Ein Alltag ohne die Kommunikation über einen Messenger? Mittlerweile fast undenkbar. Neben Textnachrichten werden fleißig Fotos, Videos oder Sprachnachrichten ausgetauscht. Sicher ist WhatsApp auch bei Ihnen der beliebteste Dauerbrenner. Mit Blick auf die immer wieder aufkommende Kritik an der App stellen wir Ihnen die wichtigsten Kriterien für sichere Messenger vor!

Messenger gehören zu den am häufigsten verwendeten Diensten auf dem Smartphone. Aber wissen Sie eigentlich, wie sicher die Kommunikation mit Ihrem bevorzugten Messenger ist? In Zeiten, in denen jeder vernetzt und erreichbar sein will, sollte der Schutz Ihrer Daten nicht zu kurz kommen. Was an WhatsApp konkret kritisiert wird, fassen wir für Sie kurz zusammen.

Kritik an WhatsApp: Datentausch mit Facebook

Als Facebook WhatsApp 2014 aufkaufte, sollten die gesammelten Nutzerdaten beider Unternehmen nicht zusammengeführt werden. Mittlerweile hat WhatsApp seine Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung dahingehend geändert. Ihre Account-Informationen können nun innerhalb aller Unternehmen der Facebook-Gruppe weitergegeben werden.

Zum einen fallen darunter Informationen, wie Ihr Profilname, Ihr Profilbild und Ihre Handynummer. Interessant sind auch die sogenannten Metadaten, also mit wem Sie kommunizieren, wann und wie oft Sie dies tun, in welchen WhatsApp-Gruppen Sie sind und mit welchen Geräten die App wo genutzt wird.

Das Prekäre ist, dass Facebook nun auch an Daten von Personen kommt, die bislang dort keinen Account hatten. Wenn Sie also bisher Ihre Telefonnummer nicht bei Facebook angeben wollten, könnte WhatsApp diese nun weitergeben. Die zusätzlichen Informationen nutzt Facebook dann dazu, personalisierte Werbung weiter zu optimieren.

Sollten Sie WhatsApp nun nicht mehr nutzen wollen, müssen Sie darauf achten, Ihren Account vor der Deinstallation auch zu löschen. Nur dann werden Ihre persönlichen Informationen vollständig gelöscht.

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Kriterien für sichere Messenger 

Zum Glück gibt es einige alternative Messenger, bei denen die Sicherheit im Vordergrund steht. Sie versichern, keine Nachrichteninhalte und Daten zu Werbezwecken zu nutzen oder an andere Unternehmen weiterzugeben. Zu diesen zählen zum Beispiel Hoccer, WickrThreema, Wire, Signal oder Telegram. Welche App für Ihre Zwecke geeignet ist, finden Sie am besten selber heraus. Doch was macht einen sicheren Messenger überhaupt aus?

Verschlüsselung der Nachrichten 

Ihre Chats sollten mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versendet werden, damit für Privatsphäre gesorgt ist. Darunter versteht man die Sicherung Ihrer übertragenen Daten nach einer Art Schlüssel-Schloss-Prinzip. Die Nachricht des Absenders ist mit einem Schloss versehen und kann nur vom Schlüssel des gewünschten Empfängers geöffnet werden.

Standort des Anbieters 

Überprüfen Sie, aus welchem Land der Anbieter des Messengers stammt. Da Datenschutzgesetze unterschiedlich streng sind, sollten Sie Messenger nutzen, die europäische oder deutsche Server für die Speicherung Ihrer Daten nutzen.

AGB und Datenschutzbedingungen

Lesen Sie die allgemeinen Geschäfts- und Datenschutzbedingungen. Dort finden Sie Informationen darüber, welche Daten von Ihnen erforderlich sind und ob Ihre Daten für Werbezwecke genutzt oder verkauft werden. Bei anonym nutzbaren Messengern müssen Sie keine sensiblen Daten, wie E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Namen angeben.

Regelmäßige Updates

Stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßig Updates Ihrer App installieren. So sind Sie nicht nur mit den neuesten Funktionen versorgt, sondern auch vor Sicherheitslücken geschützt. Auch Ihr Betriebssystem sollte auf dem neuesten Stand sein.

Die Auswahl an Multi-Messengern ist groß und viele bieten nahezu die gleichen Funktionen an wie WhatsApp — manche sogar mehr. Es lohnt sich daher, sich mit sicheren Nachrichtendiensten zu beschäftigen und seine Kontakte zu sicheren Messengern einzuladen.