Schneller Login, gespeicherte Daten, Push-Nachrichten, einfache Sendungsverfolgung: Apps sind bequem und vereinfachen das Online-Shopping. Allerdings bleibt die App dauerhaft auf dem Smartphone und kann Berechtigungen anfragen, Daten im Hintergrund verarbeiten und mittels Push-Nachrichten zum Kauf anstoßen.
Stammt die App aus einem offiziellen App-Store und vom Anbieter selbst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese sicher ist, hoch. Sie sollte jedoch regelmäßig aktualisiert werden. Eine App kann Logins vereinfachen, Bestellungen bündeln und Sicherheitsmeldungen zeitnah anzeigen.
Bei einmaligen Käufen empfiehlt sich der Weg über den Browser. Der Vorteil: Es wird keine App installiert, die später Push-Nachrichten sendet oder Zugriff auf Smartphone-Funktionen anfragen kann.
Die App macht Sinn, wenn der Shop regelmäßig genutzt wird.
Die Vorteile:
Grundsätzlich stellen Apps eine größere Nähe zwischen Shop und Shopper her als eine Website. Sie zeigen Neuigkeiten an und können je nach Berechtigung Standort, Kamera oder Dateien anfragen.
Die Kehrseite: Eine britische Untersuchung der Verbraucherorganisation Which? und des Cybersicherheitsunternehmens Hexiosec deckte 2025 auf, dass viele beliebte Apps umfangreiche Berechtigungen anfragen. Darunter Standortdaten, Dateien und Smartphone-Funktionen. In der Kritik standen vor allem Zugriffe auf den Standort oder Mikrofonfunktionen.
Fazit: Der Nutzen jeder Berechtigung sollte klar zu erkennen sein.
Nach der Installation empfiehlt sich ein kurzer Blick auf die Smartphone-Einstellungen. Hier lassen sich Berechtigungen einschränken und Benachrichtigungen ausschalten.
Beides. Eine Push-Nachricht zur Zustellung ist praktisch. Eine Warnung zu einem Login oder einer Rückerstattung ebenfalls.
Push-Nachrichten sollten keinen Druck erzeugen. Beispiele sind Hinweise wie “Nur heute“, “fast ausverkauft“, “letzte Chance“, “Preis fällt nur kurz“. Der Hintergrund: Wer mehrfach am Tag Kaufreize erhält, kauft schneller und hinterfragt weniger.
Eine App verknüpft in der Regel deutlich mehr Informationen dauerhaft miteinander: Angaben zum Gerät, zur Anzahl der Logins, zur Nutzung, ggf. zum Standort, Reaktionen auf Nachrichten sowie die Bestellhistorie.
Gut zu wissen: Eine 2026 veröffentlichte Studie fand bei vielen Apps Lücken zwischen den Angaben im Google-Play-Datensicherheitsbereich und den eigentlichen Datenschutzrichtlinien.
Der Kauf über den Browser setzt keine Installation und keine Berechtigungen voraus. Allerdings: Auch Websites tracken, setzen Cookies und erzeugen Nutzerprofile.
Der Kauf über den Browser ist sinnvoll bei:
Wichtig: Vor Fake-Shops oder Datenklau schützt auch der Browser nicht.
Empfohlen wird ein kurzer Check wie folgt:
Eine App ersetzt keine Shop-Prüfung. Gütesiegel, echte Bewertungen, klare Rückgaberegeln und Käuferschutz können Hinweise darauf geben, ob ein Shop vertrauenswürdig ist, unabhängig davon, ob der Kauf über eine App oder im Browser erfolgt.