#Dancenter_no_more
Ich erkläre auch wieso – und versuche es so sachlich, wie es mir möglich ist.
Ich wollte meinem zwei kleinen Kindern das Schwimmen beibringen, also habe ich in Dänemark dieses Haus mit Pool gemietet.
Der Plan war, dass ich dort mit meinen vier Kindern die 1. Woche verbringe, und meine Frau die 2. Woche dort ist.
Als wir am Samstag ankamen, stellten wir gleich fest, dass die folgenden wichtigen Sachen im Haus nicht funktionierten:
Herd, Backofen, Heizung, Warmwasser-Boiler, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner, Sauna und leider der Swimmingpool (Pumpe und Heizung) – mit anderen Worten keine Dusche, keine warme Mahlzeit, kein Schwimmunterricht und nachts frieren.
Daraufhin den eloquenten indischen Kollegen in der Hotline von Dancenter angerufen und ein Ticket aufgegeben. Habe auch noch daraufhin gewiesen, uns „vorher anzurufen“, bevor ein Techniker das Haus betritt. Der Techniker kam am 3. Tag (1. Besuch) und ohne vorherige Anmeldung.
Nur den Hebel vom Hauptschalter wieder zu aktiveren und zu fahren, war nicht die Lösung – nochmal angerufen.
Am nächsten Tag kam der Techniker nochmal unangemeldet (2. Besuch). Er konnte aber nachweisen, dass auf seinem Auftragszettel kein Hinweis darauf stand, „vorher anzurufen“.
Er wechselte den Hauptschalter und ist gefahren – es war nicht die Lösung – noch angerufen.
Mittwochs konnte der Techniker es weiter einschränken (3. Besuch). Es war die defekte Sauna. Der Donnerstag war der 1. Tag an dem man jederzeit duschen und warmes Essen zu bereiten konnte. Die Sauna wurde dann am Freitag (4. Besuch) repariert.
Der Freitag war für mich der Abreisetag – und das „wild-campen“ hatte für mich ein Ende.
Auf Nachfrage bei Dancenter gäbe es keinen anderweitigen Ausgleich– man hätte ja einen Grill organisieren können (gab es ja nicht) oder eine finanzielle Kompensation, Brennholz hätte auch geholfen. Nicht nur, dass zugesicherte Eigenschaften des Hauses fehlten, man musste es mit teueren Essengehen und Duschen im Schwimmbad, selber lösen. Es war nichts zu machen, Dancenter wähnte sich im Recht.
Das war meine Woche – jetzt die Woche meiner Frau – und nein, die Geschichte ist noch nicht zu Ende.
Meine Frau ist nach dem Autotausch zuhause am Samstag abend dann in Ebeltoft angekommen. Was Ihr aufgefallen ist, dass unsere persönlichen Dinge aus dem Haus nicht mehr da waren – Kiste Wasser, halbvoller Kühlschrank, Kaffeepulver+Tüte, T-Papier und alle Reinigungsmittel. Mein erster Verdacht, dass Dancenter irrtümlicherweise davon ausgegangen ist, wir hätten das Haus verlassen. Alles deutet auf ein Endreinigungsteam hin – alles Persönliche war weg geräumt und sogar der Kühlschrank schon ausgewischt.
Was mich zusätzlich zur Annahme verleitete – es gab eine Mail am Samstag morgen – wo keiner von uns im Haus war – aber Dancenter wissen wollte, ob wir noch im Haus seien – wieso stellt man diese Frage?
Meine Frau ist daraufhin beim Dancenter direkt vorbeigefahren. Dort bekam Sie die Antwort, dass keiner Samstag im Haus war. Es wurde der Verdacht geäußert, dass ein Einbruch vorlag – nur welcher Dieb räumt den Kühlschrank im Wert von 50.- EUR aus – wischt ihn auch noch sauber, anstatt den Fernseher oder die Stereoanlage mitzunehmen. Wir wurden zwar gebeten eine Anzeige bei der Polizei aufzugeben, haben aber davon abgesehen – es waren ja nicht mal irgendwelche Einbruchsspuren zu sehen. Eine unglaubwürdige Geschichte weiter zu erzählen, machen sie ja nicht besser.
In dem Gespräch hat sich rausgestellt, dass der Eigentümer, das Haus in ihrer Abwesenheit montags betreten hatte – „er hat geklopft, keiner meldet sich, da gehe ich doch mal rein“.
Ich habe die Dancenter-Kollegin am Telefon auch nicht verstanden, wieso der Besitzer im Haus war. Es wurden Fotos von ihren persönlichen Gegenständen gemacht – für uns eine Verletzung der Privatsphäre.
Ich habe die Dancenter-Kollegin auch explizit gefragt, ob Dancenter eine Verantwortung für diese zwei Wochen verspürt – und die Antwort war „nein“ .
Man könnte jetzt geneigt sein und sagen „wieder so ein maulender Deutscher“ – aber ich wäre wohl noch mehr „angepieselt“, wenn ich als Däne von meinen Landsleuten, so hintergangen wäre. Vermutlich hätte ich aber als Däne dann auch ein Gerichtsverfahren angestrebte – für den Streitwert (Basis 3.600.- EU für 2 Wochen) lohnt es sich für mich aber nicht Urlaubstage einzureichen, um in Dänemark gegen Dancenter gerichtlich vorzugehen, um mit einem minderwertigen Vergleich abgespeist zu werden.
Jetzt darf der geneigte Leser seine Schlüsse ziehen.