Ob am PC zu Hause, unterwegs mit dem Smartphone oder über intelligente Geräte wie Alexa und Co.: Wir alle sind täglich online. Aber wie die Inhalte auf unsere Bildschirme kommen, bleibt meist nur eine abstrakte Idee. Doch was konkret ist eigentlich das Internet — und wie funktioniert es? Wir zeigen Ihnen, was dahinter steckt.

Es ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken — das Internet. 84 % aller Deutschen sind online. Die Anzahl derer, die im Netz unterwegs sind, nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu. Der durchschnittliche Deutsche verbringt 196 Minuten täglich im Internet. Dabei liest und beantwortet er am häufigsten seine E-Mails. Aber auch beim Recherchieren von Informationen, zum Beispiel über die Nutzung einer Suchmaschine oder beim Online-Shopping ist das Internet fester Bestandteil des täglichen Lebens geworden.*

Erinnern Sie sich noch, wann Sie das erste Mal mit dem Internet in Berührung gekommen sind? Für viele war der Zugang zum Netz „einfach da“ — der Prozess, bis das Netz allgegenwärtig wurde, verlief eher unbewusst und schleichend. Doch so selbstverständlich die Nutzung des Internets heutzutage geworden ist, so unklar ist den meisten, was sich hinter dem Begriff Internet konkret verbirgt. Noch diffuser wird es für die meisten, wenn man nach den technischen Prozessen fragt, die hinter einer Google-Suche oder einer digitalen Einkaufstour stecken. Wir wollen deshalb einen Blick auf die Hintergründe des WWW werfen.

Was bedeutet eigentlich Internet?

Der Begriff „Internet“ ist kurz für „Interconnected Network“, was sich grob in „untereinander verbundenes Netzwerk“ übersetzen lässt. Beim Internet wird zwischen (Inter) verschiedenen Rechnernetzwerken ein Netz (net) gesponnen, das die gesamte Welt miteinander verknüpft — quasi eine Art übergeordnetes Netzwerk, das aus vielen kleineren miteinander verbundenen Netzwerken besteht. Über dieses Netzwerk können verschiedene Dienste genutzt werden. Die für uns am wichtigsten Dienste sind vermutlich die Kommunikation via E-Mail und das WWW (World Wide Web, deutsch: Weltweites Netz). Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die Nutzung des WWW auch als „im Internet surfen“ bezeichnet und häufig sogar synonym für den Begriff „Internet“ genutzt.

Eine Zeitreise: Die Geschichte des Internets

Doch lassen Sie uns ein paar Jahre in die Vergangenheit reisen. Bereits in den 60er Jahren wurden erste Forschungen zum Internet angestellt — damals allerdings noch mit einem anderen Hintergrund. Ursprünglich war das Internet zur Vernetzung von Universitätsnetzwerken gedacht. Das Netzwerk sollte dem schnelleren Austausch von Daten und Informationen unter Kollegen dienen und war vorerst ausschließlich für die akademische Kommunikation vorgesehen.

Zur kommerziellen Nutzung wurde das Internet erst Jahre später, nämlich Anfang der 90er Jahre, freigegeben. Ende 1990 hatte das WWW mit der Veröffentlichung der allerersten Webseite seine Geburtsstunde. Diese Seite, die rein aus erklärenden Textinhalten besteht, ist übrigens noch heute online und kann von jedem Nutzer besucht werden.

Doch der große Durchbruch blieb vorerst aus. Für Privatkunden wurde die Nutzung des Internets erst Mitte der Neunziger ein relevantes Thema, als in Deutschland die Angebote für den privaten Haushalt immer erschwinglicher wurden. Vielleicht erinnern Sie sich noch an das schrille und laute Einwahlgeräusch, das die ersten Modems von sich gaben, wenn sie sich ins Netz einwählten?

Im letzten Jahrzehnt hat sich das Internet mit der Entwicklung zum Web 2.0 mehr und mehr gewandelt. Während Nutzer anfangs eher passiv im Netz unterwegs waren und Inhalte nur konsumierten, wird es durch soziale Netzwerke immer einfacher, selbst zum aktiven Mitgestalter zu werden und (eigene) Inhalte über das Internet zu verbreiten. Mittlerweile findet das Internet nicht nur am Rechner zuhause statt, sondern ist allgegenwärtig: mit Blick auf das Smartphone im Bus oder in der Straßenbahn, beim Bezahlen im Supermarkt oder in den eigenen, intelligenten vier Wänden, dem Smart Home.

Eine Menge Technik: Die Infrastuktur des Internets

Was geschieht denn nun also, wenn Sie das Internet „betreten“? Welche Technik arbeitet dahinter? Nehmen wir an, Sie setzen sich mit Ihrem Tablet auf die Couch und möchten ein wenig in unserem Blog schmökern. Dafür rufen Sie die Seite „https://www.trustedshops.de/blog“ auf.

Hinter der Domain „trustedshops.de“, also quasi dem Namen der Website, verbirgt sich eine konkrete IP — eine eindeutige Nummer, die bestimmt, auf welchem Server, also auf welchem Ort sich der Inhalt der aufgerufenen Seite befindet. Sobald Sie die Entertaste gedrückt haben, wird Ihre Anfrage inkl. der Website-IP an Ihren Router übermittelt. Ihr Tablet, von dem Sie die Anfrage losgeschickt haben, besitzt ebenfalls eine eindeutige IP, die zusätzlich an den Router übermittelt wird. So kann ermittelt werden, an welches Endgerät das Datenpaket geschickt werden bzw. wo der Inhalt dargestellt werden soll.

Der Router sorgt dafür, dass sich Ihr privates Netzwerk (LAN) mit dem globalen Netzwerk (WAN) verbindet und weist den Datenpaketen den richtigen Weg. Heutzutage ist unter „Router“ umgangssprachlich eine Kombination aus einem Router und einem Modem zu verstehen, also das Endgerät, das Sie per Kabel mit dem Internetanschluss in Ihrem Haus verbinden. Das Modem gibt es also immer noch, nur der unangenehme Einwahlton ist mittlerweile verstummt.

Für diese Verbindung zum globalen Netzwerk sorgen verschiedene Internetanbieter. Diese Anbieter, die auch Provider genannt werden, müssen die Datenpakete ja aber auch irgendwoher bekommen. Dafür verbinden sie sich mit sogenannten Internetknoten. Die Verbindung zum Internetknoten erfolgt dabei über Glasfaserkabel. Der größte Internet-Knoten steht übrigens in Deutschland, genauer gesagt in Frankfurt am Main. Während der Anfänge des Internets mussten alle Anfragen zum Internetknoten in die USA geschickt werden, was die langen Ladezeiten erklärt. Mittlerweile geht es unter anderem aufgrund der kürzeren Wege natürlich deutlich schneller. Die Gesamtzahl aller Internetknoten der Welt bildet das Internet.

Wie funktioniert WLAN?

Vorbei ist die Zeit, in der man erst einmal über das Netzkabel stolpern musste, um ins Netz zu kommen —  denn mittlerweile funktioniert das Internet natürlich auch ohne Kabelsalat. Dafür sorgt zu Hause und auch unterwegs zumeist der Internetservice via WLAN. Die Abkürzung WLAN steht für Wireless Local Area Network und beschreibt wortwörtlich ein lokales Netzwerk, das ganz ohne Kabel auskommt.

Die Internetverbindung wird dabei per Kabel vom Internetanschluss an den Router übertragen. Diese Verbindung wird per Funk auf einer bestimmten Frequenz an das gewünschte Endgerät weitergereicht. Deshalb funktioniert WLAN auch nur über eine bestimmte Reichweite.

Ausblick: Was bringt die Zukunft?

So schnell sich das Internet in den letzten Jahren verändert hat, so schnell wird es sich vermutlich auch weiterhin entwickeln. Eines der großen Themen der nächsten Jahre wird in Deutschland der Ausbau des Glasfaser-Internets sein. Aktuell sind nur sechs Prozent aller Internetanschlüsse bis in den Haushalt über Glasfaserkabel angebunden, aktuell meist noch Funk oder Kupferkabel. Im EU-Vergleich hinkt Deutschland an dieser Stelle noch sehr hinterher. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes können immer schnellere Übertragungsraten erzielt werden — das Internet wird also schneller. Bei Anbietern wie dem zertifizierten Shop deutsche-glasfaser.de können Sie sich über die private Aufrüstung Ihres Haushalts via Glasfaser informieren.

Und auch das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) wird in den nächsten Jahren mehr und mehr ausgebaut werden. Immer mehr physische Gegenstände wie zum Beispiel Waschmaschinen und Kühlschränke, aber auch Autos, werden über die Vernetzung mit neuen, intelligenten Funktionen ausgestattet werden.

Wie sich das Internet auch entwickeln mag, eines ist jedenfalls sicher: Das Internet wird immer wieder mit neuen und aufregenden Neuheiten überraschen.

* Quellen:

  • Initiative D21, Januar 2019
  • ARD & ZDF, Oktober 2018
  • BVDW & DCORE, Februar 2018