Handy raus – jetzt wird gelernt! So unterstützen Eltern ihre Kinder beim digitalen Lernen

Digitales Lernen ist gar nicht so einfach – das alle wissen wir seit Corona. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen.

© Tyler Olson/Shutterstock.com

Die Sommerferien gehen zu Ende, das neue Schuljahr beginnt. Trotz Corona-Pandemie geht es für die meisten Schülerinnen und Schüler zurück in ihre Unterrichtsräume. Doch auch wenn erst einmal Alltag in Deutschlands Schulen einkehrt, bleibt digital Lernen von großer Bedeutung – vor allem im Falle eines erneuten Lockdowns. Wie können Eltern ihre Kinder beim Online-Lernen unterstützen? Wie lernen Kinder sicher im Netz? Und welche Seiten sind empfehlenswert?

Digital Lernen leicht gemacht – so starten Kinder sicher durch

Keine Lust mehr auf schief kopierte Schwarz-Weiß-Kopien zum Ausfüllen für zu Hause? Vermutlich wissen jetzt die meisten Eltern genau, worum es geht. Denn diese Arbeitszettel waren es, die unzählige Grundschüler nach wochenlangen Schulschließungen im Frühjahr 2020 am liebsten aus dem Fenster geschmissen hätten. Spannendes digitales Lernen sieht anders aus – war jedoch im Corona-Lockdown längst nicht gang und gäbe. Grund genug, um für ein eventuelles nächstes Mal gewappnet zu sein! Aber wie? Was ist eine sinnvolle Ergänzung für das Online-Lernen zu Hause?

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre Kinder zu motivieren und auf das digitale Lernen vorzubereiten:

1. Freundschaften erhalten und pflegen

Vielen Kindern hat im Lockdown vor allem eins gefehlt: ihr soziales Umfeld. Mal schnell einen Blick mit dem Sitznachbar austauschen, das Pausenbrot teilen oder gemeinsam auf dem Schulhof kicken – auch wenn all das nicht direkt etwas mit Schulunterricht zu tun hat, brauchen Kindern Freundschaften sehr, um sich zum Lernen zu motivieren, sich gegenseitig zu unterstützen und Spaß am Unterricht zu haben.

Um auch in Zeiten von Schulschließungen Freundschaften pflegen zu können, gibt es glücklicherweise zahlreiche Möglichkeiten. Im Idealfall richtet die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer von selbst ein virtuelles Treffen ein. Falls nicht, können Sie als Eltern selbst tätig werden. Besprechen Sie sich mit den anderen Familien und richten Sie – wenn alle einverstanden sind – regelmäßige Online-Treffs ein. So können die Kinder sich sehen und austauschen. Plattformen, die es möglich machen, sind beispielsweise Zoom, Skype und Microsoft Teams.

2. Sichere Geräte zur Verfügung stellen

Online-Lernen mit Tablets und Computern ist für viele Kinder spannender als das altbekannte Arbeitsheft mit Eselohren aus dem Ranzen. Das können Sie als Eltern nutzen, um Ihre Kinder für das Online-Lernen zu motivieren. Bevor es losgeht, sollten Sie jedoch überprüfen, ob Ihre Geräte zumindest über einen Basisschutz verfügen. Aktivieren Sie automatische Updates für das Betriebssystem und für alle Programme und Apps. Alles, was Ihre Kinder und Sie selbst nicht brauchen, sollten Sie löschen. Prüfen Sie außerdem, ob ein Virenschutz und eine Firewall aktiv sind.

3. Eigene Nutzerkonten und kindgerechte Startseite einrichten

Schnell mal eben von Mamas Computer aus ein bisschen was für die Schule machen? Super Idee! Aber achten Sie darauf, dass Ihr Kind sicher unterwegs ist. Auch wenn Kinder es gar nicht wollen, landen sie häufig auf nicht kindgerechten Seiten. Um das zu verhindern, können Sie am PC ein Benutzerkonto für Ihr Kind mit eingeschränkten Nutzerrechten einrichten. Ihr Kind kann dann nur die Anwendungen nutzen, die Sie freigeschaltet haben. Sinnvoll ist es auch, Ihrem Kind eine kindgerechte Startseite einzurichten. Dafür bieten sich beispielsweise Kinder-Suchmaschinen wie Blinde Kuhexternal, FragFinnexternal oder Helles Köpfchenexternal an.

4. Schutzprogramme installieren

Mit Hilfe von Jugendschutzprogrammen können Sie die Computernutzung Ihres Kindes einschränken. So lassen sich beispielsweise bestimmte Internetinhalte beschränken – genauso wie die Länge der Nutzung. Passende Jugendschutzprogramme finden Sie hierexternal.

5. Nur seriöse Quellen nutzen

Apps lassen sich in Sekundenschnelle herunterladen – und manchmal verführen uns erwartungsvolle Kinderaugen und die Hoffnung auf Lernvergnügen dazu, schnell zuzugreifen. Hier ist es jedoch ratsam, vor dem entscheidenden Klick einen genaueren Blick auf die jeweilige App zu werfen. Wichtig ist es beispielsweise, Apps für das digitale Lernen nur aus den voreingestellten App-Stores der Smartphone-Hersteller herunterzuladen. Schauen Sie auch genau hin, welche Zugriffsrechte sich die jeweilige App heimlich sichert. Wird beispielsweise auf die Kontakte des Geräts zugegriffen, obwohl das für die Nutzung der App gar nicht nötig wäre? Dann können Sie das häufig unter den „Einstellungen“ Ihres Gerätes einschränken.

6. Digital lernen: Lassen Sie Ihr Kind nicht allein

Gerade bei kleineren Schülerinnen und Schülern ist es wichtig, sie beim digitalen Lernen zu begleiten. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Vorteile des Internets – aber auch über die versteckten Fallen. So bekommen auch Kinder ein Gefühl für die Online-Welt und können sich selbstbewusster und selbstsicherer dort bewegen. Erklären Sie beispielsweise, dass einige Lern-Apps anfangs kostenlos nutzbar sind, sich aber bestimmte Funktionen – meist natürlich die superspannenden – nur freischalten lassen, wenn man dafür bezahlt. Sie können ein Passwort hinterlegen und damit Käufe innerhalb dieser App ausschließen, und Sie können gleichzeitig mit Ihrem Kind darüber reden, damit es selbst darauf achten kann. So übertragen Sie Ihrem Kind einen überschaubaren Teil an Verantwortung, wodurch es sich ernstgenommen fühlt.

Online lernen – aber wie? Empfehlenswerte Apps im Überblick

Viele Eltern tun sich schwer, die richtigen Lern-Apps für ihr Kind auszuwählen. Zu Recht, denn das Angebot ist mittlerweile groß und unübersichtlich. Hier haben wir für Sie einige pädagogisch wertvolle und sichere Apps zusammengestellt:

Barefoot Weltatlasexternal – Unterrichtsfach: Sachkunde/Geometrie

Mit dieser App lernen Kinder ab circa acht Jahren die Welt kennen! Ob Länder, Städte, Kultur oder Denkmäler – Kinder können selbst auswählen, wofür sie sich gerade interessieren. Quizfragen helfen dabei, sich das Gesehene einzuprägen.

Leichter lesen lernenexternal – Unterrichtsfach: Deutsch

Lese-Starter ab sechs Jahren und Vorschulkinder können mit dieser App die großen Druckbuchstaben und ihre Laute lernen. Die App bietet einen ausführlichen Elternbereich mit der Möglichkeit, die Lernzeit zu begrenzen. Es gibt zudem ein kindgerechtes Tutorial, in dem die Übungen und Spiele erklärt werden. Motivierend sind die Fortschrittspunkte und Medaillen, die Kinder beim Absolvieren der Aufgaben erhalten.

ANTONexternal – Unterrichtsfächer: Mathe und Deutsch

Die ANTON-App ist mittlerweile ein Klassiker und schon bekannt bei Lehrern und Schülern. Sie richtet sich an Vor- und Grundschüler und bietet jede Menge Mathe- und Deutschübungen. Kinder lieben es, für bestandene Übungen Münzen zu sammeln, mit denen sie kleine Spielchen als Belohnung spielen dürfen.

Opera Makerexternal – Unterrichtsfach: Musik

In der Lockdown-Zeit kam bei vielen Schülerinnen und Schülern häufig Kunst- und Musikunterricht zu kurz. Mit dieser App ändert sich das. Hier können Kinder ab acht Jahren eine Oper selbst einsingen, spielen und inszenieren. Vor allem die Möglichkeit, die eigene Stimme aufzunehmen, macht die App bei Kindern sehr beliebt.

Conni Englischexternal – Unterrichtsfach: Englisch

Conni, Conni mit der Schleife im Haar! Na, wer hat jetzt einen Ohrwurm? Fast alle Kinder kennen Conni aus den beliebten Pixi-Büchern. Nun spricht das süße kleine Mädchen auch noch Englisch! Mit dieser App können Kinder schon ab vier Jahren erste englische Wörter lernen. Die App gilt als sehr sicher. Sie ist einfach aufgebaut und lässt sich für Kinder zeitlich beschränken.

Die Waldfibelexternal – Unterrichtsfach: Sachkunde, Naturkunde, Umweltkunde

Wo wohnt eigentlich eine Waldameise? Und wie lebt ein Wildschwein? Die Waldfibel-App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bringt Kindern das Leben in der Natur näher. Ob vor Ort im Wald, im Unterricht oder zu Hause im Kinderzimmer – mit dieser App lernen Kinder das Waldleben ganz genau kennen. Gut zu wissen: Alle Links, die aus der App führen, sind mit einer Kindersicherung versehen.

Wie waren Dinosaurier?external – Unterrichtsfach: Geschichte, Sachkunde

Triceratops, Diplodocus, Tyrannosaurus Rex – mit dieser App können Kinder ab vier Jahren in die Welt der Urzeitwesen eintauchen. Kleine Spiele helfen dabei, das Gelernte zu festigen. Innerhalb der App gibt es fast keine Werbung und keine In-App-Käufe. Da die App auch offline nutzbar ist, sollten Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres mobilen Gerätes aktivieren und die Internetverbindung deaktivieren.

Kinder & Soziale Netzwerke

Ihr Kind hat noch nicht genug von digitalen Lernspaß? Hierexternal finden Sie viele weitere empfehlenswerte Apps für kleine Wissbegierige. Und nicht vergessen: Kinder lieben natürlich nicht nur Lern-Apps. Schon früh interessieren sie sich auch für das Leben in sozialen Netzwerken.

Doch auch hier lauern Gefahren, vor denen Sie Ihre Kinder auf jeden Fall schützen sollten. Wichtige Infos für Kinder im Social Web haben wir hier nochmal für Sie zusammengefasst.

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