consumer

Trusted Shops Blog

Alles für ein sicheres und entspanntes Shopping-Erlebnis: Tipps, Trends und Insights, die dir helfen, dich vor Fake zu schützen.

Auf einen Fake-Shop reingefallen? So bekommst du dein Geld zurück

Eine Kundin besucht einen Online-Shop auf ihrem Notebook

Du bist auf einen Fake-Shop hereingefallen - und nun willst du dein Geld zurück? Tatsächlich schaffen es findige Betrüger*innen immer wieder, arglose Online-Shopper*innen mit einem Fake-Shop um ihr Geld zu betrügen. Besonders ärgerlich: Bezahlst du per Vorkasse und nicht über einen Treuhänder wie PayPal, ist dein Geld in der Regel weg – ohne dass du das gewünschte Produkt jemals erhalten wirst. Wir zeigen dir, welche Schritte du im Fall der Fälle einleiten solltest.

 

Fake-Shops: ein immer größer werdendes Problem

Fake-Shops locken oft mit extrem niedrigen Preisen und täuschen Online-Shopper*innen mit gefälschten Gütesiegeln und unzähligen positiven, aber meist gefälschten Kundenbewertungen. Kommt das bestellte Produkt auch nach Wochen nicht bei dir an, offenbart meist erst ein zweiter Blick auf die Shop-Seite, wenn sie denn überhaupt noch existiert, dass du einem Betrüger auf den Leim gegangen bist. Neben dem finanziellen Verlust kommt dann noch der Ärger über die ausgenutzte Gutgläubigkeit.

Zum Glück gibt es Mittel und Wege, wie du von einem Fake-Shop dein Geld zurückerhalten kannst und darüber hinaus andere Online-Shopper*innen vor unseriösen Anbieter*innen schützen kannst.

Geld zurück nach Fake-Shop: Der 5-Punkte-Plan

Vorweg: Die bei einem Fake-Shop bestellte Ware wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit niemals zu Gesicht bekommen. Allerdings stehen die Chancen nicht schlecht, dass du zumindest bereits überwiesenes Geld zurückbekommst. Gehe dafür folgendermaßen vor:

  1. Sichere alle Beweismittel, etwa Kaufverträge, Bestellbestätigungen und andere E-Mails und drucke sie am besten aus. Vor allem, wenn du den Betrug bei der Polizei zur Strafanzeige bringst, dienen die Ausdrucke als wichtiger Nachweis.

  2. Sofern du das Geld erst vor einigen Tagen überwiesen hast, kontaktiere möglichst schnell deine Bank und lasse die Zahlung rückgängig machen. Wichtig: In der Regel ist dein Zeitfenster bei einer online getätigten Überweisung deutlich kleiner als per Bankbeleg. Hinzu kommt: Die meisten Banken erheben eine Gebühr für den Rückholservice.

  3. Solltest du per Kreditkarte bezahlt haben, bleiben dir zwischen 6 und 8 Wochen Zeit, den Betrag aufgrund eines Betrugsverdachts zurückerstatten zu lassen. Wende dich hierzu an die kartenausgebende Bank und nicht an das Kreditkarten-Unternehmen – ausgenommen American Express. Tipp: Die meisten Banken bieten im Service-Bereich ihres Webauftritts entsprechende Reklamations-Formulare an.

  4. Bei der Bezahlung mit Kreditkarte besteht das Risiko, dass der Betreiber des Fake-Shops deine Kartendaten nutzt, um dir weiteren finanziellen Schaden zuzufügen. Gehe auf Nummer Sicher und lasse deine Karte umgehend sperren.

  5. Scheitert der Versuch über deine Bank oder das Kreditkartenunternehmen an dein Geld zu kommen, wirf einen Blick in deine Hausratversicherung. In einigen Fällen ist hier eine Cyberpolice enthalten, die deinen finanziellen Verlust ausgleichen kann.

Hilf dabei, Fake-Shops zu stoppen!

Auch wenn eine Rückerstattung deines Geldes einen zeitlichen Aufwand für dich bedeutet, lohnt es sich, hartnäckig zu bleiben. Natürlich kannst du dir auch jederzeit fachliche Unterstützung bei der Verbraucherzentrale einholen — entweder vor Ort, telefonisch oder per E-Mail.

Unser Tipp: Lasse die ausgedruckten Unterlagen in einer der Beratungsstellen überprüfen und stelle im Anschluss Strafanzeige bei der Polizei. Durch den Überweisungsrückruf wegen Betrugsverdachtes werden häufig auch die Compliance-Abteilungen oder die Geldwäschebeauftragten der Banken informiert. Diese überprüfen die Bankverbindung und sperren unter Umständen das Konto, so dass keine weiteren Kund*innen geschädigt werden können

Ware erhalten? – Vorsicht!

Manchmal kommt es auch vor, dass du in einem Fake-Shop bestellst, und tatsächlich Ware erhältst. Hierbei handelt es sich nicht selten um gefälschte Waren, von denen du dringend die Finger lassen solltest, denn hier kannst du dich nicht auf wichtige Sicherheitsstandards oder auf durchgeführte Produktprüfungen verlassen. So können beispielsweise Schadstoffe enthalten sein, das Produkt erfüllt nicht den vorgesehenen Zweck oder ist schlicht nicht sicher in der Anwendung. Am besten führst du den gesendeten Artikel als Beweis mit an und entsorgst ihn anschließend ordnungsgemäß.

Fazit und Ausblick

Niemand sitzt gerne einem Fake auf und bleibt auf den Kosten sitzen. Um deine Chancen auf eine Rückerstattung zu erhöhen, ist eine schnelle Reaktion das A und O. Zeitnah eine Strafanzeige zu stellen und deine Bank zu informieren sind in jedem Fall die wichtigsten Erfolgsfaktoren.

Und auch wenn es sich nur um eine geringen Geldbetrag handelt, lohnt es sich am Ende nicht nur für dich selbst, hartnäckig zu bleiben. Durch einen Überweisungsrückruf rufst du zusätzlich die Compliance-Abteilung der Bank auf den Plan, die eine Sperrung des Betrüger-Kontos veranlassen kann. So trägst du im Optimalfall nicht nur aktiv zur Löschung eines Fake-Shops bei, sondern bewahrst auch andere Online-Shopper*innen vor finanziellem Schaden.

Übrigens: Für einen umfassenden Überblick empfehlen wir dir den Fake-Shops-Scanner. Hier kannst du die Suche nutzen oder mittels Filterfunktion alphabetisch oder nach Aktualität die gesamte Liste sortieren.

16.12.25