Bei Schnäppchen direkt zuschlagen oder lieber erst das Kleingedruckte studieren? Beim Einkaufen im Netz sind wir unterschiedlich kritisch. Wir wissen, wie gut sich Deutsche beim Online-Shopping auskennen.

Das Angebot an unterschiedlichen Online-Shops nimmt stetig zu. Leider ist dies nicht nur Grund zur Freude, denn die Anzahl betrügerischer Shops steigt ebenso. Immer wieder hört man von der Abzocke durch illegale Fake-Shops. Wie verhalten sich die Deutschen also beim Online-Shopping und wie gut kennen sie selber sich aus?

Die „Abzocke-Erkenner“ fallen nicht auf Fake-Shops herein.

Die Abzocke-Erkenner

Gehören Sie zu den Abzocke-Erkennern, dann sind Sie stets achtsam. Sie sind sich den Gefahren des Online-Shoppings bewusst, kennen alle Warnzeichen und prüfen daher alle Shops mit gesunder Vorsicht. Danach genießen Sie die Vielfalt und stöbern fröhlich durch das Angebot.

Mit 51 Prozent gehören circa die Hälfte der Deutschen tatsächlich zu den aufgeklärten „Abzocke-Erkennern“. Sie verschaffen sich immer erst einen groben Überblick über die Seriosität eines Online-Shops und richten sich dann nach ihrer Erfahrung. Dabei laufen sie selten Gefahr, einem Fake-Shop zu erliegen.

Der „Fehler-Schnüffler“ verbringt viel Zeit mit dem Kleingedruckten.

Der Fehler-Schnüffler

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist immer besser“ — Dieses Motto ist Ihnen sicher bekannt. Der „Fehler-Schnüffler“ nimmt es aber so ernst, dass er wirklich jeden Online-Shop genau unter die Lupe nimmt. Er liest das Kleingedruckte tatsächlich komplett durch, überprüft sogar das Impressum und wird auf jede noch so kleine Schwäche aufmerksam. Schließlich ist er ja bestens über alle Sicherheits- und Qualitätsmerkmale informiert.

Das dies ordentlich Zeit kostet, versteht sich von selbst. Leider entgehen ihm dadurch so einiges an Freude beim Online-Shopping. 37 Prozent der Deutschen verhalten sich wie der „Fehler-Schnüffler“ und entlarven Betrüger. Gut die Hälfte davon gehört zu der Altersgruppe von 55 Jahren oder älter.

Der „AGB-Muffel“ kauft ohne jegliches Misstrauen online ein.

Der AGB-Muffel

Das genaue Gegenteil zu dem „Fehler-Schnüffler“ ist der so genannte „AGB-Muffel“. Zu dieser Kategorie gehören eher jüngere oder besonders online-affine Menschen, die das Internet wie ihre Westentasche kennen. Sie shoppen daher unbeschwerter. Lästige AGBs und Datenschutzbestimmungen werden maximal kurz überflogen, bevor Sie akzeptiert werden. Was soll denn schon schlimmes mit den persönlichen Daten passieren?

Zu den sorglosen „AGB-Muffeln“ zählen immerhin 7 Prozent der Deutschen. Die Hälfte davon ist zwischen 18 und 24 Jahre alt. Sie machen sich keinerlei Gedanken zur Seriosität eines Online-Shops. Dass sie sich dadurch tagtäglich in die Gefahr von Betrug, Datenmissbrauch oder Identitätsdiebstahl begeben, ist ihnen nicht bewusst oder egal.

Der „Internet-Ignorant“ kauft nur offline ein.

Der Internet-Ignorant

Der „Internet-Ignorant“ hält vom Online-Shopping rein gar nichts. Frei nach der Devise „Ich kaufe nur das, was ich sehen und anfassen kann“, vertraut er lediglich den stationären Händlern vor Ort. Die digitale Welt ist für ihn nicht nur Neuland, sondern die personifizierte Gefahr. Er hat kein Vertrauen in Online-Shops und lässt daher die Finger komplett davon. Laut der Umfrage denken ganze 10 Prozent der Deutschen so kritisch. Gut zwei Drittel davon gehören zur Alterskategorie 55 und älter.

Fazit: So gut kennen sich die Deutschen wirklich beim Online-Shopping aus

Die überwiegende Mehrheit der Befragten gehört mit 88 Prozent zu den „Abzocke-Erkennern“ und den „Fehler-Schnüfflern“. Somit sind die Meisten in der Lage, die Vertrauenswürdigkeit eines Online-Shops richtig einzuschätzen. Konkrete Sicherheitsmerkmale kennen aber nur 62 Prozent. Wir haben daher zusammengefasst, wie Sie Fake-Shops erkennen können.

Ebenso vertraut jeder Fünfte darauf, dass allein sehr gute Kundenbewertungen für einen vertrauenswürdigen Online-Shop sprechen. Aber auch dann ist Vorsicht geboten. Nicht alle Bewertungsportale prüfen die Bewertungen so umfassend wie Trusted Shops. Sie veröffentlichen daher auch manipulierte oder gefälschte Kundenstimmen. Darum haben wir für Sie zusammengefasst, wie Sie geprüfte Online-Bewertungen finden.

Quellen:

*Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.003 Personen zwischen dem 23.04.2019 und 25.04.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.