Sobald ich mein erstes iPhone in den Händen hielt, bin ich natürlich sofort losgezogen und habe eine Menge toller Fotos gemacht. Doch die Kapazität meines Speicherplatzes war schnell ausgereizt. Versuch es doch mal mit der iCloud“, hörte ich dann oft — so könne ich meinen Speicher und meine Bilder besser verwalten. Aber was steckt eigentlich hinter Cloud und Server Hosting?

Vorab: Was ist ein Server?

Die meisten von uns haben den Begriff sicher schon einmal irgendwo aufgeschnappt. Doch was ist das eigentlich?

Ein Server ein besonders leistungsstarker Netzwerkrechner, dessen Kapazität und Ressourcen für andere Computer zur Verfügung gestellt werden oder der Programme für diese bereitstellt. Über das Netzwerk können dann die Computer auf den Server zugreifen. Als Software dient der Server als Computerprogramm, welches mit dem Client kommuniziert und ihm den Zugang zu den bereitgestellten Daten verschafft.

Welche Server-Arten gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Servern. Einige sind zum Beispiel:

Web-Server: Hier werden Inhalte von Websites gespeichert

E-Mail-Server: Hier werden E-Mails verwaltet, gespeichert und verteilt

File-Server: Meistens Dateien, die Personen nur für sich oder alle Nutzer im Internet bereitstellen

Drucker-Server: Dient zur Verwaltung von Druckaufträgen

Ebenfalls zur Verwaltung von Daten gedacht, greifen mittlerweile viele Menschen und Unternehmen auf sogenanntes Cloud Hosting zurück.

Was ist jetzt Cloud Hosting?

Was haben Wolken eigentlich mit dem Internet zu tun?, mag der ein oder andere sich vielleicht fragen, wenn er mit dem Begriff „Cloud“ (dt. für „Wolke“) in Berührung kommt. Beim Cloud Hosting werden Daten nicht auf dem eigenen Rechner bzw. Server abgelegt, sondern auf dem System eines externen Dienstleisters. Dieses System kann als Cloud verstanden werden, in der sich deine Dateien befinden.

Der hierfür benötigte Speicherplatz wird dabei aus einem Netzwerk physikalischer Web-Server gezogen. Daher gilt: Cloud-Hosting ist weniger ein greifbares Produkt, sondern vielmehr eine Serviceleistung, die man buchen kann. Der große Vorteil: Speicherplatz-Optimierung. Denn: Ein freies iPhone bedeutet mehr Bilder für Sebastian.

Wie funktioniert das System?

Wie bereits erwähnt, lässt sich Cloud Hosting als eine Art Dienstleistung verstehen. Als Nutzer erhältst du Zugang mehr Webspace und kannst so die Leistung deines eigenen Servers optimieren. Bestes Beispiel hierfür ist das Ablegen von Fotos in der iCloud, wodurch ich auf meinem Handy mehr Speicherplatz für Musik und neue Fotos habe. Der professionelle Umgang mit Cloud-Lösungen wird vor allem dann gebucht, wenn besonders große Datenmengen abgelegt oder spezielle Applikationen für das Web gehostet werden müssen.

Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Clouds

Innerhalb des Cloud-Systems lässt sich zwischen privaten und öffentlichen Clouds unterscheiden. Private Clouds beschränken sich meist auf einen Nutzer, der anhand einer gegebenen Infrastruktur seine persönliche Cloud verwalten kann. Der Vorteil hier ist vor allem die hohe Sicherheit, da externe Nutzer keinen Zugriff auf diese Infrastruktur haben.

In einer öffentlichen Cloud haben mehrere Menschen Zugang zu dieser Infrastruktur und können auf die Leistung zurückgreifen. Die Vorteile sind hier zum einem eine hohe Skalierbarkeit (die Buchung zusätzlicher Ressourcen), welche die Speicher-Leistung optimiert. Zum anderen muss der User nur für die Leistung bezahlen, die er tatsächlich benötigt.

Was muss ich nun in Bezug auf die DSGVO beachten?

Die juristischen Rahmenbedingungen der Cloud-Anwendungen betreffen vor allem den Schutz von personenbezogenen Daten. Denn durch die neue DSGVO sind Cloud-Anbieter nun stärker in der Pflicht, den Datenschutz zu wahren. Ziel der DSGVO in diesem Aspekt ist es, den Datenschutz auf das gleiche Niveau wie das von anderen Datenverarbeitungsmitteln zu erhöhen. Das passiert, weil bisher der Nutzer verantwortlich für die Cloud ist. Aus diesem Grund verzichten auch noch viele Unternehmen auf die Vorteile der Cloud-Verwaltung.

Doch im Artikel 28 der DSGVO heißt es dazu: Wenn die Daten des Kunden entgegen seines Auftrags verarbeitet werden, trägt der Auftragsverarbeiter (Cloud-Anbieter) die Verantwortung. Bei einer Verletzung drohen Haftansprüche durch den Betroffenen. Auch Pannen oder Datenlecks müssen in Zukunft sofort gemeldet werden. Die größte Änderung besteht in einer Verpflichtung des Auftragsverarbeiters: Nach Artikel 30 der DSGVO muss dieser ein Verzeichnis über seine Verarbeitungstätigkeiten anlegen.

Fazit zu Cloud und Server Hosting

Cloud und Server Hosting bieten entscheidende Vorteile für den Verbraucher und die Leistung der eigenen Endgeräte. Im Zuge der neuen Datenschutzverordnung werden vor allem für den Verbraucher wichtige Punkte mit aufgenommen, sodass man im Fall der Fälle das Recht auf seiner Seite hat.

Übrigens: Weitere spannende Themen findest du in unserer Kategorie Safer Sunday!