To go = No-Go?! Diese Verpackungen sind nachhaltig

Essen nach Hause liefern lassen, einen Kaffee auf die Hand mitnehmen – durch die To-go-Verpackungen leider nicht gerade nachhaltig. Immer mehr Unternehmen und Dienstleister*innen setzen jedoch auf umweltfreundliche Lösungen. Wir zeigen Ihnen, wie die To-go-Verpackung nachhaltig sein kann.

© Alexander Weickart/shutterstock.com

„Zum Mitnehmen bitte!“ – nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie boomt das Außer-Haus-Geschäft von Restaurants, Cafés & Co. Rund 2,8 Milliarden To-go-Becher verbrauchten die Deutschen im Jahr 2019 – das waren 7,6 Millionen am Tag. Doch es gibt Hoffnung: Laut dem Kaffeereport 2020external von Tchibo in Zusammenarbeit mit Statista ist die Bereitschaft, einen wiederverwendbaren Mehrwegbecher zu verwenden, seit 2018 um 53 Prozent gestiegen. To go Verpackung nachhaltig – geht das?

5 Gründe gegen die Nutzung von nicht-nachhaltigen To-go-Verpackungen

Viele To-go-Verpackungen sind nicht nachhaltig. Das hat unterschiedliche Gründe: 

  1. Die Herstellung verschlingt Ressourcen wie Wasser, Rohöl und Holz. 26.000 Bäume jährlich werden laut der Deutschen Umwelthilfe allein für den deutschen Kaffeekonsum aus Wegwerfbechern gefällt.
  2. To-go-Becher verursachen 48.000 Tonnen Emissionen pro Jahr.
  3. Die Becher sind oft mit Kunststoffen beschichtet – das Mikroplastik könnte von uns aufgenommen werden oder in die Umwelt gelangen, wenn die Becher nicht richtig entsorgt werden. 
  4. Wegwerf-Becher verursachen Müll – etwa 15 Prozent des Abfallvolumens städtischer Mülleimer besteht aus der To-go-Verpackung für Kaffee.
  5. Der Materialmix verursacht Probleme beim Recycling. Da sich die Rohstoffe nicht mehr voneinander trennen lassen, werden die Becher thermisch verwertet, also verbrannt.

Mehrweg-Becher: Wie die To-go-Verpackung nachhaltig wird

Es gibt inzwischen verschiedene nachhaltige To-go-Verpackungen, auch für das Mitnehmen von Heißgetränken wie etwa Kaffee. Am nachhaltigsten ist es, wenn Sie Kaffee und Tee zu Hause zubereiten und die Getränke in einem Thermosbecher oder einer Thermosflasche mitnehmen. Manche Cafés dulden auch mitgebrachte Mehrwegbecher und füllen Ihnen Cappuccino & Co. darin ab. Darüber hinaus gibt es Initiativen durch Start-ups wie RECUPexternal, die Pfandbecher für Cafés zur Verfügung stellen. Gegen den Betrag von einem Euro bekommen Sie einen Becher aus Polypropylen, der zu 100 Prozent recycelbar und frei von BPA und anderen Schadstoffen ist. In teilnehmenden Cafés können Sie diesen dann auch ungewaschen wieder zurückgeben.

Tipps für Mehrwegbecher

Möchten Sie einen Mehrwegbecher oder andere To-go-Verpackungen in nachhaltiger Ausführung kaufen, sollten Sie auf verschiedene Dinge achten:

  • Wo und unter welchen Bedingungen wird das Produkt hergestellt? Ware aus den USA, Australien oder Fernost sorgt allein durch den Transport für reichlich CO2-Ausstoß. 
  • Ist das Material umweltverträglich? Wie werden die einzelnen Komponenten gewonnen? 
  • Sind die Materialien für heiße Speisen und Getränke geeignet? Produkte aus Melamin oder Bambus-Melamin-Mix zum Beispiel können bei Temperaturen über 70 Grad Formaldehyd freisetzen. 
  • Wie gut lassen sich die Becher und Verpackungen reinigen? 
  • Wie langlebig sind die Produkte?

Weitere To-go-Verpackungen, die nachhaltig sind

Seit dem 3. Juli 2021 gilt EU-weit ein neues Gesetz, das Einwegbesteck und -geschirr aus Plastik, Trinkhalme, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff ebenso verbietet wie To-go-Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Essenbehälter aus Styropor. Auch Wegwerfteller, -becher oder -besteck aus biobasierten oder biologisch abbaubaren Kunststoffen sind demnach nicht mehr erlaubt. Restaurants und Cafés, die ihre Ware zum Beispiel über Lieferando auch außer Haus anbieten, müssen nun umdenken. 

Viele setzen auf Einweggeschirr aus natürlichen Materialien – etwa aus Palmblättern, Bambus, Zuckerrohr, Mais oder Recyclingpapier. Das Unternehmen Bio-Lutionsexternal stellt Einwegverpackungen aus Abfällen der Lebensmittelproduktion her. 

Im Online-Shop von Papstarexternal finden Sie verschiedene Lösungen für nachhaltiges Einweggeschirr. 
Mehr Shops mit Trusted Shops Käuferschutz und Trusted Shops Gütesiegel sowie echten Käufer-Bewertungen finden Sie in unserer Shopsuche.

Mehrweg statt Einweg

Bei RECUP gibt es inzwischen neben dem Mehrweg-Becher auch die sogenannte REBOWLexternal, eine Schale mit Deckel, die für Salate, Pasta, Suppen und andere Gerichte genutzt werden kann. Ähnliche To-go-Verpackungen bietet auch VYTALexternal, die sogar nachhaltige Lösungen für Pizza zum Mitnehmen oder Bestellen in petto haben. Hier hinterlegen Sie wie bei RECUP einen Pfandbetrag und können die Verpackungen nach Gebrauch zurückgeben. 

Sie sehen: Zahlreiche Lösungen helfen, die To-go-Verpackung nachhaltig zu gestalten und so das Speisen und Getränken außer Haus umweltfreundlich genießen zu können. So können Sie Ihren Teil dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen.

Nachhaltigkeit ist Ihr Herzensthema? In diesem Artikel haben wir Ihnen Apps zusammengestellt, die ein nachhaltiges Leben unterstützen sollen, hier finden Sie Tipps, die Ihnen helfen, grüner online zu shoppen.

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Kommentare

Welche nachhaltigen To-go-Verpackungen nutzen Sie?

Vielen Dank!

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Volk
02.09.2020

Seit einigen Jahren benutze ich keine to go Verpackungen mehr. Kaffee trinke ich dann direkt dort, wo ich ihn kaufe aus der Tasse. Lieferdienste nutze ich auch nicht mehr. Dafür gehe ich dann lieber schön essen.

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