22. März 2018

Mit der DSGVO kommen die Fragen – wir beantworten die häufigsten

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Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist derzeit für Online-Händler das Thema der Stunde. Uns erreichen viele Fragen zum neuen Datenschutzrecht, von denen wir die häufigsten herausgegriffen haben und an dieser Stelle beantworten.

Gibt es eine Übergangsfrist für die Umsetzung der DSGVO?

Ja, die gibt es. Allerdings läuft die Übergangsphase bereits seit Inkrafttreten der DSGVO am 25. Mai 2016. Am 25. Mai 2018 wird die DSGVO wirksam und gilt ab diesem Datum verbindlich.

Stellt die DSGVO ein komplett neues Datenschutzrecht dar?

Nein, die Grundprinzipien wie Datensparsamkeit und Zweckbindung persönlicher Daten bleiben unter der DSGVO bestehen. Es kommen lediglich weitere Grundsätze hinzu, beispielsweise datenschutzfreundliche Voreinstellungen und Datenschutz durch Technikgestaltung.

Was ist die wichtigste Änderung für Online-Händler?

Die Rechenschaftspflicht stellt für Online-Händler sicherlich den arbeitsintensivsten Teil der DSGVO dar. Unternehmen sind verpflichtet, die Einhaltung der DSGVO nachzuweisen, woraus sich ein höherer Dokumentationsaufwand ergibt. Herzstück der Rechenschaftspflicht stellt das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten dar, also eine Dokumentation darüber, an welchen Stellen einer Website personenbezogenen Daten erhoben, gespeichert und genutzt werden.

Braucht ein Online-Shop jetzt einen Datenschutzbeauftragten?

Nicht unbedingt. Online-Händler müssen laut DSGVO nur dann einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn ihre Kerntätigkeit in der umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien von Daten besteht.

Bei „besonderen Kategorien“ handelt es sich um besonders sensible personenbezogene Daten, zum Beispiel solche zur politischen Überzeugung, zur Gesundheit oder zum Sexualleben. Daten zur Gesundheit können in Online-Apotheken zur Anwendung kommen oder auch in Brillen-Shops, wenn die Sehschwäche dokumentiert wird.

Wenngleich die DSGVO einen Datenschutzbeauftragten nicht zwingend vorsieht, so fordert das neue deutsche Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), dass Betriebe, in denen mindestens zehn Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten befasst sind, einen Datenschutzbeauftragten bennen.

Sind Dienstleister von der DSGVO auch betroffen?

Ja. Als Online-Händler gilt es, zu überprüfen, ob ein Dienstleister die Anforderungen der DSGVO erfüllt. Zudem ist ein Vertragsschluss mit dem Dienstleister mit konkret definierten Pflichtinformationen zur Auftragsverarbeitung erforderlich. Für Online-Shops gängige Dienstleister sind beispielsweise Newsletter-Versender oder Hoster.

Erfüllen Online-Händler mit Trusted Shops Gütesiegel bereits die Kriterien der DSGVO?

Nein. Die Prüfkriterien für das Gütesiegel stellen Ihren Online-Shop zwar auf eine solide rechtliche Grundlage, erfüllen jedoch nicht alle Anforderungen der DSGVO. Weitere Schritte sind erforderlich. Wenn Sie Unterstützung bei der Umsetzung benötigen, finden Sie hier weitere Informationen.

Müssen auch Trusted Shops-Produkte in der Datenschutzerklärung erwähnt werden?

Ja, sofern es sich um Produkte handelt, die personenbezogene Daten vom Online-Shop an Trusted Shops übermitteln oder zulassen, dass Trusted Shops solche Daten auf der Website des Shops erhebt.

Das gilt zum Beispiel bei der Verwendung des Trustbadge®, mit dem Sie Kundenbewertungen und Gütesiegel im Online-Shop anzeigen können. Wir haben kostenlose Mustertexte für die Datenschutzerklärung bereitgestellt, die Sie hier in verschiedenen Sprachen finden.

Alle Fragen und Antworten im Whitepaper

Weitere häufig gestellte Fragen und ausführliche Antworten darauf finden Sie in unserem Whitepaper, das Sie mit einem Klick auf das Banner gratis downloaden können.

Sie haben Fragen oder Anregungen, die Sie persönlich klären möchten? Kontaktieren Sie uns unter members@trustedshops.com.

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