Erst enttäuscht, am Ende aber doch zufrieden
Sehr geehrtes Team von Kuester,
erlauben Sie mir, etwas ausführlicher zu schreiben. Zunächst einmal habe ich auf verschiedensten Seiten – etwa beim NABU, beim BUND und bei anderen Anbietern – nach einer möglichst gut geeigneten Vogelschutzfolie gesucht.
Unser Haus steht mitten im Wald steht und besitzt im Giebel zwei hohe Dreiecksfenster, gegen die leider immer wieder Vögel fliegen und dabei verenden. Für ein anderes Fenster hatten wir zunächst beim NABU Reflektionspunkte gekauft, die allerdings nicht vollständig befriedigend waren, da trotzdem noch Vögel gegen die Scheibe flogen. Dieses Problem konnten wir schließlich nur dadurch lösen, dass wir Jalousien vor die Fenster gesetzt haben. Bei den großen dreieckigen Fenstern ist dies allerdings nicht möglich.
Über die Vogelschutzstation Wien sind wir auf die doppelreihige Folie mit orangefarbenen und schwarzen Punkten gestoßen, die Sie im Angebot haben. Rund 200 Euro für etwas mehr als zwei Quadratmeter sind natürlich ein stolzer Preis, waren es uns angesichts des Problems aber wert.
Unsere Erfahrungen mit dem Produkt waren zunächst etwas heikel. Eingangs versuchten wir (nachdem wir auf Maß 0,9 x 1,0m zugeschnitten hatten) das Trägerpaper mit den Punkten nicht gleich vollständig von dem Silikonpapier zu lösen, sondern die Trägerfolie mit den Punkten am oberen Ende in einem schmalen Streifen am Fenster anzukleben und anschließend das restliche Silikonpapier nach unten hin abzuziehen. Das funktionierte leider überhaupt nicht, weil die Punkte zu stark am Silikonpapier haften blieben.
Da Trägerfolie und Silikonpapier trotz dieses Vorgehen zum Glück intakt blieben, konnte der allergrößte Teil einfach abgeschnitten und ein neuer Anlauf unternommen werden. Im nächsten Schritt haben wir es also genau nach Anleitung versucht und zunächst das Silikonpapier von der Trägerfolie gelöst. Dieser Schritt gestaltete sich jedoch mühsam, da die einzelnen Punkte sehr häufig am Silikonpapier kleben blieben. Wir haben sogar mitgezählt: Von den schwarzen Punkten blieb etwa ein Viertel aller Punkte am Silikonpapier haften.
Irgendwann gelang es uns schließlich, nur noch das Trägerpapier mit den Punkten in der Hand zu haben. Beim Versuch, damit die Leiter hinaufzusteigen, klappte das Papier jedoch (wie befürchtet – daher der erste Versuch siehe oben) durch einen Windstoß um, verklebte vollständig mit sich selbst und der gesamte Bogen von verbleibenden 80 × 100 cm war unbrauchbar – mithin ein Schaden von rund 90 Euro.
Nach längerem Tüfteln haben wir schließlich eine Lösung gefunden, die funktionierte: Wir haben das verbleibende Trägerpapier zunächst in schmale Streifen geschnitten und die jeweilige Punktreihe vorsichtig mit dem Fingernagel „angekratzt“, wodurch die Punkte viel besser auf dem Trägerpapier haften blieben, bzw. sich vom Silikonpapier gelöst haben. Sodann haben wir das Silikonpapier abgezogen und die dünnen Streifen einzeln montiert. Der Arbeitsaufwand war zwar groß, weil man auf diese Weise nur in sehr kleinen Schritten vorankommt. Aber das Ergebnis war am Ende recht befriedigend.
Dabei zeigte sich zugleich ein weiteres Problem mit den orangefarbenen Punkten. Diese hafteten zwar – anders als die schwarzen – beim Abziehen des Silikonpapiers deutlich zuverlässiger auf dem Trägerpapier. Beim anschließenden Ablösen des Trägerpapiers vom Fenster blieb allerdings etwa ein Fünftel bis ein Sechstel der orangefarbenen Punkte wiederum am Trägerpapier hängen (während diesmal die schwarzen Punkte gut am Fenster kleben blieben). Auch hier fanden wir nach Experimentieren eine Lösung: Dieses Problem lässt sich dann weitgehend vermeiden, wenn man das Trägerpapier unmittelbar und sehr scharfkantig über die Kante ablöst (also mit der flachen Hand die umgeklappte Folie ans Fenster gedrückt nach unten abziehen).
Meine Botschaft an andere Käufer lautet also: Das Produkt selbst und seine Wirkung sind prima - seit Applikation keinerlei Probleme mehr mit toten Vögeln. Die Punkte anzubringen ist ein wenig schwierig, aber mit ein wenig Experimentieren geht es dann doch erstaunlich gut - wenn man kleinere Schritte geht.
Loben möchte ich den Firmen-Service: Nachdem wir von unseren Problemen berichtet hatten, bekamen wir die beschädigte Folie ersetzt, so dass wir am Ende zu den kalkulierten Kosten die Schutzfolie anbringen konnten.
Mit kleinen Umwegen sind wir am Ende zufrieden.
Mit freundlichen Grüßen
R. Lis****