Schutz vor Hackern: So sind Ihre Daten im Netz sicher

Wir zeigen Ihnen, was bei einem Hackerangriff passiert und vor allem: wie Sie sich vor den Attacken der Betrüger schützen können.

© Mike_shots/Shutterstock.com

Laut einer Befragung von Ipsos aus dem Januar 2020 halten es mehr als ein Viertel der Deutschen für wahrscheinlich, Opfer eines Hackerangriffs zu werden. Die Befragten liegen mit ihrer Einschätzung nicht falsch, denn Datenmissbrauch und Hackerangriffe im Netz sind keine Seltenheit. Schutz vor Hackern wird somit immer wichtiger.

Europaweit gültige IT-Sicherheits-Gütesiegel, die vertrauenswürdige Angebote erkennbar machen, sollen bei der Orientierung im Netz helfen. Das Trusted Shops Gütesiegel ist für Sie immer ein Zeichen für einen sicheren Online-Shop — auch in punkto Datenschutz und Sicherheit.

Was passiert bei einem Hackerangriff?

Kriminelle Hacker nutzen ihr IT-Wissen dafür, um in fremde, geschlossene Systeme einzudringen. Sie haben es dabei auf personenbezogene Daten abgesehen, die sie sich selbst zunutze machen, veröffentlichen oder an Dritte weiterverkaufen wollen. Große Unternehmensdatenbanken und -netzwerke sind nicht das einzige Ziel. Auch einzelne Mobiltelefone, E-Mail-Konten, Webseiten und Spielekonsolen können von Hackern angegriffen werden.

Schutz vor Hackern: So sind Sie und Ihre Daten sicher im Netz unterwegs

Grundsätzlich müssen Sie davon ausgehen, dass jedes System gehackt werden kann. Ein unvorsichtiger Umgang mit Zugangsdaten reicht schon aus, um potentielles Opfer eines digitalen Angriffs zu werden — und dafür braucht es nicht mal einen professionellen Hacker. Doch durch das Befolgen gewisser Grundregeln im digitalen Raum, können Sie es Angreifern zumindest erschweren.

Wählen Sie sichere Zugangsdaten

Die meisten Menschen haben unzählige Accounts bei Online-Diensten — oft auch mit demselben Passwort. Wählen Sie unbedingt für jeden Dienst ein eigenes und auch sicheres Passwort als Schutz vor Hackern. Es sollte mindestens aus acht Zeichen bestehen, wichtige Konten sollten mit 16 Buchstaben und Ziffern geschützt werden. Haben die Täter erst den Zugang zu einem Konto, stehen Ihnen sonst Tür und Tor für alle weiteren offen. Über das E-Mail-Konto lassen sich oft auch Passwörter von sozialen Netzwerken neu vergeben. Um eine Übersicht über Ihre Zugänge zu behalten, eignet sich ein Passwort-Manager. Die Stiftung Warentestexternal empfiehlt beispielsweise Dashlane Premium, Intel Security True Key Premium oder Keeper Security.

Nutzen Sie ebenso Sicherheitsmechanismen wie die sogenannte Zwei-Faktor-Autorisierung. Dafür steht Ihnen zum Beispiel Ihre Handynummer zur Verfügung, über welche Sie einen Sicherheitscode zugesendet bekommen und diesen online eingeben können. Bei vielen Diensten kann man zum zusätzlichen Schutz sogenannte Sicherheitsfragen beantworten. Hier sollten persönliche Fragen gewählt werden, deren Antworten man nicht mit einer schnellen Google-Suche und dem Blick auf das Facebook-Profil herausfinden kann. Auch Handy und Computer sollten mit Passwörtern gesichert werden.

Deaktivieren Sie Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm

Mit dem Sperren des Smartphones ist meist noch nicht vollständige Sicherheit der Daten gewährt. Oftmals erscheinen Nachrichten auf Smartphones auch im gesperrten Modus. Das Resultat: Jeder kann mitlesen, wenn eine private Nachricht aufpoppt. Deaktivieren Sie daher die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm.

Vermeiden Sie Single Sign-on über Google oder Facebook

Bei dem Single-Sign-on-Verfahren wird ein einzelnes Konto genutzt, um sich bei verschiedenen Diensten anzumelden. Sie können sich zum Beispiel über Google oder Facebook mit Ihrem bestehenden Account bei anderen Webseiten anmelden. Hierfür müssen Sie keine eigenen Login-Daten speichern. Es klingt zwar komfortabler, birgt aber mehr Risiken. Haben Kriminelle den Zugriff auf Ihren Google- oder Facebook-Account erlangt, können Sie sich einfach bei weitere Diensten anmelden.

Filtern Sie die App-Berechtigungen

Die meisten Apps verlangen vor dem Nutzen Zugriff auf andere Applikationen. Dazu gehören beispielsweise die Kontaktliste, das Mikrofon oder der Standort. Überprüfen Sie am besten in den Einstellungen, welche Berechtigungen für das Benutzen der App notwendig sind und filtern sie diejenigen heraus, auf die Sie verzichten können.

Achten Sie auf die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Verschiedene Messenger-Dienste verwenden eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet, dass der Datenaustausch nur zwischen den Kommunizierenden besteht. Nutzen Sie WhatsApp und Co. ohne diese Verschlüsselung, besteht die Gefahr, dass Anbieter Ihre Daten entschlüsseln und speichern.

Gehen Sie kritisch mit Standard-Einstellungen um

Beim Kauf eines neuen Gerätes sind vom Hersteller dessen schon verschiedene Einstellungen vorinstalliert. Durch diese können Suchmaschinen beispielsweise verschiedene Daten in Form von Aktivitäten im Web sammeln. Es lohnt sich häufig die Standardeinstellungen von Geräten noch einmal zu überprüfen und anzupassen, welche Daten man selbst weitergeben möchte.

Fallen Sie nicht auf Phishing-Mails herein

Phishing beschreibt das Angeln Ihrer persönlichen Passwörter durch spezielle E-Mails. Diese dienen als Köder, damit Sie Ihre Daten auf sogenannten Phishing-Websites eingeben. Sie sehen täuschend echt aus, kommen aber von Betrügern, die Ihre Informationen missbrauchen. Geben Sie sensible Daten also nie per E-Mail weiter, achten Sie auf Warnhinweise, ob Phishing-Mails im Umlauf sind und prüfen Sie, ob Sie sich auf der echten Seite des Anbieters befinden.

Öffnen Sie keine Anhänge von Unbekannten

Überprüfen Sie vor dem Öffnen von Dateianhängen in E-Mails genau, ob Sie den Absender kennen und von ihm eine Datei erwarten. In Dateianhängen könnten Trojaner und Viren stecken, die ihren Rechner befallen. Auch Schadsoftware könnte so Ihre Zugangsdaten abgreifen.

Installieren Sie eine aktuelle Anti-Viren-Software

Um sich vor ausspähender Schadsoftware auf Ihrem Rechner zu schützen, sollten Sie eine aktuelle Anti-Viren-Software nutzen. Schon kostenlose Versionen helfen dabei, Trojaner und Viren zu entdecken.

Speichern Sie keine privaten Informationen in öffentlichen Sharing-Diensten

Private Daten sollten nicht in Sharing-Diensten wie Google Docs oder Dropbox hinterlegt werden. Solche Dienste sind zum Teilen von Informationen und Dateien geeignet und nicht zum sicheren Ablegen vertraulicher Informationen.

Aktualisieren Sie Ihr Betriebssystem regelmäßig

Regelmäßige System-Updates helfen dabei, Sicherheitslücken im Betriebssystem und der installierten Software zu schließen. Sowohl Apple als auch Microsoft liefern mittlerweile regelmäßig Sicherheitsupdates, die Sie stets zeitnah installieren sollten. Dies gilt auch für Ihren Browser.

Nehmen Sie nicht jede Freundschaftsanfrage an

Nehmen Sie in sozialen Netzwerken nicht alle Freundschaftsanfragen von Personen an, die Sie nicht kennen. Dahinter könnten sich Hacker und automatisierte Programme verstecken, die systematisch persönliche Daten abgreifen, um Identitätsdiebstahl zu begehen.

Seien Sie vorsichtig bei öffentlichem WLAN und Rechnern

Wenn Sie sich an einem öffentlichen Rechner — beispielsweise im Internet Café, im Hotel oder in einer Bibliothek — in Ihren Accounts einloggen, sollten Sie sich unbedingt wieder abmelden und Passwörter nie abspeichern. Andernfalls könnte eine andere Person Ihre Zugänge verwenden. Von sensiblen Vorgängen wie Online-Banking sollten Sie in solchen Fällen ganz absehen. Dasselbe gilt für die Nutzung von öffentlichem WLAN. Nutzen Sie am besten sichere Browser, die ein integriertes virtuelles privates Netzwerk besitzen. Dieses VPN verschlüsselt den Datenverkehr des Browsers.

Gehen Sie sparsam mit ihren Daten um

Geben Sie immer nur die Daten an, die wirklich für die jeweiligen Zwecke notwendig sind. Je weniger Daten im Netz im Umlauf sind — ob in sozialen Netzwerken oder beim Online-Shopping — desto weniger Daten können abgegriffen werden. Achten Sie dabei stets auch auf die Seriosität des Anbieters.

Achten Sie auf das Trusted Shops Gütesiegel

Nicht erst seit der DSGVO ist Datenschutz ein wichtiges Thema. Die von Trusted Shops zertifizierten Online-Shops treffen ausreichende Schutzmaßnahmen. Sie verschlüsseln personenbezogene Daten bei der Übertragung  und besitzen ein SSL-Zertifikat, also eine sichere Verbindung.

 Was Sie tun können, wenn Ihre Daten gehackt wurden, lesen Sie hier. Wir wünschen allzeit sicheres Surfen.

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Kommentare

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Christa.hampel
02.09.2020

Sehr gut

Annemarey
02.09.2020

Durch gute, sichere Passwörter.

Reinhold F.
02.09.2020

Das sind alles alte Hüte, aber völlig in Ordnung und immer aktuell. Traurig aber, dass man das immer wieder aufschreiben muss, wo doch die meisten Menschen heute so aufgeklärt und intellektuell erscheinen wollen. Und dann machen sie die dümmsten Anfängerfehler.

Henryk Schmid
02.09.2020

Wenn ist möglich mich schützen Danke

Acab Irnej Markota
02.09.2020

True

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