Gastbestellung oder Kundenkonto: was ist sicherer?
Gastbestellung oder Kundenkonto? Der Beitrag zeigt Vorteile, Nachteile und Sicherheitsaspekte und wann welche Option sinnvoll ist.
Ist es möglich, gelöschte Daten bei einem Diebstahl oder Verkauf deines Smartphones wiederherzustellen? Und wie lange dauert es eigentlich, bis deine Fotos und Videos bei einem Clouddienst wie Apples iCloud komplett gelöscht werden?
Egal ob du Videos, Fotos oder Dokumente von der Festplatte deines PCs oder vom Speicher deines Smartphones entfernst: Gelöscht heißt nicht endgültig weg. Das Betriebssystem löscht nur die Information über die Speicherzuordnung. Der Bereich wird als frei markiert, aber die Daten liegen weiterhin als Einsen und Nullen dort. Spätestens beim Verkauf des Handys stellt sich die Frage: Kann die Käuferin oder der Käufer gelöschte Daten wiederherstellen? Das wäre ein Albtraum für deine Privatsphäre.
Keine Panik: Eine Wiederherstellung ist in der Praxis nicht so einfach möglich. Die meisten Smartphone-Hersteller setzen heute auf eine hardwareseitige Verschlüsselung des Gerätespeichers. Das bedeutet: Selbst wenn jemand versucht, gelöschte Daten mit Spezialsoftware auszulesen, stößt er auf einen verschlüsselten Datenblock, der ohne deinen Schlüssel wertlos ist.
Bei Apple-Geräten startet die Verschlüsselung schon bei der Ersteinrichtung, wenn du Touch ID, Face ID oder einen Sperrcode anlegst. Ab diesem Moment liegen alle Daten nur noch in verschlüsselter Form auf dem Gerät vor.
Android-Geräte sind ab Version 4.4 standardmäßig verschlüsselt, bei neueren Versionen ist die Geräteverschlüsselung fest integriert und in vielen Fällen gar nicht mehr abschaltbar. iOS schützt deine Daten von Anfang an – und Apple hat die Sicherheitsarchitektur über die Jahre immer weiter verbessert, zum Beispiel durch einen eigenen Sicherheitschip (Secure Enclave) und strengere Vorgaben an Sperrcodes.
Wichtig: Die Verschlüsselung schützt nur dann zuverlässig, wenn du eine sichere Bildschirmsperre verwendest – idealerweise eine Kombination aus starkem Passwort oder PIN und biometrischen Merkmalen wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
Tipp: Vor dem Verkauf kannst du den Speicher zusätzlich mit einer App wie iShredder bereinigen. Dabei wird der Speicher mehrfach mit Zufallswerten überschrieben, sodass selbst verschlüsselte Daten nicht mehr rekonstruierbar sind. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn auf deinem Handy besonders sensible Informationen wie Ausweisdokumente, Vertragsunterlagen oder Bankdaten gespeichert waren.
Danach unbedingt ein vollständiges Zurücksetzen (Werksreset) durchführen, um persönliche Infos, hinterlegte Konten, Cloud-Zugänge und ggf. verknüpfte Zahlungsdaten vom Gerät zu entfernen. So stellst du sicher, dass die neue Besitzerin oder der neue Besitzer dein Smartphone zwar nutzen kann – aber keinen Zugriff mehr auf deine früheren Daten erhält.
Clouddienste wie Apple iCloud oder Google Fotos sind praktisch, aber wie lange dauert die endgültige Löschung – und was bedeutet „endgültig“ überhaupt in der Cloud?
Wichtig: Du kannst den Ordner „Zuletzt gelöscht“ bzw. den Papierkorb jederzeit manuell leeren – dann beschleunigst du die Löschung deutlich. Beachte aber, dass große Cloud-Anbieter aus Sicherheits- und Compliance-Gründen zusätzlich zeitlich begrenzte Backups vorhalten können. Für normale Nutzer:innen sind die Dateien dann zwar nicht mehr erreichbar, technisch können sie aber noch für eine gewisse Zeit in Sicherungssystemen existieren, bevor auch dort routinemäßig überschrieben und damit endgültig entfernt werden.
Wenn du diese einfachen Schritte beachtest, kannst du die Daten auf deinem Handy relativ einfach endgültig löschen. Dank integrierter Verschlüsselung sind deine Daten selbst nach dem Löschen sicher. Ohne Sperrcode, Fingerabdruck oder Face-ID ist ein Zugriff praktisch unmöglich – selbst für Geheimdienste ;-)
Bei Cloud-Diensten dauert die Löschung etwas länger, aber sie erfolgt vollständig. Wer maximale Kontrolle will, kann auf eine private Cloud wie ownCloud setzen.
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