Liebe ist… digital? Wenn es um die Partnerwahl und die Suche nach Kontakten geht, versuchen immer mehr Menschen Ihr Glück online. Doch so spannend die digitale Suche nach dem oder der Richtigen auch sein kann, so birgt sie auch Gefahren. Wir zeigen Ihnen, wie Ihr Liebesglück nicht zur Datenfalle wird.

Für immer mehr Menschen scheint es verlockend, schnell und einfach den passenden Partner im Netz zu finden. Zahlreiche Dating-Portale und Partnervermittlungen versprechen, über gezielte Algorithmen für Singles den passenden Partner fürs Leben zu finden. Online-Börsen wie Elitepartner, Parship und Co. haben 2017 einen Gesamtumsatz von 211 Millionen Euro gemacht, die Tendenz steigt von Jahr zu Jahr.*

Doch mit der Beliebtheit der Portale steigt auch die Gefahr, dort Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Und das nicht ganz zufällig, denn wenn es um Liebe und Partnerschaft geht, sind viele bereit, persönliche Informationen über sich preiszugeben. Damit Sie sorglos durch die rosarote Brille blicken können, haben wir ein paar Tipps zum sicheren Online-Dating für Sie zusammengefasst.

Legen Sie fest: Was möchte ich von mir preisgeben?

Mit der Hoffnung, die Chance auf ein passendes Match zu steigern, geben viele Nutzer unzählige Daten zu ihrer Person, ihren Wünschen sowie Vorstellungen auf ihren Online-Profilen an. Von Aussehen über Religion bis hin zu sexuellen Vorlieben kann das eigene Profil mit persönlichen Informationen gefüttert werden. Doch auch, wenn auf diesem Wege die Wahrscheinlichkeit höher ist, passende Partner mit ähnlichen Ansichten vorgeschlagen zu bekommen, sollten Sie für sich selbst eine Grenze festlegen, wie viel Sie von sich preisgeben wollen.

Außerdem steigt — je mehr Sie von sich erzählen — die Möglichkeit, Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden. Ihre persönlichen Daten und Bilder könnten von Unbefugten genutzt und von ihnen zu eigen gemacht werden. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Daten, so zum Beispiel Ihr Name oder Ihre Mail-Adresse im Netz auftauchen, kann unser Identitätsschutz Trusted Shops PLUS Identity helfen. Mit Hilfe des Identitätsschutzes können Sie das Internet und auch das Darknet rund um die Uhr nach Ihren persönlichen Daten durchsuchen lassen. Sollte der Monitor fündig werden, alarmieren wir Sie umgehend und Sie können die Daten löschen oder sperren.

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Profileinstellungen.

Je nachdem, wie viele Informationen Sie über Sich in Ihrem Profil hinterlegt haben, sollten Sie regelmäßig überprüfen, welche Daten für andere Mitglieder des Portals öffentlich sind. Einige Portale bieten an, manche Daten nur für bestimmte Nutzer anzeigen zu lassen, zum Beispiel nur nach vorheriger Autorisierung. Gerade Fotos und Hinweise zu Ihrem Stand- und Wohnort sollten Sie vor der Veröffentlichung genauer überdenken.

Achten Sie auf die Datenschutzbestimmungen.

Dating-Portale gibt es mittlerweile in einer großen Zahl. Doch nicht bei allen ist sichergestellt, dass für einen ausreichenden Schutz Ihrer Daten gesorgt ist. Bevor Sie sich bei einem Portal anmelden, sollten Sie daher die Datenschutzbestimmungen des Anbieters prüfen. Werden Ihre Daten für zusätzliche Zwecke genutzt (z. B. für Werbung des Anbieters)? Ist sichergestellt, dass Ihre Daten verschlüsselt übertragen werden? Dies können Sie zum Beispiel erkennen, indem Sie in der Adresszeile Ihres Browsers ein kleines Schloss-Symbol finden.

Wenn Sie sich unsicher sind, worauf Sie bei der Wahl des Portals achten sollten, können Prüfsiegel (z. B. TÜV) oder Ergebnisse unabhängiger Tests (wie Stiftung Warentest) Aufschluss darüber geben, wie es um den Datenschutz der Seite bestellt ist.

Was ist es Ihnen wert?

Viele der Angebote locken mit einem kostenlosen Einstiegsangebot, aber ziehen im Nachhinein doch Kosten mit sich. Dating-Apps wie Tinder oder Lovoo bieten sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Abomodelle an. Überprüfen Sie genau, welche Services Sie benötigen und wofür Sie bereit sind, Geld zu zahlen.

Auch bei der Kommunikation mit anderen Nutzern ist bei finanziellen Angelegenheiten große Vorsicht geboten. Denn auch wenn das Profil gegenüber manchmal vertrauenswürdig scheint, so kann sich dennoch häufig ein Betrüger dahinter verstecken. Schicken Sie daher niemandem Geld, den Sie nicht kennen — auch wenn er oder sie noch so glaubwürdig wirkt.

Seien Sie vorsichtig bei der Nutzung von Bildern.

Gerade beim Umgang mit realen Fotos ist äußerste Vorsicht geboten. Auch hier gilt: Geben Sie nur soviel von sich preis, wieviel Sie bereit sind zu zeigen. Überprüfen Sie, ob es gegebenenfalls sinnvoll sein kann, erst im Laufe einer Konversation weitere Bilder von sich preiszugeben. Gerade bei Fotos, die nackte Haut zeigen, sollten Sie im Hinterkopf haben, dass diese im Ernstfall in den falschen Händen landen können. Auch Fotos, die Hinweise auf Ihren genauen Wohnort geben, können für Schaden sorgen, sollten Sie an die falsche Person geraten.

Ebenfalls aufpassen sollten Sie mit Bildern, die nicht nur Sie, sondern auch andere Personen zeigen. Gerade Fotos mit Freunden, der Familie oder aber der eigenen Kinder sind sehr beliebt, um anderen Mitgliedern einen Einblick in das eigene Leben zu geben. Holen Sie sich dennoch immer vorher das Einverständnis der abgebildeten Personen. Was Sie beim Veröffentlich von Kinderfotos im Netz beachten müssen, haben wir im Rahmen unserer Safer Sunday-Reihe für Sie zusammengefasst.

 

*  Quelle: Singlebörsen-Vergleich, Der Online-Dating-Markt 2017-2018, März 2018