Rumpfmotor regeneriert
Den am Freitag, 10.04.26, bei den netten Damen abgeholten Motor habe ich noch am Nachmittag eingebaut. Die Unterlegscheibe mit dem Einhängeloch für die Gasrückzugsfeder war leider auf der falschen Seite montiert - na gut, da kann man mal locker drüber wegsehen. Die anschließende Proberunde ging allerdings nur bis zum Ende meiner Straße. Ich ging davon aus, was man wohl besser nicht macht, dass ich bei einem regenerierten Motor nicht kontrollieren muss ob die Zylinder angezogen sind - Achtung Spoiler: sind sie nicht!
Samstag morgen dann die Zylinder angezogen und das Drehmoment der Zylinderköpfe kontrolliert - dies war in Ordnung!
Die darauf folgende Proberunde offenbarte noch weiter Problemchen. Nach anfänglichen gestotter, Zündaussetzer, kamen dann auch noch Klänge dazu als wenn der Vorschalldämpfer undicht wäre. So stotterte ich mich nach Hause. Alle Verbindungen am Krümmer, Schalldämpfer und Auspuff überprüft und nachgezogen. Zündung nochmal überprüft, schien OK zu sein, Zündspule für Zylinder 2 so heiß das ich sie kaum länger als zwei, drei Sekunden anfassen konnte/wollte. Zündspule hatte ich noch vom Moped zu liegen, also getauscht und Motor starten. Er hustet einmal, die Klänge sind wieder da und ich sehe Abgase im oberen Bereich des Zylinders ... häää? Luftfilter, Matte und Bleche wieder ab und siehe da, da liegt eine Mutter vom Zylinderkopf lose auf dem Zylinderkopf. Morgens kontrolliert und alle mit 40Nm nachgezogen.
Das von Euren Mechanikern nachgeschnittene M12 Reparaturgewinde hielt wohl nicht so wie er sich das vorstellte und es war eine Dreiviertel Dichtung verbaut. Warum macht man sowas?
Habe dann das "Reparaturgewinde" M12 aufgebohrt und einen Helicoil eingesetzt und die Dichtung vom alten Zylinderkopf genommen - jetzt läufts. Proberunde lief gut.
Einzige Reaktion von Ostmobile: "die Motoren werden nicht in unserem Hause regeneriert, sondern von langjährigen Partnern, wo es bis jetzt noch nie Probleme gab. Wir werden Ihre Informationen an diese weiter geben."