Beim Online-Shopping haben wir nicht nur eine gigantische Auswahl an Produkten und Shops, sondern häufig auch diverse Zahlungsmethoden zur Auswahl. Die beliebtesten Zahlungsmittel online habe ich im Folgenden aufgelistet und ihre Vor- und Nachteile benannt.

Je nach Online-Shop und Mitglieder-Status werden uns nach jeder Bestellung ein paar Bezahlmethoden zur Auswahl angeboten. Hier kommen die bei Online-Shoppern beliebtesten Bezahlmethoden online. Wie sicher ist deine präferierte Bezahlmethode?

Die beliebtesten Zahlungsmittel online in Zahlen

Eine aktuelle Statistik von Statista (Quelle: de.statista.com 2017) belegt, dass Zahlmethoden wie Paypal bei den Online-Zahlmethoden ganz vorne liegen. Dicht gefolgt von der Rechnung. Diese Bezahlmethode ist übrigens vor allem bei Fashion-Shoppern beliebt. Denn wer mehrere Größen zur Auswahl bestellt, will natürlich auch nur die bezahlen, die auch wirklich passt. Hier kommt das Beliebtheitsranking bei Bezahlmethoden online.

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PayPal: Komfortabel aber anfällig

Beim ehemals zu eBay gehörenden Online-Bezahldienst PayPal fungiert nach einer Anmeldung deine E-Mail-Adresse als Kontonummer. Wie auch bei der Sofortüberweisung wird der Geldtransfer bei PayPal sofort durchgeführt, so dass keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Wegen der unkomplizierten und schnellen Abwicklung wohl auch eines der beliebtesten Bezahlmodelle online.
PayPal bietet dabei die Zahlung mittels diverser Methoden an, so werden Kreditkarten, Lastschriftverfahren und Banküberweisungen akzeptiert – auch GiroPay wird angeboten. PayPal ist somit weniger eine Zahlungsmethode, sondern eher ein Portal mit einer Ansammlung an Zahlungsmethoden, das schnellen Geldtransfer ermöglicht.
Leider war Paypal in der Vergangenheit öfter mal von Phishing-Attacken betroffen. Online-Betrügern genügt dabei die Mail-Adresse und das Passwort, um auf Kosten der PayPal-Mitglieder zu buchen.

Kreditkarte: Oft Hacker-Ziel

Auch die Zahlung per Kreditkarte ist sehr weit verbreitet und nicht nur Online, sondern auch in Ladengeschäften möglich. Laut Geldinstituten eine sichere Zahlungsweise, da bei Fehlbuchungen immer eine Rückbuchung möglich sei. Aber liegt tatsächlich eine Fehlbuchung oder gar ein Betrug vor, kommt erstmal ein langer Prüfprozess. In diesem entscheidet das Institut, ob du dein Geld zurückbekommst oder nicht. Zusätzliche Sicherheit soll der Secure-Code bringen. Dieser ist für den Shopper aber eher nervig, weil man nun noch eine Zahl hat, die man sich merken muss. Grundsätzlich können Kreditkartendaten von Hackern leicht gestohlen werden. Bei diesem Zahlungsmittel ist also Vorsicht geboten.

Vorkasse: Merkmal für unseriöse Shops

Wie man eine Banküberweisung tätigt, ist vermutlich jedem klar. Die Kontodaten des Shops bekommt man beim Bestellvorgang angezeigt oder per E-Mail geschickt – häufig auch beides. Da Banküberweisungen in Deutschland aber ein bis zwei Werktage dauern, ist bei dringenden Bestellungen von dieser Zahlungsmethode eher abzusehen. Shops verschicken in den meisten Fällen nämlich erst nach verzeichnetem Zahlungseingang.
Tipp: Wenn der Online-Shop nur Vorkasse anbietet, solltest du hellhörig werden. Hier kann es sich nämlich um einen Fake-Shop handeln. Wie du unseriöse Online-Shops erkennst, erfährst du ebenfalls hier im Blog.

Sofortüberweisung: Achte auf deine Daten

Sofortüberweisung und Giropay sind eigentlich das Gleiche, nur von anderen Anbietern. Giropay wird von den deutschen Kreditinstituten getragen, während Sofortüberweisung ein privates Angebot von der SOFORT GmbH ist. Beide Dienste funktionieren aber gleich: Man loggt sich mit den Online-Banking-Daten seiner Bank ein und überweist das Geld über das Interface von Sofortüberweisung, beziehungsweise Giropay. Bei den Shops wird die Bestellung dann sofort bearbeitet, da der Zahlungsdienstleister dem Online-Shop garantiert, dass das Geld auch ankommt.
Bei der Sofortüberweisung gibt es auch aus Datenschutz-Sicht Bedenken. Man meldet sich nämlich auf einer fremden Webseite mit den Zugangsdaten seiner Bank an. Man muss sich also selbst die Frage stellen, ob man der Seite wirklich vertraut, auf der man seine Bankangaben macht.

Lastschriftverfahren: Rückbuchung möglich

Das Lastschriftverfahren ist vermutlich auch überall bekannt. Es wird besonders häufig für Abschlüsse von  Abonnements verwendet. Dazu gehören zum Beispiel Zeitschriften, Streaming-Portale, Lebensmittel- oder Snack-Abo-Boxen. Das Lastschriftverfahren wird wie das Rechnungsverfahren von einigen Shops aber nur Bestandskunden angeboten.
Das Lastschriftverfahren ist, auch wenn man anders vermutet, eine der sichersten Zahlungsmethoden. Sollte man aber nur bei wiederkehrenden und gleichbleibenden Verbindlichkeiten erteilen. Der Vorteil: Bei Falschabbuchungen besteht ein bis zu acht Wochen andauerndes Widerspruchsrecht für Lastschriften mit dem sogenannten SEPA-Lastschriftmandat. Für Lastschriften ohne Mandat gibt es sogar ein Widerspruchsrecht von 13 Monaten.

Nachnahme: Unbekanntes nie annehmen

Die Zahlung per Nachnahme kostet Gebühren. Bei dieser Zahlungsart musst du das Geld bar an den Paketboten übergeben. Der Lieferdienst leitet das Geld dann an den Online-Shop weiter. Der Maximalbetrag bei der Zahlung per Nachnahme ist bei jedem Paketdienst unterschiedlich, liegt aber meistens bei ungefähr 5.000 Euro. Achtung bei Päckchen mit Nachnahme, wenn du das Päckchen nicht bestellt hast. In diesem Fall besser die Annahme verweigern. Unser Trusted-Shops-Experte Dr. Carsten Föhlisch hat hierzu einen ausführlichen Beitrag geschrieben.

Weitere Zahlungsmethoden

Des Weiteren werden in einigen Shops auch „exotische“ Zahlungsmethoden wie Paysafecards, Barzahlung oder die Zahlung per Mobiltelefon angeboten. Besonders Letzteres ist aber häufig gebührenpflichtig, was besonders bei teuren Bestellungen den Endpreis stark in die Höhe schnellen lässt.

Fazit und sichere Trusted-Shops-Tipps

Alles in allem ist es häufig einfach nur eine persönliche Vorliebe, ob man nun mit Giropay, PayPal, Kreditkarte oder etwas völlig anderem zahlt. Aber hier noch ein zwei wichtige Tipps zur sicheren Online-Zahlung:

  1. Egal für welche Zahlungsart du dich entscheidest, wenn der Shop das Trusted-Shops-Gütesiegel besitzt, und du deinen Käuferschutz aktivierst, bist du immer auf der sicheren Seite.
  2. Achte immer darauf, dass für die Zahlung keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Grade bei Paypal-Zahlungen verlangen Shops Gebühren, die nochmal on top kommen.

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