Eine der Hype-Diäten in diesem Jahr nennt sich Paleo. Aber wie fortschrittlich kann Ernährung sein, die sich an den kulinarischen Gegebenheiten der Steinzeit orientiert und was gibt es dabei zu beachten?

Paleo, abgeleitet von Paläolithikum (Altsteinzeit), und daher auch oft „Steinzeiternährung“ genannt, klingt im ersten Moment seltsam. Wenn man sich aber ansieht, welche Lebensmittel bei Paleo im Vordergrund stehen, wirkt das mit der Steinzeit zumindest nachvollziehbar. Auf dem Ernährungsplan stehen nämlich hauptsächlich Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch und Nüsse. Also alles, was auch bereits in der Steinzeit verfügbar war und nicht erst durch industrielle Verarbeitung entstanden ist. No-Gos bei Paleo sind Getreide, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zucker, stark verarbeitete pflanzliche Fette und alle künstlichen Zusatzstoffe.

Bestandteile der Paleo-Ernährung

Gemüse

Reichlich Gemüse ist die Grundlage von Paleo. Und das in allen Farben und Variationen. Ein guter Anlass auch mal neue Gemüsesorten auszuprobieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit Fenchel oder Sellerie? Tipp: Bei reformhaus.de gibt es tolle Rezepte 

Fleisch

Fleisch in bester Qualität liefert wertvolle Proteine und Vitamine. Deswegen sollte man sich immer informieren, bevor es auf dem Teller landet. Öfter mal auf das Supermarkt-Steak verzichten und lieber beim Händler des Vertrauens kaufen.

Fisch und  Meeresfrüchte

Fisch und Meeresfrüchte sind wichtige Eiweißlieferanten und reich an Omega-3 Fettsäuren. Achten Sie hier unbedingt auf Nachhaltigkeit beim Fischfang.

Eier

Eier sind ebenfalls ein wichtiger Nährstofflieferant,  besitzen gute Fette, Proteine und sogar Vitamine. Außerdem machen sie lange satt. Mein Tipp: Avocado halbieren und in die Kernkerbe ein Ei schlagen, ab in den Ofen, bis das Ei gerinnt und mit Salz und Pfeffer würzen.

Obst

Obst ist ein toller Nährstoff- und Energielieferant, doch enthält auch viel Zucker. Statt auf Äpfel oder Bananen lieber mal auf Brombeeren oder Grapefruit zurückgreifen.

Nüsse & Samen

Nüsse und Samen sind richtige Energiebomben. Orientieren Sie sich bei der täglichen Dosis an einer handvoll. Entweder zwischendurch als Snack oder als knusprig-geröstetes Topping über einen bunten Salat.
Der Nuss-Spezialist im Netz: kern-energie.com

Gesunde Öle & Fette

Zu den wichtigen Fetten gehören zum Beispiel: geklärte Butter und kaltgepresste Öle. Olivenöl, Kokosöl und Avocado-Öl gehören zu den gesunden Energielieferanten und sind ein wichtiger Bestandteil der Paleo-Ernährung.

Kräuter & Gewürze

Kräuter und Gewürze peppen jedes Gericht auf. Benutzen Sie immer frische Kräuter, sie sind reich an Vitaminen. Experimentieren und kombinieren Sie Kräuter und Gewürze für Marinaden und Dressings.

Getränke ohne Zucker & Zusatzstoffe

Viel Wasser, ungesüßten Tee oder Kokoswasser. Auch Gemüsesäfte sind erlaubt. Der Kaffeekonsum sollte eingeschränkt werden. Tipp: Grüner Tee macht auch fit, zum Beispiel von TaTeeTata.de

Darauf wird bei Paleo verzichtet

  • Zucker
  • Getreide
  • Milchprodukte
  • Pflanzenfett
  • Jede Art von Fertiggerichten

Paleo-Ernährung im Alltag

Paleo ist ein toller Ansatz, frischer und gesünder zu kochen und seine Ernährung zu verbessern. Wer aber kein Fan von Verboten auf dem Einkaufszettel ist, kann einfach Samen, Nüsse, Kräuter und gesunde Öle und Fette beim Kochen verwenden und beim Einkauf auf Qualität achten.
Paleo im vollen Umfang ausprobieren kann man zum Beispiel mit einer 10-Tage-Challenge. In dieser Zeit sollte man auf Zucker, Getreide, Milchprodukte, Pflanzenfette und natürlich Fertigprodukte verzichten und die Bestandteile von Paleo voll in seinen Alltag integrieren.

Wie stehen Sie zu gesunder Ernährung und wie gut gelingt es Ihnen, diese auch im stressigen Alltag zu leben? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!