Im ersten Teil unserer Artikelreihe habe ich dir erklärt, was Identitätsdiebstahl bedeutet und welche Folgen er haben kann. In diesem Teil zeige ich dir acht Tipps, die dir helfen dich vor Identitätsdiebstahl im Netz zu schützen.

Damit du dich gar nicht erst mit möglichen Folgen auseinandersetzten musst, gibt es eine Reihe von Dingen, die du tun kannst um es Datendieben so schwer wie möglich zu machen.

Acht Tipps zum Schutz vor Datendieben

Auch, wenn es keine hundertprozentige Sicherheit vor dem Diebstahl persönlicher Daten gibt kannst du einiges unternehmen um deine Daten besser zu schützen. Denn Hand auf’s Herz: Wer von euch hat wirklich für jede Website ein eigenes Passwort?

Nutze individuelle Passwörter für jeden Dienst

Wir alle haben unzählige Accounts bei Online-Diensten und wer weiß schon, ob die wirklich immer sicher mit unseren Daten umgehen. Daher ist es sinnvoll für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu wählen. Was ein gutes Passwort ausmacht, habe ich euch in diesem Artikel bereits zusammengestellt.

Damit man in der Flut von Zugängen den Überblick behält gibt es sogenannte Passwort-Manager. In diesen werden alle Passwörter und Zugänge gespeichert und man erhält nur mit einem „Masterpasswort“ Zugriff auf die Daten.

Beantworte persönliche Sicherheitsfragen

Bei vielen Diensten kann man zur zusätzlichen Sicherheit sogenannte Sicherheitsfragen beantworten. Hier sollten die Fragen gewählt werden, deren Antworten man nicht mit einer kurzen Recherche bei Google über dich herausfinden kann. Fragen nach dem ersten Job oder der Schule auf der man war lassen sich oft leicht herausfinden. Der erste Urlaubsort an den man sich erinnern kann, ist da normalerweise schon schwerer.

Keine Anhänge von unbekannten öffnen

Überprüfe vor dem Öffnen von Dateianhängen genau, ob du den Absender der E-Mail kennst und du von ihm eine Datei erwartest. Urlaubsfotos von Freunden sind kein Problem, wenn plötzlich eine E-Mail von einem Anwalt mit einem angeblichen Mahnbescheid kommt, ist Vorsicht geboten. In solchen E-Mails muss immer eine Telefonnummer stehen – im Zweifel lieber einmal beim Absender anrufen bevor ein Anhang geöffnet wird.

Installiere eine aktuelle Anti-Viren-Software

Schadsoftware auf dem eigenen Rechner, die Daten ausspähen möchte, kannst du am Besten mit einer aktuellen Antiviren-Software beikommen. Es gibt kostenlose Programme, die hier schon einen guten Schutz bieten. Besonders Windows-Nutzer sollten hier aktiv werden und zumindest eine kostenlose Version eines Antiviren-Programms installieren. Diese Software sucht automatisch nach Trojanern und Viren, die deinen Rechner befallen haben könnten oder sich beispielsweise in Dateianhängen von Spam-E-Mails verstecken können.

Halte dein Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand

Regelmäßige System-Updates helfen klaffende Sicherheitslücken im Betriebssystem und der darauf installierten Software zu schließen. Sowohl Apple als auch Microsoft lauschen mittlerweile in recht kurzen Abständen Sicherheitsupdates. Diese sind nicht zu unterschätzen und sollten auf jeden Fall zeitnah installiert werden.

Überprüfe Freundschaftsanfragen genau

Wir sind fast alle in irgendwelchen sozialen Netzwerken aktiv. Immer wieder bekommt man dort Freundschaftsanfragen von „Personen“ die man gar nicht kennt. Dahinter können sich automatisierte Programme verstecken, die systematisch Freundschaftsanfragen verschicken um von den betreffenden Personen weitere persönliche Daten abzugreifen.

Melde dich ab, wenn du einen öffentlichen Rechner nutzt

Nutzt du Dienste wie Facebook, Amazon und co an einem öffentlichen Rechner – beispielsweise in der Uni, im Büro oder einem InternetCafé im Urlaub – solltest du dich unbedingt wieder abmelden wenn du fertig bist. Auf diese Weise kannst du verhindern, dass jemand anderes der diesen Rechner nach dir nutzt, deine Zugänge verwendet.

Nutze die Sicherheitsmechanismen der Online-Dienste

Viele Online-Dienste bieten mittlerweile eine sogenannte Zwei-Faktor-Autorisierung an. Bei Apple beispielsweise kannst du dich dann nur noch anmelden, wenn du einen Code eingibst, der dir beim Login-Versuch auf einem anderen Gerät angezeigt wird – bespielweise auf deinem iPhone. Auch Google, Twitter, Facebook, WhatsApp, Dropbox und PayPal bieten eine solche Einstellung an.

Gehe sparsam mit deinen Daten um 

Bei allen Sicherheitsvorkehrungen solltest du gleichzeitig so sparsam wie möglich mit deinen eigenen Daten umgehen. Gib beispielsweise in Online-Shops nur die Daten an, die wirklich für die Bearbeitung deiner Bestellung notwendig sind. Je weniger Daten von dir in Umlauf sind, desto weniger Daten von dir können auch abgegriffen werden.

Im letzten Teil unserer Reihe zeigen wir dir, wie du den Diebstahl deiner Daten bemerken kannst und was zu tun ist, wenn du Opfer von Datendiebstahl geworden bist.