12. Februar 2019

Cookie-Banner, Opt-in & Co.: So läuft ein Datenschutz-Webinar ab

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Dr. Carsten Föhlisch hält Webinare zum Thema Datenschutz im Rahmen des Datenschutz 360. Im Interview verrät er, wie ein Webinar abläuft, welche Themen vorkommen und welche Fragestellungen Online-Händlern besonders unter den Nägeln brennen.

Wie läuft ein Datenschutz-Webinar ab?

Derzeit nutzen wir Adobe Connect als Plattform, bald steigen wir aber auf GoToWebinar um. Die Schulung dauert eine Stunde und besteht aus einer PowerPoint-Präsentation und Live-Übertragung des Referenten. Es sind jeweils 30-50 Teilnehmer dabei, die jederzeit live ihre Fragen stellen können. So können sie sich die Anreise zu einer Schulung vor Ort sparen.

Warum sind regelmäßige Datenschutzunterweisungen für Mitarbeiter eines Online-Shops wichtig?

Ähnlich wie Sicherheitsunterweisungen müssen auch Datenschutz-Schulungen jährlich stattfinden. Nur so können Sie als Unternehmen nachweisen, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur auf das Datengeheimnis verpflichtet haben, sondern sie auch tatsächlich für die relevanten Themen sensibilisiert haben. Andernfalls drohen bei Verstößen, die auf Unkenntnis der Mitarbeiter beruhen, höhere Bußgelder durch die Aufsichtsbehörden.

Welche Themen kommen im Webinar vor? 

Wir starten mit ein paar Grundlagen, etwa der Frage, was überhaupt personenbezogene Daten sind. Viele wissen zum Beispiel nicht, dass dazu auch IP-Adressen gehören. Dann geht es um einschlägige Gesetze, beispielsweise die DSGVO, und welches die Rechtsgrundlagen einer legalen Datenverarbeitung sind, nämlich nicht nur die Einwilligung, sondern auch Vertragsabwicklung oder überwiegendes Interesse.

Begriffe wie gemeinsame Verantwortlichkeit, beispielsweise bei Facebook-Unternehmensseiten, und Auftragsverarbeitung, zum Beispiel Logistiker, werden ebenso erklärt wie die wichtigsten Datenschutzgrundsätze, hier sei die Zweckbindung genannt.

Dann geht es um technische und organisatorische Maßnahmen, die sogenannten TOMs, den betrieblichen Datenschutzbeauftragten, Betroffenenrechte wie Auskunft und Löschung sowie mögliche Sanktionen durch Behörden. Abschließend folgen einige konkrete Beispiele aus Betrieben, zum Beispiel Datensicherheit am Arbeitsplatz und Meldepflichten.

Was sind die häufigsten Rückfragen von Online-Händlern?

Viele Fragen kommen derzeit zu Cookie-Bannern: Brauche ich die überhaupt oder kann ich bestimmte Cookies auch anders legitimieren? Nicht immer klar ist auch, mit welchen Dienstleistern ich eine Auftragsverarbeitungs-Vereinbarung schließen muss. Viele Händler fragen sich, ob sie die E-Mail-Adresse der Kunden wirklich nur mit Opt-in der Kunden an Logistiker weitergeben dürfen, damit es Updates zum Bestell- und Lieferstatus gibt.

Ein Dauerbrenner ist E-Mail-Marketing und Ausnahmen vom Opt-in-Prinzip. Viele Missverständnisse gibt es bei Löschungsverlangen durch Kunden: Bestimmte Daten müssen ja zu buchhalterischen Zwecken noch weiter aufbewahrt werden.

Eigentlich alle Händler interessieren sich für drohende Strafen falls Fehler passieren, zum Beispiel die Frage, ob Mitbewerber überhaupt abmahnen können.

Müssen Online-Händler am Ende des Webinars eine Prüfung ablegen, um das Zertifikat über die Datenschutz-Schulung zu erhalten?

Nein, das Zertifikat wird für die Teilnahme an der Schulung ausgestellt und ist ein Jahr lang gültig.

 

Datenschutz-Webinare sind Teil des Datenschutz 360

Das Datenschutz-Webinar ist ein Teil des Datenschutz 360, mit dem Sie Ihren Online-Shop rechtlich gesehen bequem auf die sichere Seite bringen. Alles zu dem Angebot erfahren Sie hier.

Bei Rückfragen oder Anregungen schreiben Sie gerne an members@trustedshops.com.

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