Was haben Facebook, Twitter, Netflix, eBay, PayPal, Online-Banking, E-Mail gemeinsam? Sie alle setzen Passwörter voraus mit denen sich die Nutzer einloggen und für den Dienst im Grunde „ausweisen“ können.

Nach Angriffen Paypal und Co. fragen sich immer wieder Verbraucher: Was ist denn nun eigentlich ein „sicheres“ Passwort? Wir geben praktische Tipps, wie du dir ein sicheres Passwort wählst und es dir trotzdem merken kannst.

So legst du ein sicheres Passwort fest

Die meisten Dienste machen ohnehin schon eigene Vorschriften zur Sicherheitsstärke eines Passworts. Häufige Vorgaben sind Zeichenlängen, das Verwenden von Groß- und Kleinschreibung sowie die Verwendung (bestimmter) Sonderzeichen.

Idealerweise sollte dein Passwort folgende Elemente beinhalten:

  • mindestens 8 Zeichen lang
  • Groß- und Kleinbuchstaben kombinieren
  • Zahlen einbauen
  • Sonderzeichen einsetzen

 

Viele Passwort-Vorgaben und trotzdem gut zu merken

Die Vorgaben zu einem sicheren Passwort können auf den ersten Blick erschrecken. Aber mit einem einfachen Trick kannst du dir das Passwort gut merken – nutze einfach einen Satz, den du dir gut merken kannst und leite das Passwort anhand der Anfangsbuchstaben ab.

Moritz hat 2 Kinder, außerdem 1 Hund & 2 Katzen.

Daraus würde sich folgendes Passwort ableiten lassen: Mh2K,a1H&2K. – schwer zu erraten und leicht zu merken für dich, oder?

Tipps zum Umgang mit deinem Passwort

Wenn du über viele Accounts verfügst, beispielsweise in Online-Shops, sozialen Netzwerken und Banken, finden sich dort meist sehr sensible Daten. Berücksichtige am Besten folgende Tipps!

  1. Passwörter werden nicht aufgeschrieben
    Ein Passwort sollte niemals auf Papier geschrieben oder, noch schlimmer, auf den Rechner oder den Bildschirm geklebt werden.
  2. Speichere Passwörter nicht unverschlüsselt auf der Festplatte ab
    Nutze stattdessen eine Passwort-App beispielsweise den „MobileSitter“ des Fraunhofer Instituts oder die beliebte App „One Password„.
  3. Behalten das Passwort für dich
    Keine Bank oder anderes seriöses Unternehmen wird dich dazu auffordern deine Login-Daten preiszugeben.
  4. Lege bei Sicherheitsfragen Antworten fest, die wirklich nur du wissen kannst
    Überlege dabei, was man über soziale Netzwerke schnell rausfinden kann.
  5. Wähle als Passwort keine Namen oder Wörter
    Dazu zählen auch Wörter, die rückwärts oder aus anderen Sprachen genutzt wurden! Insbesondere das Passwort „Password“ zählt zu den beliebtesten Passwörtern.
  6. Lege überall ein anderes Passwort fest
    Jeder Dienst sollte ein eigenes Passwort bekommen. So kannst du im Falle des Verlusts eines Passworts den Schaden und den Aufwand für das Ändern der Zugangsdaten gering hälst.