Mikro-Transaktionen begegnen uns mittlerweile häufiger denn je: In Apps, um die Werbung abzuschalten oder in Spielen, um zusätzliche Gegenstände oder eine In-Game-Währung zu erhalten. Dabei bestehen aber einige Gefahren, besonders wenn Kinder in Kontakt mit Smartphone oder Computer kommen. In diesem Artikel zeigen wir dir vier hilfreiche Tipps zu diesem Thema.

Vertraue nur auf sichere Modelle zum Bezahlen von Kleinbeträgen.

Kopfhörer an einem Smartphone

Bei Google Play lassen sich sichere Mikro-Transaktionen durchführen.

Dabei handelt es sich natürlich um Google Play und iTunes, auf dem PC zum Beispiel um Steam. Bei Apps auf Android und auf iOS sollten nur In-App-Käufe, die auch über den jeweiligen Store laufen, getätigt werden. Eigene Zahlungssysteme innerhalb der App oder gar auf einer externen Browser-Seite sind meist nicht koscher.

Sollte dir am Zahlungsablauf über ein dir unbekanntes System etwas komisch vorkommen, recherchiere am besten kurz im Internet, ob es sich hierbei um einen Betrug oder ein nicht ausreichend gesichertes System handeln könnte.

Überlege besser zweimal, ob sich der Einkauf überhaupt lohnt.

Häufig werden Erweiterungen für Spiele oder kosmetische Items wie Mützen für deinen Charakter als In-App-Kauf angeboten. Oft lohnt es sich noch einmal darüber nachzudenken, ob du wirklich bares Geld für ein virtuelles Gut ausgeben möchtest. In vielen Spielen lassen sich die meisten spiel verändernden Güter auch ohne einen Kauf freispielen.

Lese dir die Konditionen zur Rückgabe durch.

Mittlerweile wird auch bei einigen digitalen Gütern eine Rückgabe gewährt. Allerdings können bei Steam zum Beispiel nur Spiele und Erweiterungen zurückgegeben werden, die vor weniger als 14 Tagen gekauft wurden und nicht länger als zwei Stunden gespielt wurden.

Bei vielen Erweiterungen ist eine Rückgabe sogar komplett ausgeschlossen, was häufig auch an technischen Limitierungen liegt (Spiel-Daten wurden unwiderruflich durch den Kauf verändert). Dann ist beim Kauf besondere Vorsicht geboten.

Frau mit Smartphone im Büro

Bei iTunes können auch In-App-Käufe zurückerstattet werden – häufig aber nur einmalig, da Apple bei zukünftigen In-App-Käufen dann eine Meldung anzeigt, dass du auf dein Widerrufsrecht verzichtest.

Achte auf deine Kinder und baue eine Kindersicherung ein.

Kinder können durch wenige Klicks kosten verursachen, häufig dadurch verleitet, dass sie in einem Spiel nur mit einem bestimmten Inhalt weiter kommen, den sie entweder langwierig freispielen müssen oder für wenig Geld kaufen können. Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, ist die Internetverbindung zu unterbrechen, wenn Kinder das Tablet oder den PC benutzen. Viele Applikationen sind dann aber gar nicht mehr benutzbar, weshalb das nicht in allen Fällen eine sinnvolle Möglichkeit ist.

Eine Kindersicherung ist die beste Möglichkeit, Einkäufe deiner Kinder zu verhindern. Am einfachsten ist hierzu, eine Passwortabfrage für jeden Kauf zu aktivieren. Das Passwort solltest du deinen Kindern dann natürlich nicht verraten. Du kannst aber auch komplette Apps sperren, damit niemand außer dir Zugriff auf diese hat. Das empfiehlt sich bei auch jugendfreien Inhalten. Beide Methoden lassen sich unter Android und iOS anwenden.

Fazit: Böse Überraschungen vermeidet man mit Aufmerksamkeit

Besonders wenn Kinder im Spiel sind können Mikro-Transaktionen eine große Gefahr für deinen Geldbeutel sein. Deshalb solltest du selber gut aufpassen, dein Gerät vor ungewollten Käufen schützen und deine Kinder aufklären, was im schlimmsten Fall alles passieren könnte.