5G soll als neuer Mobilfunkstandard ein schnelleres mobiles Internet ermöglichen. Dafür muss jedoch ein veraltetes Netz weichen. Ist nach der 3G-Abschaltung ein Tarifwechsel nötig, um unterwegs zu surfen? Das müssen Sie jetzt über den Umstieg auf 5G wissen.

Die wichtigsten Fragen zu 5G im Überblick

Was ist 5G und welche Vorteile bietet es? 

Das 5G-Netz ist die fünfte Generation im Mobilfunk und somit der Nachfolger bisher bekannter Mobilfunkstandards wie GPRS und EDGE (2G), UMTS (3G) oder LTE (4G). Mit 5G-Tarifen können Smartphone-Nutzer — je nach Voraussetzung — Downloadraten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde erreichen. Während 3G beispielsweise Musikstreaming ermöglichte, brachte 4G auch Kapazität für Videos — 5G eröffnet nun weitere neue vielversprechende Möglichkeiten.

So ist die 5G-Technologie eine wichtige Grundlage der Digitalisierung verschiedener Bereiche unseres Lebens. Dazu gehören vernetzte Smart-Home-Geräte oder Anwendungen der Virtual Reality und Augmented Reality. Da Daten im 5G-Netz nahezu in Echtzeit übertragen werden, funktionieren auch autonome Fahrzeuge zuverlässiger. Aber auch Operationen durch von Ärzten ferngesteuerte Roboter sollen dadurch möglich werden.

Wann kommt 5G nach Deutschland?

Das 5G-Mobilfunknetz wird in Deutschland erst in ein paar Jahren flächendeckend zur Verfügung stehen. In Spanien, Monaco, Südkorea oder einzelnen Städten in Großbritannien und den USA wird 5G allerdings bereits genutzt. Voraussetzung ist neben dem 5G-Tarif natürlich auch ein 5G-taugliches Smartphone. Diese Geräte kommen nach und nach auf dem Markt. Aktuell bietet die Telekom einen entsprechenden 5G-Tarif für unbegrenztes Surfen für monatlich 85 Euro an — obwohl das Netz noch nicht komplett ausgebaut ist.

Für wen kann der Umstieg auf 5G problematisch werden?

Um das 5G-Netz flächendeckend auszubauen, wird der mittlerweile veraltete Mobilfunkstandard UMTS (3G) nach und nach abgeschafft. Laut einem vom Spiegel zitierten Bericht der Bundesnetzagentur, greifen jedoch aktuell 53 Prozent der Deutschen noch auf das 3G-Netz zu. Nur 47 Prozent surften bis Ende 2018 über ihre SIM-Karten mit LTE Geschwindigkeit.

Fällt das 3G-Netz aus, werden Nutzer der Billig-Anbieter auf 2G heruntergestuft — völlig unzureichend für die gewohnte Internetnutzung. Dies wird vor allem in ländlicheren Regionen zu spüren sein. GSM sichert lediglich die Telefonie und das Versenden von SMS.

Dies ist vor allem ein Problem für die Nutzer, die Angebote von Mobilfunk-Discountern wahrnehmen. Drittanbieter, vor allem die mit Prepaid-Tarifen, erhalten meist keinen Zugang zum LTE-Netz (4G). Ebenso nutzen viele Menschen noch Smartphones, die gar nicht LTE-fähig sind.

Was muss ich tun, um mein Smartphone wie gewohnt nutzen zu können?

Wollen Sie nach dem Umstieg auf 5G weiterhin das mobile Internet stabil nutzen, sollten Sie langfristig zu einem LTE-Tarif wechseln. Da dies mit höheren Kosten für Sie verbunden ist, sollten Sie zuvor bei Ihrem Anbieter prüfen, ob in Zukunft vielleicht doch eine LTE-Freischaltung geplant ist.

Wie viel Zeit bleibt Nutzern, die auf UMTS (3G) angewiesen sind?

Die Mobilfunkanbieter werden in unterschiedlichen Zeiträumen von ein bis zwei Jahren die Abschaltung des UMTS-Netzes vornehmen. Das LTE-Netz wird bestehen bleiben und weiterhin ausgebaut, da es als Grundlage für das 5G-Netz dient und immer noch zum Telefonieren benötigt wird.

Wollen Sie noch mehr Wissenswertes über die digitale Welt erfahren? Dann stöbern Sie doch in unseren Artikel der Kategorie Safer Sunday. Dort beleuchten wir wir spannende Neuigkeiten oder beantworten interessante Fragen. 

Quellen