01. Juli 2016

Interview mit stadium.de

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Stadium.de ist ein schwedisches Sportgeschäft und bietet den Kunden zahlreiche Produkte rund um Schuhe, Kleidung und alles, was mit Sport und Sportmode zu tun hat an. Wir sprachen mit Tim Volkensfeld, E-Commerce Manager Germany bei der Stadium Deutschland GmbH.

Was macht Ihren Shop besonders?

Unser Shop stadium.de zeichnet sich nicht nur durch seine einfache Bedienung aus, sondern auch durch sein Angebot. Wir haben eine Mission, wir wollen die Welt aktivieren und ein aktives Leben fördern. Daher gibt es bei uns eine Vielzahl an internationalen Marken wie Nike, Adidas, Skins, Röhnisch und vieles mehr, die jedem Sportbegeistertem, egal auf welchem Level, die richtige Bekleidung und Ausrüstung bieten. Dazu kommen noch unsere in Schweden bereits fest etablierten Eigenmarken SOC, Everest und Race Marine, mit denen wir Sport, Outdoor und Lifestyle Produkte mit hochwertigen Stoffen und Designs zu besten Preisen anbieten.

Welches Shopsystem nutzen Sie? Haben Sie das System selbst programmiert bzw. angepasst?

stadium.de basiert auf Intershop E-Commerce Management und wurde für uns durch Brightstep weiter an unsere Bedürfnisse angepasst.

Wie haben Sie Ihre Anstoßkette gestaltet (Werbewege und Frequenz der Anstöße im Geschäftsjahr)?

Unser größter und bester Werbeweg sind unsere Mitglieder. Alleine in Deutschland konnten wir in den ersten 1,5 Jahren online und mit unseren Stores mehr als 17.000 Mitglieder gewinnen, welche regelmäßig über Produkte und Neuheiten via E-Mail auf dem Laufenden gehalten werden. Dazu nutzen wir regelmäßig Anzeigen in Magazinen, auf Websites in Form von Bannern und Insert Kampagnen. Pro Woche wird man im Raum Hamburg mindestens einmal auf eine Anzeige Stadium und somit auch auf stadium.de stoßen.

Welches sind Ihre drei erfolgreichsten Werbewege?

Erfolgreichster Weg sind wie gesagt unsere mehr als 17.000 Mitglieder, die wir via E-Mail über neuste Produkte, Veranstaltungen und exklusive Angebote informieren. Ebenfalls sehr erfolgreich laufen Insert Kampagnen bei anderen Onlineshops und Magazinen mit unserer Zielgruppe.

Wie sieht Ihre Strategie zum Markenaufbau und Markenführung aus?

Unsere größte Priorität ist, den Kunden das Konzept und die Vision von Stadium näher zu bringen. Wir wollen zuerst unser Image bei den Kunden aufbauen und ein ähnliches Bewusstsein gegenüber der Marke, wie es bereits in den Nordischen Ländern vorhanden ist, erschaffen. Wenn der Kunde weiß, dass wir für ein aktives Leben, Qualität und gute Preise stehen, kommt der Umsatz von nahezu allein. Wir wollen auch in Deutschland die erste Wahl bei Sportmode und Sportausrüstung werden.

Wie hoch ist in Ihrem Shop das Verhältnis von Bestands- zu Neukunden und wie gewinnen Sie neue Besucher?

Unser Shop verzeichnet pro Monat 35% eingeloggte Mitglieder, die auf stadium.de im Zusammenhang mit Ihrer Mitgliedschaft einkaufen und somit zu unserer festen Zahl an Bestandskunden zählt. Hier ist es uns besonders wichtig diese Bestandskunden noch besser zu erreichen, zu betreuen und weiter auszubauen.

Welche VKF-Maßnahmen zählen in Ihrem Shop zu den erfolgreichsten?

Wir haben wöchentlich wechselnde Angebote und Aktionen für Mitglieder und auch für nicht registrierte Kunden. Dazu bieten wir das ganze Jahr hinweg verschiedene Produkte als Pakete an, wie zum Beispiel ein Set aus Lauftights oder Shorts zusammen mit einem T-Shirt oder Zelte zusammen mit Schlafmatten und Schlafsäcken, bei denen Kunden abhängig von jedem einzelnen Paket bis zu 50€ sparen können. Ein Einkauf auf stadium.de kann daher für den Kunden manchmal zu einer wahren Überraschung werden.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie zurzeit?

Aktuell bin ich im  E-Commerce in Deutschland alleine,  arbeite aber eng mit den Stores und dem Deutschland-Team zusammen. Dazu kommt ein 20-köpfiges Team für den E-Commerce in unserer Zentrale in Schweden, welches mit uns E-Commerce Managern in den jeweiligen Ländern, Finnland, Schweden und Dänemark eng zusammenarbeitet.

Gibt es Teilbereiche Ihres Shops, die Sie an externe Dienstleister abgegeben haben?

Teile unseres Onlinelagers und der Logistik werden von PostNord betreut und verwaltet. Diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht eine möglichst gute Lieferung der Waren nach Deutschland, Finnland und Dänemark, wo wir ebenfalls vertreten sind.
Immer wieder holen wir uns Beratung durch User Experience Agenturen, um uns ständig weiter zu entwickeln und die Site weiter optimal zu gestalten.

Gab es Dinge, die nicht so geklappt haben, wie geplant?

Zu Beginn gab es Probleme mit der Bezahlung. Wir hatten eine Vielzahl an Kunden, deren Kreditkarten abgelehnt wurden und somit nicht bestellen konnten. Nachdem der Fehler in der Integration der Zahlmethoden im System gefunden wurde, konnten wir diesen sehr schnell beheben. Ähnliche Probleme traten bei der Lieferung auf, welche aber in Zusammenarbeit mit PostNord behoben und optimiert werden konnten.

Gab es Dinge, die eine unerwartete positive Dynamik entwickelt haben?

Ohne dass wir zu Beginn Google AdWords oder jegliche Art von Werbung nutzen, entwickelten sich die Besucherzahlen sehr schnell sehr gut. In den ersten Tagen hatten wir bereits Zugriffe und Bestellungen überall aus Deutschland, gerade in Hamburg ist dies  ein Ergebnis der guten Arbeit der Stores, welche uns geholfen haben unsere Kunden auf uns aufmerksam zu machen.

Warum haben Sie sich für die Trusted Shops Zertifizierung entschieden?

Trusted Shops ist eine optimale Möglichkeit, unseren Shop zu optimieren, um alle rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Desweiteren ist es auch ein Weg, unseren Kunden zu zeigen, dass wir besser sein wollen und in ihrem Interssse handeln.

Hatten Sie in der Vergangenheit bereits Probleme mit Abmahnungen?

Nein, wir haben von Anfang an mit unseren Anwälten zusammengearbeitet, um solche Fälle nicht aufkommen zu lassen.

Welche Tipps haben Sie für andere Shopbetreiber?

Wir stehen noch so sehr am Anfang und lernen den deutschen Markt erst kennen, daher ist es schwer Tipps für andere Anbiete zu haben. Eine Sache, die man sich selbst auch immer vorhalten sollte: Den Kunden immer mehr in den Fokus nehmen und den Site-Aufbau aus ihrer Sicht gestalten.

Welche sozialen Medien zur Kundenkommunikation, z.B. ein eigenes Blog, Produktbewertungen oder soziale Netzwerke, nutzen Sie?

Wir sind mit einem eigenen deutschen Facebook Profil verteten und einem internationalen Instagram Profil. Zum Herbst werden wir unser eigenes System für Produktbewertungen einführen, in dem Kunden mit anderen Kunden ihre Meinung teilen können und somit helfen Kaufentscheidungen zu treffen.

 

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