Energie sparen & Kosten senken: Tipps für zu Hause 

Strom, Gas, Wasser, Benzin – alles wird teurer und in enormen Mengen verbraucht. Dabei kann jede*r Einzelne die eigenen Kosten und den Energieverbrauch senken. Dazu braucht es nur ein paar geschickte Kniffe, wie Sie im Folgenden lesen können.

© Monkey Business Images/Shutterstock.com

Warum Energie sparen? 

Für das Sparen von Energie gibt es viele gute Gründe. Der Verbrauch von Energie, sei es in Form von Kohle, Öl, Gas oder anderen Energieträgern, erzeugt bei deren Verbrennung Kohlendioxid (CO2), welches den Treibhauseffekt verstärkt und damit den Klimawandelexternal antreibt. Außerdem sind diese sogenannten fossilen Brennstoffe endlich, da wir sie um ein Vielfaches schneller aufbrauchen als sie entstehen. Sie sind also nicht nur schädlich für die Umwelt, sondern eben auch nicht nachhaltig einsetzbar. Nur durch den Umstieg auf erneuerbare Energieträger wie Wind, Wasser und Solarenergie lassen sich biologische und wirtschaftliche Stabilität langfristig sichern. Letztendlich senken Sie mit jeder Einheit gesparter Energie auch Ihre eigenen Kosten, kurzum: zwei Fliegen mit einer Klappe. 

Egal, ob Sie Strom, Benzin oder Gas benötigen – angesichts der russischen Invasion in die Ukraine steigen die Preise für diese Energieträger weiter. Wie Sie als Verbraucher*in in den eigenen vier Wänden Energie, und somit Geld sparen, sowie gleichzeitig auf simple Weise zum Wohl aller beitragen können, verraten wir Ihnen in unseren Tipps. 

Kürzer Duschen, kälter waschen 

Laut der Verbraucherzentraleexternal NRW macht Warmwasser allein 20% unseres Energieverbrauchs für Wärme aus. Das entspricht ca. 100 Euro pro Person. Ein Experiment des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Universität Bonn mit „smarten“ Duschköpfen hat gezeigt, wie ein farbliches Signal für den Wasser- und Energieverbrauch am Duschkopf bei den Proband*innen zu 29% Energieeinsparung führte. Duschen Sie beispielsweise ein oder zwei Minuten kürzer, können Sie Ihren Energieverbrauch bereits deutlich reduzieren. Auch durch Duschen bei niedrigerer Temperatur,  sparen Sie eine Menge Energie ein, beispielsweise etwa 10%, wenn Sie bei 37°C duschen, statt bei 40°C. Beim Händewaschen gibt es einfache Tricks, die Ihnen helfen, Energie zu sparen: Drehen Sie das Wasser nur auf, wenn Sie es tatsächlich benutzen und drehen Sie den Hahn ab, während Sie sich die Hände einseifen.  

Moderne Waschmaschinen sind viel energieeffizienter als ältere Geräte. Trotzdem lohnt es sich, möglichst kalt zu waschen, also bei 30°C oder 40°C und die Wäsche an der Luft zu trocknen, nicht beispielsweise im Trockner. Feuchte Wäsche kann sogar Ihr Raumklima verbessern. Eine weitere Stellschraube: Bügeln Sie nur Kleidungsstücke, bei denen es wirklich notwendig ist. 

Multimedial und energieeffizient 

Im durchschnittlichen Haushalt ist Strom für knapp 15% des Energieverbrauchs verantwortlich. Davon machen unsere Computer, Fernseher etc. fast ein Drittel aus. Deaktivieren Sie Bildschirmschoner, denn diese verbrauchen nicht weniger Energie als ein Rechner im Normalbetrieb. Aktivieren Sie bei Ihren häufig genutzten Geräten den energiesparenden „Standby“-Modus und schalten Sie Geräte wie Smart TVs und Spielekonsolen, die mit Ihrem Heimnetzwerk verbunden sind, aus, denn diese verbrauchen auch im Standby-Modus unnötig viel Strom. Setzen Sie auf moderne Steckdosenleisten mit Schalter, (ältere) Modelle ohne Schalter sollten Sie bei Nichtnutzung komplett von der Steckdose trennen. Nutzen Sie für mobile Geräte wiederaufladbare Akkus. Diese sind nicht nur energieeffizienter als Batterien, sondern auf Dauer auch günstiger.  

Laptops brauchen generell weniger Energie als Desktop-PCs. Zum Surfen im Internet können Sie auch guten Gewissens ein Tablet nutzen, dieses benötigt noch weniger Strom. Auch High-End-PCs, die besonders viele Ressourcen beanspruchen, sollten Sie mit Bedacht einsetzen und in jedem Fall immer komplett abschalten.  

Es werde Licht 

Schalten Sie das Licht immer aus, wenn Sie es nicht unbedingt benötigen, und nutzen Sie LED-Lampen und –Birnen. Diese sind langlebiger und verbrauchen bis zu 90% weniger Strom als herkömmliche Glüh- oder Halogenlampen. Mit 5% bis 10% fällt die Beleuchtung beim häuslichen Stromverbrauch zwar nicht so sehr ins Gewicht. Dennoch können Sie hier ganz einfach sparen. 

Viel sparen beim Heizen 

Beim Heizen ist das Sparpotenzial für Sie besonders hoch. Der Mammutanteil unseres Energieverbrauchs fällt auf unsere Heizungen. Achten Sie darauf, die Heizstufe nachts oder bei Abwesenheiten senken. Smart-Home-Systeme und vernetzte Geräte können hier Abhilfe schaffen und dafür sorgen, dass Sie besonders energieeffizient haushalten: Smarte und programmierte Thermostate können die Temperatur automatisiert nach Ihren Wünschen regeln und beispielsweise die Geräte bei Verlassen des Hauses automatisch abschalten. Mit dem richtigen Hub und der passenden Software können Sie alles schnell und einfach über Ihr Smartphone kontrollieren.  

Achten Sie außerdem auf richtiges Lüften. Viel besser als Fenster ständig gekippt zu lassen, ist es, Fenster und Türen ca. fünf Minuten weit zu öffnen und durchzulüften. Sind Sie selbst Immobilienbesitzer*in und haben eine alte Heizungspumpe, können Sie mit einer neuen, effizienten Pumpe unter Umständen 90% des Stromverbrauchs einsparen. 

Energie sparen in der Küche 

Nutzen Sie immer einen Topfdeckel, können Sie bis zu 20 Euro im Jahr bei den Stromkosten sparen. Kochen Sie immer auf der richtigen Platte und verwenden Sie das kleinstmögliche Gerät für Ihr Vorhaben, denn kleinere Geräte brauchen in der Regel weniger Strom: Kochen Sie Wasser beispielsweise im Wasserkocher, statt im Topf. Bei der Spülmaschine gilt, ebenso wie bei der Waschmaschine: Füllen Sie auch Ihre Spülmaschine bis zur maximalen Füllmenge und nutzen Sie diese nicht öfter als notwendig. Neuere Spülmaschinen verfügen außerdem oftmals über Eco-Programme, die besonders nachhaltig spülen.  

Informieren Sie sich über die Idealeinstellungen für Ihren Kühl- oder Tiefkühlschrank. Betreiben Sie diesen auf der höchsten Stufe, verbrauchen Sie Unmengen an Energie – und das zu Lasten der Langlebigkeit Ihrer Kühlgeräte. Übrigens: Ist Ihr Gerät mehr als 15 Jahre alt, lohnt sich unter Umständen sogar ein Upgrade auf ein neueres, effizienteres Gerät.  

Fazit: Jede Kleinigkeit lohnt sich 

Sie sehen: Selbst wenn Sie beispielsweise nur kürzer und kälter duschen, sparen Sie bereits eine ganze Menge Wasser, Energie und somit auch Kosten. 

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Jürgen Klaude
28.09.2022

Habe Ihre Vorschläge, wie gespart wird, schon vor dem Krieg gemacht. Weit decken sich die Sparmaß-
nahmen mit meinen. Bin vor 5 Jahren um gezogen habe alle Lampen mit LED ausgerüstet. Meine Elek- trogeräte sind auf dem letzten Stand. Fange mein Duschwasser auf + benutze es zum Putzen, nach dem Duschen. Meine Wohnung hat 82 m² , ich zahle z.Z. 65 € Strom im Monat. Heize mit Fernwärme, achte auf den Verbrauch, ziehe lieber eine dicke Wolljacke an, als aus gleich zu den 20 Grad Wärme im Wohnzimmer

Kritiker
28.09.2022

Es wird seine Gründe haben, weshalb hier keine Experten posten.
Eigentlich ist es ganz einfach: jeglichen Verbrauch so weit senken, bis es gerade noch nicht zu weh tut.
Gut gemeint, der Artikel. Aber zur Zeit ein Reizthema.
Die Menschen in den Wohlstandsländern haben sich aber auch zu sehr an den verschwenderischen Umgang mit Energie gewöhnt.

Den Namen braucht keiner
27.09.2022

Wohne zur Miete. Gebäude hat seitliche Wärmedämmung.
Einfach mal irgendwo anfangen ...
Gasdurchlauferhitzer im Bad: nur verwenden, wenn unverzichtbar, sonst ausschalten. Nutzungs-/Verbrauchsreduktion dadurch: ca. 80-90%.
Geschirr spülen: von Hand, Geschirr mit etwas Wasser aus dem Wasserkocher und Spüli einweichen, Schmutz lösen, dann kalt abspülen.
Kochen: bei zugedecktem Geschirr. Kochwasser im Wasserkocher vorerhitzen. Nachgaren ohne Energiezufuhr. Vorkochen und Einfrieren. Auswahl der Gerichte auch am Energiebedarf orientieren, lange Garzeiten vermeiden bzw. Häufigkeit reduzieren. Mikrowelle statt Gas nutzen, wo möglich. Habe Kombi-Mikrowelle (mit Grill + Umluft), sehr vielseitig, ersetzt Backofen.
Beleuchtung: Überall LED (Ausnahme: Winter, siehe unten). Flurbeleuchtung bewegungsgesteuert.
Heizen / Wärme: 16 Grad tolerierbar bei angepasster Kleidung (verträgt nicht jeder). Wärmflasche nutzen. Heizung (Gas) so spät wie möglich im Jahr aktivieren und so bald wie möglich nach dem Winter wieder aus, möglichst nur Zündflamme. Sonnenwärme nutzen: Jalousie auf Sonnenseite tagsüber hoch, nachts überall komplett runter. Halogenlampen sind bei Kälte sinnvoll: Heizung und Licht in Einem, aber nur bei wirklichem Bedarf nutzen.
Hitze im Sommer: Jalousien ganztags runter, aber Spalten offen lassen, weil sonst Hitzestau. Sinnvoll wäre: hohe (laubwerfende) Vegetation auf südlichen Wohnungsseiten, geht leider nicht überall. Größere Topfpflanzen auf Terrasse oder Sims reduzieren ebenfalls effektiv Wärmeübergang in die Wohnung.
Transport: Pedelec statt Auto für alltägliche Erledigungen im Nahbereich. Auto nur wenn unverzichtbar.
Wasserverbrauch: reduzieren, wo möglich (Auch Wasseraufbereitung braucht Energie).
Waschen: Maschine ist sparsam. Sonst keine Kompromisse - was muss, das muss. Bei geringer Verschmutzung das Kurzprogramm verwenden. Aber Trommelvolumen auslasten. Auf Ständer trocknen. Wer das hat: Wäschespinne im Freien.
EDV und Medien: lüfterloser Miniaturrechner mit energiesparendem Niederspannungsprozessor (15-40W), Standbyfunktion bei Abwesenheit wird genutzt. Sparsamer Monitor (15W). Raspberry Pi mit Kodi als Mediaplayer (5W). Sparsamer TV (25-40W). Drucker wird nur bei Bedarf eingeschaltet. Festnetz-Mobilteil (ca. 5-10W) wurde ersetzt durch FritzFon auf Smartphone.

Fazit: Verglichen mit dem bisherigen Komfort gefällt das sicher nicht allen. Den gab es aber auch nicht immer. Die aktuelle Energie(preis)krise kann man insofern als positiv auffassen, als sie Anlass dazu gibt, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Schade nur, dass der Anlass auf politische Entwicklungen zurück geht, nicht auf die Eigeninitiative, die Ressourcen des Planeten schonen zu wollen.
Und was bringt es, zuhause Erbsen zu sparen, wenn man dann bei Urlaub und Arbeit Melonen verheizt?

Ingrid Hofmann
27.09.2022

Es ist nicht notwendig, den Backofen vorzuheizen. Und in einem Single-Haushalt lohnt sich ein kleiner Backofen, da ist der Backraum um einiges kleiner als in einem normalen Backofen und ne Pizza etc paßt da auch rein.

Nikolaus Wermund
27.09.2022

Ihre Tipps sind gut, führe sie aber schon immer durch, deshalb nicht neu für mich.
Vielleicht für Sie neu: Gefriergut wird eine Nacht vor Gebrauch im obersten Fach im Kühlschrank aufgetaut.

Daniela vom Trusted Shops Team
27.09.2022

Danke, dass Sie einen wertvollen Tipp mit uns und anderen Leser*innen teilen! Gruß, Daniela vom Trusted Shops Team

Neebuhr Dieter
27.09.2022

Wenn die Heizperiode zu ende ist,schalte ich meine Gasheizung mit einem 150 Liter Warmwasserspeicher ab.Unterhalb meiner Mischarmatur im Badezimmer habe ich mir einen kleinen Durchlauferhitzer angebaut.Kostenpunkt ca 50 €.Der verbrauch beträgt ca 4 kWh.Meine Dusch zeit beträgt ca 6 Min.So kann ich 10 mal duschen in einer Stunde,was meiner Meinung nach,billiger ist als immer 150 Liter Wasser zu erwärmen.

Heizkosten
27.09.2022

Ist der Vermieter verpflichtet die Heizung (Gas) einzustellen und gibt es dafür eine gesetzliche Regelung?

Daniela vom Trusted Shops Team
28.09.2022

Bitte beachten Sie, dass wir hier keine Rechtsberatung leisten können, geschweige denn dürfen. Wenden Sie sich dafür bitte an geeigneter Ansprechpartner*innen.

Liebe Grüße, Daniela vom Trusted Shops Team

Nobody
26.09.2022

Alles belegbar -> Einfamilienhaus 10.000KWh Gas pro Jahr für Heizung, Warmwasser und Kochfeld. Energie 2.800 KW mit vier Großgefrier- / Kühlschränken, Sauna, Trockner, 2x Waschmaschine, E-Backofen, Mikrowelle, Dampfgarer, zig. E-Geräte für Obst- / Gemüseverarbeitung, Erddämpfung und Indoorgewächshäusern.
Elektronik und smarte Technik haben bei mir wegen des exorbitanten heimlichen Energieverbrauches und sonstiger negativer Umweltbilanzen zu ca. 85% Hausverbot.

Ernst Tayler
26.09.2022

3 Energiespartipps, die enorm viel bringen:
- Tiefkühlschrank leer essen und abschalten. 3Sterne Kühlfach im Kühlschrank tut es auch für das nötigste. Vorratshaltung geht auch ohne Gefrorenes.
- Wäschetrockner nicht mehr benützen.
- Herd nur jeden 2. Tag benützen. Es gibt viele gute kalte Speisen. Oder z.B. doppelte Menge Nudeln kochen und am nächsten Tag kalten Nudelsalat essen.
Viele Grüße
Ernst

Michael
26.09.2022

Ich habe in jedem Zimmer batteriebetriebene Bewegungsmelder installiert, welche nach 20 Sekunden automatisch abschalten. Immer Licht, wenn ich es benötige. Die Kosten für die Batterien liegen weit unter den Stromkosten aus der Steckdose.

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