Reise mit FlixBus/FlixTrain 8.2026
Unsere Reise mit FlixBus/FlixTrain im August 2026 war leider von Anfang bis Ende mit Problemen verbunden.
Am 13.08.2026 fuhren wir mit dem FlixBus von Mönchengladbach nach Dresden. Die ohnehin kurze Reise war mit einer Rückfahrt am 15.08.2026 geplant.
Schon die Hinfahrt verlief nicht planmäßig. Der Bus sollte um 00:20 Uhr in Mönchengladbach abfahren, tatsächlich ging es erst um 00:36 Uhr los. Die Ankunft in Dresden war für 09:25 Uhr vorgesehen, tatsächlich kamen wir erst um 10:14 Uhr an – also 49 Minuten später.
Noch während der Hinfahrt erhielten wir dann per SMS die Mitteilung, dass unsere für den 15.08.2026 gebuchte FlixTrain-Rückfahrt von Dresden gestrichen wurde, weil Dresden aus betrieblichen Gründen nicht angefahren werden konnte. Damit mussten wir uns bereits während der Anreise um eine neue Rückreisemöglichkeit kümmern. Auf Anweisung des Flix-Supports mussten wir schließlich selbst eine Ersatzverbindung mit der Deutschen Bahn buchen und zunächst auch selbst bezahlen.
Von unserer ohnehin sehr kurzen Aufenthaltszeit in Sachsen ging damit bereits ein erheblicher Teil dafür verloren, die durch Flix verursachten Probleme überhaupt zu lösen und eine neue Rückfahrt zu organisieren. An einen entspannten Besuch bei unseren Bekannten war nicht mehr zu denken.
Und damit war die Angelegenheit leider noch nicht beendet.
Bei der Ankunft in Dresden stellte ich fest, dass mein großer, neuwertiger beiger Koffer nicht mehr da war. Ich hatte ihn bei der Abfahrt in Mönchengladbach selbst in den Gepäckraum des Busses geladen. Beim Ausladen wurde ein anderer beiger Koffer herausgeholt, der meinem Koffer sehr ähnlich sah, aber deutlich leichter war. Da zunächst eine Verwechslung vermutet wurde, wurde dieser Koffer direkt vor Ort überprüft. Dabei stellte sich eindeutig heraus, dass es nicht mein Koffer war. Mein eigener Koffer war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auffindbar.
Ich habe den Verlust unmittelbar vor Ort beim FlixBus-Servicebüro gemeldet und dort um Hilfe bei der Suche gebeten. Da der andere beige Koffer offenbar zu einem anderen Fahrgast gehörte, habe ich sogar darum gebeten, diesen zumindest vorübergehend mitnehmen zu dürfen, um eine spätere Zuordnung bzw. Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Dies wurde mir nicht gestattet.
Besonders ärgerlich ist für mich, dass mein Koffer außen deutlich mit einem roten Turkish-Airlines-Gepäckanhänger gekennzeichnet war, auf dem mein Name und meine Telefonnummer gut lesbar standen. Eine Kontaktaufnahme wäre somit jederzeit möglich gewesen und eigentlich hätte dem anderen Fahrgast direkt auffallen müssen, dass dies der falsche Koffer ist.
Ich habe den Verlust unmittelbar vor Ort gemeldet und anschließend auch eine Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Den von mir ermittelten Schaden von 408,45 € habe ich auch dort angegeben.
Was mich am Umgang von FlixBus besonders enttäuscht hat: Eine wirkliche aktive Suche nach meinem Koffer konnte ich nicht erkennen. Stattdessen wurde mir mitgeteilt, dass der Koffer nicht beim Lost & Found abgegeben worden sei und ich abwarten müsse, falls er irgendwann auftaucht. Auch auf meine konkreten Fragen, ob der andere zurückgebliebene beige Koffer überprüft und anhand der Passagier- bzw. Buchungsdaten versucht wurde, den möglichen Besitzer zu ermitteln, erhielt ich keine nachvollziehbare Auskunft über konkrete Maßnahmen.
Auch bei der anschließenden Schadensregulierung wurde der von mir angegebene Schaden wiederholt in Frage gestellt. Mein Schaden wurde zunächst mit 100 € „Kulanz“ bewertet, später wurden 160 € und schließlich 220 € angeboten. Mein tatsächlicher Schaden von 408,45 € wurde damit bei weitem nicht ausgeglichen.
Die 220 € habe ich letztlich angenommen – nicht weil ich den Betrag für eine angemessene Erstattung halte, sondern weil ich aufgrund meiner Erkrankung und des Urlaubs des Rechtsanwalts die Angelegenheit nicht rechtzeitig weiterverfolgen konnte und wenigstens einen kleinen Ersatz für den entstandenen Schaden erhalten wollte.
Unterm Strich bestand unsere kurze Reise damit aus einer verspäteten Hinfahrt, der noch während der Hinfahrt erfolgten kurzfristigen Streichung unserer Rückfahrt, der dadurch notwendigen Organisation und zunächst eigenen Bezahlung einer Ersatzverbindung, einem verschwundenen Koffer und anschließend einer aus meiner Sicht unzureichenden und wenig transparenten Abwicklung des Gepäckverlusts und der Schadensregulierung.
Gerade weil die Reise nur vom 13.08. bis zum 15.08.2026 geplant war, fällt besonders ins Gewicht, wie viel unserer ohnehin kurzen Reisezeit durch die von Flix verursachten Probleme gebunden wurde.
Das ist leider nicht die Reiseerfahrung, die ich von FlixBus/FlixTrain erwartet habe.