Seitdem ich 19 bin trage ich Bart. Irgendwann im Zivildienst hat es mit einem Kinnbart begonnen und jetzt – mit 31 ist es ein Vollbart geworden. Seit ca. einem Jahr trage ich nun nicht mehr „nur“ den klassischen Dreitage-Bart sondern die volle Version.

Über 10 Jahre trage ich mittlerweile Bart - mal weniger, mal mehr.

Über 10 Jahre trage ich mittlerweile Bart – mal weniger, mal mehr.

Es gibt so viele unterschiedliche Bärte, wie es Typen gibt. Die einen mögen lieber kein einziges Haar im Gesicht – die anderen möglichst viel. Für einige Menschen ist Bart gar ein Ausdruck religiöser Überzeugungen. Soweit geht es bei mir nicht: Ich trage Bart weil ich gerne Bart trage. Ich finde es steht mir einfach. Die Länge und die Form mag sich über die Zeit verändern – aber wenn man über 10 Jahre Bart trägt fühlt man sich ohne irgendwann nackt.

Eine Frage beschäftigt mich seit meiner Vollbart-Zeit aber regelmäßig: Wie mache ich das, dass er möglichst gepflegt aussieht – und nicht wie der Bart von Rumpelstilzchen?

Drei einfache Tipps für die leichte Bart-Pflege

Den Bart genauso regelmäßig wie die Haare waschen

Wer sich nicht die Haare wäscht sieht schnell ungepflegt aus. Das Gleiche gilt für deinen Bart: Regelmäßiges Waschen reinigt den Bart und hilft der Gesundheit der Barthaare. Besonders Stylingprodukte, Essens- und Getränkerückstände werden entfernt und der Bart riecht zu keiner Zeit muffig. Entweder du verwendst normales Haar-Shampoo oder spezielle Bart-Shampoos für die tägliche Bartwäsche.

Beim Abtrocknen beachten: Den Bart nicht wild abrubbeln – was deinen Kopfhaaren zu schaffen macht, mögen deine Barthaare auch nicht unbedingt. Am Besten sanft abtrocknen – wie du es mit dem Rest ihres Gesichts auch machst oder einen Föhn zur Hand nehmen (möglichst kühl einstellen). Andernfalls können – gerade bei empfindlicher Haut – schnell Haarwurzel-Entzündungen entstehen.

Den Bart kämmen und in Form bringen

Ist dein Bart fast trocken, sollten Sie je nach Länge zu einem Bartkamm oder einer Bartbürste greifen. Ich persönlich bürste meist nach unten, da ich eine kompakte Form bei mir bevorzuge.

Mein Tipp: Wenn du gerade erst Frischling unter den Bartträgern sind und ausprobieren möchtest, ob dir der Bart gefällt kannst du problemlos eine gröbere weiche Nagelbürste zum Bürsten deines Bartes nutzen. Wenn du dich an deinen neuen Bart gewöhnt hast, kannst du noch immer das Geld für eine hochwertigere Bartbürste und -kamm investieren.

Regelmäßig Bartöl verwenden

Ich fand oft, dass mein Bart – wenn er auch nicht besonders lang ist – struppig aussah. Mit einem Bartträger-Kollegen habe ich mich dann beratschlagt und das erste Mal Öl verwendet. Mit Bartölen machst du deinen Bart weicher und geschmeidiger. Er behält besser die Form und bekommt ein schönes Schimmern – übrigens auch schon bei einem Dreitage-Bart.

Auch hier wieder ein Tipp für die Neu-Träger: Wenn man noch probiert, ob der Bart das Richtige für einen ist, kann man zur Pflege auch erst einmal normales Haaröl aus der Drogerie verwenden. Mittlerweile bin ich bei richtigen Bartölen angekommen.

Noch ein extra Tipp: Abstehende Haare angleichen!

Ist ausreichend dichter Bartwuchs vorhanden, kann es dennoch sein, dass einzelne Haare abstehen, die sich partout nicht bändigen lassen möchten. In diesem Fall greife ich entweder zum Langhaarschneider oder Barttrimmer oder lasse ganz altmodisch die Nagelschere zum Einsatz kommen. Denn mal ehrlich: Nichts stört uns Bartträger mehr als dieses eine fiese Haar…