Passwörter verwalten: So behalten Sie den Überblick

Im digitalen Alltag benötigen Sie mittlerweile etliche Zugangsdaten. Wir geben Ihnen wichtige Tipps dazu, wie Sie Ihre Online-Konten und Passwörter besser organisieren und sich sicher schützen.

E-Mails, Online-Shopping, Social Media: Bei den meisten Online-Konten bleibt man stets eingeloggt. So prägen sich Passwörter natürlich nicht ein. Wir wissen, wie Sie Ihre Passwörter am besten organisieren und klären die wichtigsten Fragen rund um das Thema.

Das perfekte Passwort: Die Grundregeln

  • Nutzen Sie für jeden einzelnen Online-Dienst ein eigenes, individuelles Passwort.
  • Verwenden Sie Sonderzeichen, um zum Beispiel Buchstaben zu ersetzen und variieren Sie Groß- und Kleinbuchstaben. Je länger das Passwort ist, desto sicherer kann es sein.
  • Das Passwort sollte kein Eintrag aus dem Duden sein. Hacker nutzen Programme, die Wörter als Passwörter durchprobieren. Nutzen Sie auch keine grammatikalisch richtigen Sätze mit Bedeutung.
  • Verwenden Sie keine Abfolgen von Buchstaben oder Zahlen auf der Tastatur. Passwörter sollten möglichst zufällig sein.
  • Ein weiterer heißer Tipp, um ein geheimes Passwort zu erstellen, dass Sie sich gleichzeitig aber merken können, ist der folgende: Bilden Sie das Passwort aus einer Zeile oder dem Refrain ihres Lieblingsliedes. Nehmen Sie einfach von jedem Wort den Anfangsbuchstaben und bilden Sie daraus ein sicheres Passwort. Ein Beispiel: Er gehört zu mir ergäbe das Passwort „Egzm“.
  • Halten Sie ihr Passwort geheim. Schreiben Sie es also auf keinen Fall auf ein Post-It am Monitor oder ähnliches. Besser ist ein Notiz- oder Adressbuch, das Sie bei sich tragen.

Fragen rund um Passwörter

Warum muss man für jedes Konto ein eigenes Passwort verwenden?

Ob Facebook oder Amazon — immer wieder hört man von “Datenpannen”, “Datenlecks” oder gestohlenen Log-in-Informationen von Nutzern. Konkret bedeutet dies, dass Millionen von E-Mail-Adressen und Passwörtern öffentlich zugänglich gemacht wurden. Sensible private Informationen und Daten wie Fotos und E-Mails könnten also für Fremde zugänglich gemacht werden.

Befinden sich Ihre Zugangsdaten darunter, öffnen Sie Fremden die Türen zu Ihren Online-Konten, wenn Sie überall dasselbe Passwort verwenden. Identitätsdiebstahl kann eine schwerwiegende Folge des Datenklaus sein. Individuelle Passwörter erhöhen also die Sicherheit.

Wie merkt man sich komplexe Passwörter?

Wirklich sichere Passwörter können Sie sich nicht merken.  Passwörter sollten Sie also in einem so genannten Passwortmanager speichern. Das ist ein Programm, das ihre Passwörter in einer verschlüsselten Datei ablegt. Diese lässt sich nur mit Hilfe des Master-Passworts entschlüsseln – es gibt also nur  ein einziges Passwort, das Sie sich merken müssen. Passwortmanager haben meist noch zusätzliche Funktionen, wie die Hilfe bei der Generierung von sicheren Passwörtern, die Erkennung von doppelter Verwendung oder die Alarmierung, wenn das eigene Passwort in einem Datenleck aufgetaucht sein könnte. Beispiele für diese Dienste sind etwa “KeePass” oder “1Password”. Überprüfen Sie bei dem gewählten Passwortmanager, ob die Daten in eine Cloud übertragen werden. Stehen die Server im Ausland, sollten Sie die rechtliche Bedingungen des Datenschutzes bedenken.

Wer mit Passwortmanagern nicht umgehen kann, dem sei eine etwas abstruse Empfehlung ans Herz gelegt: die Verwendung eines Notizbuches für Passwörter. Besonders ältere Menschen haben Schwierigkeiten damit, einen Passwortmanager zu bedienen und könnten dann verleitet werden, unsichere Passwörter zu nutzen und diese für mehrere Accounts zu verwenden. Die Passwörter in einem Notizbuch versteckt in einer Schublade sicher zu Hause aufzubewahren ist da das kleinere Übel.

Passwörter verwalten

Smartphones kann man mittlerweile auch mit Fingerabdruck und Gesichtserkennung sperren.

Gibt es Alternativen zum klassischen Passwort?

Mittlerweile ist der technologische Fortschritt bei Smartphones oder Tablets so weit, dass Sie zum Einloggen kein Passwort mehr eingeben müssen. Biometrische Verfahren — also Ihr Fingerabdruck oder der Gesichtsscan können ebenso Ihr Gerät entsperren. Dies ist zwar bequemer, ersetzt aber nicht das Passwort. Beim Verlust des Geräts ist auch das biometrische Verfahren dahin. Deshalb muss selbst bei diesen Methoden ein Passwort oder Zahlencode als Rückversicherung hinterlegt werden.

Tipps zum Thema Passwörter organisieren

Listen Sie alle Anmeldungen auf

Führen Sie eine Liste über die Websites und Dienste, bei denen Sie sich registriert haben. Wenn Sie nicht mehr alle Konten aus dem Gedächtnis nachvollziehen können, schauen Sie nach den Bestätigungsmails der Anmeldung in Ihrem E-Mail-Postfach. Auch der Browserverlauf und die Cookies geben Ihnen hilfreiche Hinweise darüber, auf welchen Websites Sie sich bewegt haben.

Verwenden Sie dazu, wie oben angesprochen, einen Passwortmanager. Auch Ihren digitalen Nachlass können Sie mit Hilfe eines Passwortmanagers für Ihre Hinterbliebenen besser regeln.

Löschen Sie alte Konten, die sich nicht mehr verwenden

Auch, wenn Ihre Daten als Karteileichen vorliegen, bergen sie ein Risiko. Gibt es irgendwann eine Datenpanne bei dem Dienst und Ihre Daten werden Kriminellen zugänglich, laufen Sie Gefahr eines Missbrauchs. Vor allem, wenn Sie bei anderen Online-Diensten immer noch dasselbe Passwort verwenden. Löschen Sie also nach dem Prinzip der Datensparsamkeit Ihre Daten bei Diensten, die Sie nicht mehr verwenden.

So finden Sie heraus, ob Sie vom einem Datenleck betroffen sind

Wie kann man aber prüfen, ob man selber von Hackerangriffen betroffen ist? Es gibt Online-Dienste wie „Have I been pwned?external“ oder “Firefox Monitorexternal“. Diese leisten jedoch keine Hilfe dabei, Ihre Daten wieder aus dem Netz zu löschen. Schlägt einer der Dienste aus, dann sollten Sie das entsprechende Passwort sofort ändern und nicht mehr benutzen.

Nutzen Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bei jedem Online-Dienst, der die Zwei-Faktor-Authentifizierung anbietet, sollten Sie diese nutzen. Über einen zusätzlichen Faktor (z.B. ein Token per App oder SMS) wird über das Passwort hinaus sichergegangen, dass sich nur der Berechtigte anmelden kann. Selbst beim Passwortklau bleibt dann nur Ihnen der Zugriff auf Ihr Konto ermöglicht.

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Brunhilde Specht
09.08.2022

Sehr guter Artikel. Ich speichere meine Passwörter auch im Passwortmanager ab.
Ich habe auch einen bezahlten Sicherheitsdienst. AVG)Was ich nicht abspeichere sind die Daten für die
Hombanking

Simon vom Trusted Shops Team
10.08.2022

Hallo Frau Specht, vielen Dank für die freundlichen Worte, wir freuen uns über Ihr Feedback. Mit einem Passwortmanager sind Sie auf der sicheren Seite. Bleiben Sie gesund und sicher. Beste Grüße, Simon vom Trusted Shops Team

Hans Henning Malmendier
02.09.2020

Ich komme oft an meine Grenzen die vielen Daten im Kopf zu finden.

Daniela vom Trusted Shops Team
15.07.2020

Dann hilft Ihnen unser Artikel doch mit ein paar sinnvollen Tipps weiter. :) Liebe Grüße, Daniela vom Trusted Shops Team

da oid Stocki
02.09.2020

Besitze einen alten Laptop der nie ans Internet angeschlossen wird, damit verwalte ich meine Passwortliste, die ich dann ausdrucke und auf SD Karte abspeichere

Thanhmy Thi Dang
02.09.2020

das ist sicher

Peter Schäfer
02.09.2020

Ist sicher

Jens Guschmann
02.09.2020

Seit neuestem ist S-Trust als Pw-Sammlertool sowie Dokumentensafe von den Sparkassen im Einsatz. German Qualität und Sicherheit auf hoher Ebene und die ersten 100 MB sind sogar frei. Da wäre mein Vertrauen ziemlich hoch angesiedelt. Bislang mit IMobileSitter vom Frauenhofer gearbeitet, aber die supporten das Tool nicht mehr. Das wäre aus meiner Sicht nun eine gute Lösung. Wenn man kein Problem mit der Sparkasse hat.

Christian Alamgir
03.09.2019

Für jedes Konto habe ich ein anderes Passwort und manchmal ändere ich es. Die Browser löschen glaube ich nicht immer die Cookie s und die Web Seiten sie Updaten auch nicht von selbst. Windows lässt glaube ich bei alten Systemen wie 7 alles schleifen !
Manche Programme Updaten nicht von selbst. Der Technik sollte man nicht bedingungslos vertrauen die Hacker knacken immer wieder die neue Technik ! Selbst bei großen Firmen. Der Mensch muss die Kontrolle behalten sonst 🤕.

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