sondern bekommen für Ihre Online-Bestellungen bares Geld zurück („Cash back„, dt. für „(Bar)geld zurück„). Käufer sollen über diese Portale neue Shops kennenlernen und für ihre Treue belohnt werden. Die Portale erhalten dafür pro Kauf über das Portal eine bestimmte Provision bzw. pro Vertragsvermittlung einen Bonus des entsprechenden Shops.

Wenn Sie also ohnehin in einem der Shops einkaufen möchten, kann es sich lohnen, den Weg über ein Cashback-Portal zu gehen. Doch Sie sollten natürlich nicht vergessen, gerade bei größeren Anschaffungen einen Anbieter- und Preisvergleich vorzunehmen — auch wenn die Rabatte und Prämien attraktiv scheinen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Cashback-Portale vor.

Shoop

Eines der bekanntesten und größten Cashback-Systeme in Deutschland ist der Anbieter Shoop. Das Portal, das Ihnen vielleicht noch unter seinem alten Namen qipu bekannt verkommen könnte, hat über 2.000 Online-Shops angebunden, darunter große und zertifizierte Online-Shops wie ABOUT YOU. Doch auch Reiseportale sowie Versicherungen und Banken sind im Netzwerk des Cashback-Portals vorhanden. Shoop wurde in der Vergangenheit von verschiedenen Institutionen wie zum Beispiel Stiftung Warentest zum Testsieger unter den Cashback-Portalen gekürt.

Das Prinzip von Shoop ist ganz einfach: Um das Cashback-System nutzen zu können, müssen Sie sich auf der Webseite des Anbieters registrieren. Dort finden Sie auch eine große Liste aller angebundenen Online-Händler. Wenn Sie in einem der Shops bestellen und damit bares Geld verdienen wollen, müssen Sie lediglich den Weg über Shoop in den Shop wählen. Einmal auf den angegebenen Link geklickt, können Sie wie gewohnt shoppen. Bei einer erfolgreichen Bestellung — also nach erfolgter Bezahlung und Verstreichen der Widerrufs- und Rückgabefrist — wird Ihnen ein bestimmter Betrag auf Ihrem Shoop-Konto gutgeschrieben.

Wie hoch dieser Betrag ist und wie lange es dauert, bis Sie den Betrag auf Ihrem Guthabenkonto haben, ist von Shop zu Shop unterschiedlich. Zusätzlich bietet Shoop auch exklusive Deals an, mit denen Sie über den regulären Cashback-Wert hinaus Punkte oder aber Wertgutscheine sammeln können. Wertgutscheine können nicht auf Ihr Bankkonto ausgezahlt, sondern nur in ausgewählten Shops eingelöst werden. Dafür, dass Sie einen Gutschein anstelle einer Auszahlung gewählt haben, bekommen Sie zusätzlich einen kleinen Bonus.

Wenn Sie einmal vergessen haben, einen Shop über Shoop zu besuchen, können Sie nachträglich eine Nachbuchungsanfrage stellen. Gesammelte Beträge in Ihrem Cashback-Konto können bereits ab 1 € ausgezahlt werden.

iGraal

Ein alternativer Anbieter für Cashback-Angebote ist das französische Unternehmen iGraal. Der Anbieter, der bereits 2006 gegründet wurde, hat in Deutschland aktuell 1.668 Online-Shops angebunden. Europaweit sind es sogar über 5.000. Laut Anbieter nutzen aktuell mehr als vier Millionen Käufer das Cashback-System.

Das Prinzip funktioniert dabei ebenfalls wie bei Shoop: Einfach registrieren und über das Portal den Shop Ihrer Wahl besuchen. Die Browser-Erweiterung „Cashback-Melder“ zeigt Ihnen zudem das entsprechende Rabatt-Angebot an, wenn Sie einen Shop besuchen, der beim Anbieter gelistet ist. Die Auszahlung des Cashback-Guthabens erfolgt ab 20 € und erfolgt per Banküberweisung oder PayPal.

Aklamio

Bei Aklamio bekommen Sie nicht nur Geld, wenn Sie selbst etwas einkaufen, sondern können auch von Cashback profitieren, wenn andere online bestellen. Das Portal arbeitet nach dem „Freunde werben Freunde“-Prinzip: Für jede Produkt- bzw. Shopempfehlungen erhalten Sie also eine Prämie. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist über das Portal den Shop heraussuchen, den Sie empfehlen möchten und den angegebenen Link mit Freundin oder Freund zu teilen. Wenn Ihr Kontakt über den Link etwas kauft, erhalten Sie ein Cashback-Guthaben. Sie können aber natürlich auch selbst kaufen und kassieren.

Bei Aklamio können Sie in mehr als 3.000 Shops Prämien sammeln. Die Browser-Erweiterung „Cashbar“ zeigt Ihnen an, wenn Sie einen Shop empfehlen können. Die Auszahlung des Guthabens erfolgt ebenfalls über PayPal oder Banküberweisung und ist ab 1 € möglich.

Und wie ist das mit dem Datenschutz?

Wenn es um Bonus- oder Cashback-Systeme geht, wird zurecht immer wieder die Frage nach dem Schutz der eigenen Daten gestellt. Schließlich können über solche Programme wertvolle Informationen zum Bestell- und Surfverhalten gewonnen werden. In Kombination mit den persönlichen Daten, die beim Anbieter des jeweiligen Programms hinterlegt sind, können so Käuferprofile erstellt werden, die zu Marktforschungszwecken und für personalisierte Werbung genutzt werden.

Bei PAYBACK beispielsweise bleiben die persönlichen Daten sowie Einkaufsinformationen zwar im Unternehmen, werden aber ebenfalls an das Partnerunternehmen, von dem Sie die Punktekarte erhalten haben (zum Beispiel REWE oder dm), weitergegeben. Ihre E-Mail-Adresse sowie Ihre Telefonnummer dürfen nicht für Werbezwecke genutzt werden, es sei denn, Sie stimmen explizit zu.

Wenn Sie sich bei einem Anbieter unsicher sind, welche Daten zu welchem Zweck erhoben werden, lohnt es sich, einen Blick in die Datenschutzbestimmungen zu werfen. Generell empfiehlt es sich, nur so viele persönliche Daten im System anzugeben, wie zwingend notwendig. Wenn Sie allerdings höchsten Wert auf den Schutz Ihrer Daten legen, sollten Sie jedoch von Cashback-Portalen und Bonusprogrammen absehen — auch wenn die Rabatte manchmal noch so verlockend scheinen.

Sammeln Sie Bonuspunkte? Oder sind Sie bei einem Cashback-Portal registriert? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen.