10 Tipps für Ihre Datensicherheit 

Im Internet lauern viele Gefahrenquellen – ob als Privatperson, im Büro oder im Home Office. Mit unseren Datenschutz- und IT-Tipps sind Sie auf der sicheren Seite.

© Tero Vesalainen/Shutterstock.com

Ein Großteil unseres Alltags findet im Internet statt. Sei es im Büro, im Home Office oder auch ganz privat, das Internet hat inzwischen Einfluss auf jeden Bereich unseres Lebens. Doch leider lauern im Internet auch einige Gefahren, die es zu kennen und zu vermeiden gilt. Mit unseren 10 Tipps für mehr Datensicherheit können Sie sich bestmöglich vor den häufigsten Gefahren des Internets schützen – und auch online sicher unterwegs sein. 

Tipp 1: Komplexe Passwörter und Passwort-Manager 

Für mehr Datensicherheit ist es wichtig, dass Sie möglichst komplexe Passwörter verwenden. Diese sollten sich aus Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung gemischt), Zahlen und Sonderzeichen zusammensetzen. Am besten sind wild durcheinandergewürfelte Zeichenreihen, die keinen logischen Sinn ergeben und dementsprechend auch nicht einfach erraten werden können. Speichern Sie außerdem niemals Ihre Passwörter im Browser – nutzen Sie stattdessen einen sicheren Passwort-Manager! Warum es gefährlich sein kann, Passwörter im Browser zu speichern, haben wir in diesem Beitrag genauer erläutert. 

Tipp 2: Halten Sie Geräte und Software up to date 

Für Ihre Internetsicherheit sollten Sie darauf achten, dass sowohl das Gerät als auch die verwendete Software stets auf dem neusten Stand sind. Wenn ein Update verfügbar ist, sollten Sie dieses so schnell wie möglich installieren. Viele Hersteller*innen bringen regelmäßige Sicherheitsupdates heraus, die auch bei neuen Bedrohungen einen effektiven Schutz bieten. Besonders wichtig ist es, das Betriebssystem aktuell zu halten – denn ein Großteil aller Bedrohungen wird durch den Computer direkt abgewehrt. Aber auch den Browser sollten Sie regelmäßig updaten, um weiterhin die bestmögliche Datensicherheit zu bieten. Tipps zum sicheren Umgang mit dem Browser können Sie diesem Beitrag entnehmen. 

Tipp 3: Virenschutz, Firewall etc. installieren 

Um den Computer vor Fremdzugriff, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen im Internet zu schützen, ist ein gutes Virenschutzprogramm mit einer sicheren Firewall eine der Hauptvoraussetzungen. Die Auswahl ist groß – vergleichen Sie die Anbieter, damit Sie einen Virenschutz finden, der zu Ihren Anforderungen passt. Übrigens: Auch Virenschutz und Firewall müssen Sie regelmäßig aktualisieren, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Die Hersteller*innen reagieren meist rasch auf neuartige Bedrohungen und implementieren entsprechende Sicherheitsvorkehrungen in ihren Programmen. Damit Sie davon profitieren, sollten Sie neue Updates zeitnah durchführen. Weitere Informationen dazu, was Malware überhaupt ist und wie Sie sich vor Trojanern, Viren und anderen Bedrohungen schützen können, erhalten Sie hier.  

Tipp 4: Digitalkompetenz trainieren und Wissen auffrischen 

Die technische Welt entwickelt sich schnell weiter. Und damit leider auch der Missbrauch neuer Technik durch Kriminelle. Hier Schritt zu halten, ist eine echte Herausforderung. Dennoch sollten Sie sich regelmäßig über neue Bedrohungen, Betrugsmaschen und ähnliches informieren, um auf dem neusten Stand zu sein und schnell reagieren zu können, wenn der Ernstfall eintritt. Die Möglichkeiten sind vielfältig: In speziellen Kursen können Sie Ihre digitale Kompetenz schulen lassen, für technische Neuigkeiten sind auch IT-Blogs rund um Datensicherheit wie z. B. heise online eine gute Quelle. 

Tipp 5: Vorsicht mit sensiblen Daten 

Bei jedem Schritt im Internet hinterlassen Sie gleichzeitig auch Daten – egal ob Suchmaschine, soziale Medien oder beim Online-Shopping. Gerade sensible Daten, zum Beispiel Adresse, Geburtsdatum oder Telefonnummer, sollten jedoch nur in absoluten Ausnahmefällen preisgegeben werden. Achten Sie darauf, Ihre persönlichen Daten nur dann weiterzugeben, wenn es sich um eine verschlüsselte Verbindung handelt. So lassen sich Ihre sensiblen Daten bestmöglich schützen. Detailliertere Informationen zum Schutz persönlicher Daten erhalten Sie in diesem Beitrag.  

Tipp 6: Bildschirm sperren und Computer nicht mit anderen teilen 

Sie können noch so geschult in digitaler Kompetenz und Datensicherheit sein – wenn Sie Ihren Computer mit anderen Nutzer*innen teilen, besteht immer ein unkalkulierbares Risiko für Sicherheitslücken. Achten Sie daher darauf, den Computer nur dann mit anderen Menschen zu teilen, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt. Verlassen Sie den Arbeitsplatz, sperren Sie vorher den Bildschirm, um vor neugierigen Blick oder Datenmissbrauch geschützt zu sein. Das gilt natürlich insbesondere bei öffentlichen Computern, zum Beispiel in Bibliotheken oder Internet-Cafés. Hier sollten Sie auch ganz besonders darauf achten, keine sensiblen Daten zu öffnen! 

Tipp 7: Zwei-Faktor Authentifizierung nutzen 

Viele Plattformen bieten eine Mehr-Faktor-Authentifizierung an. Beim Online-Banking ist diese inzwischen sogar verpflichtend. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung handelt es sich um eine doppelte Sicherheitsmaßnahme: Sie geben zum Log-In nicht mehr nur Ihr Passwort ein, sondern müssen sich auch über ein externes Gerät verifizieren – zum Beispiel durch eine PIN, die an Ihr Smartphone gesendet wird und im Anschluss im Browser eingetippt werden muss. Da jeder, der Zugriff auf Ihren Account haben möchte, sowohl über Passwort als auch PIN-Gerät verfügen muss, geht mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung ein deutlich höherer Schutz einher.  

Tipp 8: Vorsicht bei Spam-Mails 

Phishing-Mails haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Dabei handelt es sich um täuschend echt aussehende E-Mails, die scheinbar im Namen großer und bekannter Unternehmen versendet werden. Meist ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob es sich hier wirklich um Betrüger handelt. Prüfen Sie daher vor allem den Absender, um mögliche Spam-Mails als solche erkennen zu können. Im Zweifelsfall sollten Sie es grundsätzlich vermeiden, auf verdächtige Links in E-Mails zu klicken – vor allem dann, wenn Sie dabei aufgefordert werden, Ihre persönlichen Daten einzugeben. Wie Sie sich vor Spam-Mails schützen können und wie Sie Phishing-Versuche rechtzeitig erkennen, erfahren Sie hier. Sollten Sie noch einen guten Mail-Provider suchen, wird Ihnen hier geholfen. 

Tipp 9: Logout nutzen 

Unter dem Begriff „Cross-Site-Request-Forgery-Angriff” kann man sich zunächst wenig vorstellen – dennoch handelt es sich dabei um eine reale Bedrohung im Internet. Angreifer*innen übernehmen in einem solchen Fall Ihren Browser und können diesen dazu veranlassen, Anfangen an eine Webseite zu senden. Das ist zum Beispiel dann gefährlich, wenn Sie sich nach dem Online-Banking nicht ordnungsgemäß über den „Logout“-Button abgemeldet haben. Die Sitzung ist also noch aktiv – und kann von Dritten u. a. für Überweisungen missbraucht werden. Achten Sie daher darauf, dass Sie sich nach Onlinebanking-Transaktionen oder auch auf Webseiten, bei denen Sie vertrauliche Daten hinterlegt haben, immer über den Logout-Button ausloggen, wenn Sie dort fertig sind. 

Tipp 10: Sicherheitskopien anfertigen 

Sie können noch so vorsichtig sein, es gibt leider keinen 100 % sicheren Schutz vor Internetkriminalität und Datendiebstahl. Damit im Ernstfall zumindest nicht alle Dateien und Informationen unwiderruflich gelöscht werden können, sollten Sie von allem, was Ihnen wichtig ist, regelmäßig eine Sicherheitskopie anfertigen. Nutzen Sie dafür einen externen Datenträger, der nicht dauerhaft mit Ihrer Hardware verbunden ist – zum Beispiel einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Dabei handelt es sich zwar nicht um eine vorbeugende Sicherheitsmaßnahme, aber im Ernstfall bleiben Ihnen so zumindest wertvolle Fotos und wichtige Daten erhalten.  

Fazit – Es gibt viel, was Sie für Ihre Datensicherheit tun können 

Dank technischer Hilfsmittel und praktischer Tipps und Tricks, die Sie für mehr Datensicherheit anwenden können, stehen Sie den alltäglichen Bedrohungen im Internet nicht schutzlos gegenüber. Obwohl keine Vorsichtsmaßnahme einen absolut sicheren Schutz bieten kann, lassen sich mit den oben genannten Tipps zumindest die Risiken minimieren.  

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Joacim
09.08.2022

Wie wäre es mit drastischer Reduzierung der Internetnutzung speziell bei sozial m"äh"dia und Apps?

Thomas F.
09.08.2022

Nein, ich habe keine weiteren Ideen!!

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