So verliert man Kunden!
Letzte Bestellung im Wert von knapp 300 €: Die Ware war äußerst schlecht verpackt – einfach lose ins Paket geworfen. Insgesamt waren 12 Teile beschädigt (u. a. Schalterblenden, Steckdosen und Schalterwippen) mit einem Warenwert von ca. 70 €.
Nach meiner Reklamation erhielt ich folgende Aufforderung per E-Mail:
Fotos jedes einzelnen Artikels (Vorder- und Rückseite mit sichtbarer Artikelnummer)
Bilder der Umverpackung
Bilder von Versandlabel und Lieferschein
Allein für die beschädigten Artikel bedeutete das mindestens 24 Fotos. Dieser Aufwand ist aus meiner Sicht völlig unverhältnismäßig.
Ich habe daraufhin um ein Rücksendeetikett gebeten, damit die beschädigte Ware direkt zurückgeschickt und begutachtet werden kann. Dies wurde zunächst abgelehnt – stattdessen bestand man weiterhin auf die Fotos. Also habe ich viel Zeit investiert, Bilder erstellt und eingeschickt, in der Hoffnung auf eine schnelle Ersatzlieferung.
Da die Ware nicht mehr verwendbar war, bin ich nach Erstellung der Detailfotos davon ausgegangen, dass eine Ersatzlieferung erfolgt und die beschädigten Teile entsorgt werden können.
Ironischerweise erhielt ich anschließend doch noch ein Retourenlabel – genau das, worum ich von Anfang an gebeten hatte. Nach dem gesamten Aufwand sollte ich nun zusätzlich alles wieder verpacken und zur Post bringen.
Fazit:
Verpackung: absolut unzureichend
Kundenservice: unnötig kompliziert und nicht kundenorientiert
Die einfachste Lösung wäre gewesen, direkt ein Rücksendeetikett bereitzustellen.
Stattdessen entsteht der Eindruck, dass der Reklamationsprozess bewusst erschwert wird (persönliche Einschätzung).
Ich habe mein Kundenkonto gelöscht, die Ware anderweitig neu bestellt und bereits erhalten.
Ich empfehle, lieber bei der Konkurrenz zu bestellen – diese ist pro Teil oft nur 0,10–0,20 € teurer, bietet dafür aber einen deutlich besseren Service!
Des Weiteren kommentiert Voltking hier teilweise auf Bewertungen in Bezug auf das 14-tägige Widerrufsfrist, dass dieses bereits ab dem Bestellzeitpunkt beginnt. Das ist schlichtweg falsch.
Tatsächlich gilt:
Bei Warenbestellungen beginnt die Widerrufsfrist erst an dem Tag, an dem die Ware beim Kunden eingeht. Dieser Tag wird bei der Fristberechnung jedoch nicht mitgezählt. Erfolgt die Lieferung in mehreren Teilen, beginnt die Frist erst mit Erhalt der letzten Lieferung.
Bei diesem Händler ist daher Vorsicht geboten!