Antivirenprogramme im Vergleich: Wer schützt mich am besten?

Wir haben uns gängige Antivirenprogramme für Sie mal genauer angesehen.

Die Zahl an Viren, Trojanern und Malware ist kaum überschaubar. Und Tag für Tag kommen etliche Schadprogramme hinzu, die zum Teil eine ernsthafte Bedrohung darstellen: In Form von gefährlichen Verschlüsselungstrojanern, oder lästiger Malware nisten sie sich auf Ihrem PC oder Mac ein und können einen immensen Schaden verursachen. Abhilfe schafft ein Antivirenprogramm, dass Sie als ständig aktiver Wächter vor Schadsoftware schützt. Erfahren Sie, welches Antivirenprogramm empfehlenswert ist und wie gut kostenlose Tools abschneiden.

Was schützt besser: Ein kostenloses oder kostenpflichtige Antivirenprogramm?

Geht es um die reine Erkennungsrate von Schädlingen und den Echtzeitschutz vor Viren, Trojanern und Malware, stehen kostenlose Virenwächter den Kaufprogrammen kaum nach. Tatsächlich spüren Sie Schadsoftware genauso treffsicher auf, bieten dafür allerdings nur einen reduzierten Funktionsumfang.

Punkten können Kaufprogramme dagegen unter anderem mit:

  • Einem sicheren Browser, der Sie beim Online-Banking oder Shopping im Internet vor finanziellem Schaden bewahrt.
  • Einer beiliegenden Notfall-CD, mit einem bootfähigen Live-System und integrierten Virenscanner. Befinden sich Schädlinge auf der Festplatte, können Sie mit diesem Datenträger erkannt und beseitigt werden, bevor Sie Schaden an Ihrem Betriebssystem anrichten.
  • Schutz für weitere Betriebssysteme, etwa Android, iOS oder MacOS.

Abseits von kostenlosen und kostenpflichtigen Antivirenprogrammen bietet Microsoft mit seinem Windows Defender einen empfehlenswerten Basis-Schutzexternal, der fest in Windows 10 integriert ist. Die Erkennungsrate liegt auf Augenhöhe mit Programmen von Bitdefender, Kaspersky und Symantec, bietet darüber hinaus aber auch zwei entscheidende Vorteile:

  1. Der Windows Defender verlangsamt Ihren PC kaum, während eine Anti-Viren-Suite eines Drittherstellers deutlich mehr Systemressourcen in Anspruch nimmt.
  2. Punkten kann der Defender auch bezüglich der Kompatibilität: So kann es bei Antivirenprogrammen von Drittherstellern mitunter vorkommen, dass ein harmloses aber umso wichtigeres Windows-Systemupdate blockiert und nicht installiert wird.

Welches Antivirenprogramm ist derzeit besonders zu empfehlen?

Geht es um die reine Erkennungsleistung, erreichen weder die kostenpflichtigen noch die Gratis-Tools einen Wert von 100 Prozent. Zudem zeigt ein regelmäßiger Blick auf die Bestenliste des AV-TEST Institutsexternal: Die Erkennungsrate schwankt z. B. auch in Abhängigkeit von der Versorgung mit aktuellen Virendefinitionen. So ist es nicht unüblich, dass auch ein relativ unbekannter Hersteller, wie derzeit AhnLab, die Platzhirsche von Avira, Bitdefender, Symantec und Co. auf die Plätze verweisen kann. Somit ist es auch schwierig, eine klare Empfehlung auszusprechen. Vielmehr sollten Sie Ihre Entscheidung davon abhängig machen, welche Funktionen Sie tatsächlich benötigen. Denn einen wirksamen Basisschutz bieten bereits integrierte Lösungen, wie der erwähnte Windows Defender, oder ein anderes kostenfreies Antivirenprogramm.

Wollen Sie beim Online-Banking nicht auf einen sicheren Browser verzichten, Ihre Daten verschlüsseln oder benötigen eine voll konfigurierbare Firewall, lohnt sich der Blick auf eine kostenpflichtige Antiviren-Suite. Hersteller wie Bitdefender oder Kaspersky haben meist sogar mehrere Programmpakete mit unterschiedlichem Leistungsumfang in verschiedenen Preisklassen im Angebot.

Tipp: Niemand kauft gerne die Katze im Sack. Hersteller wie Avira bieten ihnen genau aus diesem Grund eine Upgrade-Möglichkeit an. Nach der Installation der kostenlosen Version haben Sie jederzeit die Möglichkeit, auf ein kostenpflichtiges Paket mit einem größeren Funktionsumfang aufzurüsten. Einzig die recht aggressive Werbung, die dazu in der kostenfreien Variante aufpoppt, ist lästig.

Auch andere Betriebssysteme außer Windows sind durch Schädlinge gefährdet!

Apple-Nutzer verweisen gerne darauf, dass es unter MacOS keine Probleme mit Schädlingen gibt. Ein Trugschluss! Auch für Macs sind Viren und Trojaner im Umlauf, die sich der Nutzer durchaus über verseuchte E-Mail-Anhänge oder beim Surfen im Internet einfangen kann. Ein Antivirenprogramm ist dennoch nicht zwingend notwendig, weil MacOS ebenfalls über einen integrierten Basisschutz verfügt. Xprotext erkennt einen Großteil der Bedrohungen und läuft unauffällig im Hintergrund, sodass die meisten Nutzer kaum etwas davon mitbekommen. Hinzukommt, dass MacOS aufgrund seiner geringeren Verbreitung ein relativ unattraktives Ziel für Hacker darstellt. Falls Sie aber ohnehin eine Antiviren-Suite kaufen, die ein Antivirenprogramm für MacOS beinhaltet, machen Sie nichts falsch, wenn Sie sie zusätzlich installieren.

Wie gefährdet sind mobile Betriebssysteme wie Android oder iOS?

Als besonders sicher gilt iOS – und das völlig zurecht. Abgesehen von einigen wenigen aber mittlerweile behobenen Schwachstellen, wie zuletzt 2019,external ist iOS extrem sicher und durch das Sandbox-Prinzip kaum durch einen Virus oder Trojaner zu knacken. Die Sicherheitslösungen, die im App Store zu finden sind, beschränken sich daher meist auf sicheres Surfen und den Schutz der eigenen Privatsphäre – auch weil Apple den Softwareherstellern keinen tieferen Zugang in den iOS-Programmcode gewährt. Einzig ein sogenannter Jailbreak, mit dem Sie ein iPhone oder iPad für Apps von Drittanbietern öffnen, stellt ein Risiko für das Betriebssystem dar.

Etwas anfälliger sind Android-Smartphones und Tablets, auch wenn die Bedrohungslage deutlich geringer ist, als weithin angenommen wird. Ein beliebter Trick, um den Nutzern einen Schädling unterzuschieben, der heimlich Kryptowährungen schürft oder Ihre Bank und Kontaktdaten abgreift: Verseuchte Apps aus Googles Playstore. Seit einiger Zeit unternimmt Google jedoch erhebliche Anstrengungen, um diese Apps gezielt zu entfernen. Weiterhin bietet Google für alle Android-Versionen ab 4.X mit Play Protectexternal eine eigene Sicherheitslösung an.

Zusammenfassend kann man sagen: Ein Antivirenprogramm ist die wichtigste Schutzbarriere, um Ihren PC vor gefährlichen Schadprogrammen zu bewahren. Bereits die kostenlosen Tools, etwa von Avira, sowie die in Windows und MacOS integrierten Virenwächter, bieten einen erstaunlich umfassenden Schutz vor Schädlingen. Falls es doch mal zu einer Infektion kommt, entfernen Sie Schädlinge mit einer Notfall-CD vom Hersteller, oder einem selbsterstellten Rettungsdatenträger.external

Weitere Tipps, um Datendiebstahl wirksam vorzubeugen, lesen Sie hier.

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erma
04.07.2022

gut

Manfred Baer
07.12.2021

Sehr interessanter Artikel.

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