Bulls E45 Green Mover Akku - alles lief schief
Für meinen Bulls E45 Green Mover Akku suchte ich ein Unternehmen, dass den Akku aufbereiten kann. Der Akku funktionierte ohne jegliche Probleme und war auch optisch völlig in Ordnung. Lediglich die Kapazität war zu gering geworden. Ich stieß auf die Firma HESKON. Aufgrund der positiven Bewertungen entschied ich mich den Akku dort aufbereiten zu lassen. Und so sendete ich den Akku, entsprechend der Vorgaben von HESKON, am 23.10.25 an ihren Logistik Hub in Deutschland. Kurz darauf erhielt ich die Mitteilung, dass der Akku bei HESKON eingegangen sei. Den Fortschritt der Aufarbeitung konnte ich online nachverfolgen. Die Elektronik des Akkus wurde für in Ordnung befunden und so die Aufarbeitung vorgenommen.
Am 13.11.25 kam der Akku dann zu Hause an. Der Karton stark beschädigt. Und nicht nur der Karton. Auch der Akku war beschädigt. Kein Wunder, der Akku war nicht ansatzweise so verpackt wie HESKON es von seinen Kunden verlangt. Nur ein bisschen Papier. Ansonsten lag der Akku und das Ladegerät lose im Karton. Dies reklamierte ich bei HESKON. Es täte ihnen leid. Kein Wort davon wie es weiter gehen soll. Das musste ich erst einfordern. Ich sollte den Akku doch erstmal aufladen und sehen ob er in Ordnung ist. Das lehnte ich ab mit dem Verweis auf eine mögliche Beschädigung und somit auf eine mögliche Brandgefahr. Also ging der Akku am 15.11.25 zurück nach HESKON. Ausnahmsweise verzichte man auf die Prüfgebühr von 75 Euro. Die machen Fehler und ich soll die Prüfung zahlen?
Nachdem der Akku dort eintraf vertröstete man mich sofort, dass das Akku Cover derzeit nicht verfügbar sei und man an einer Lösung arbeite. Dann die Meldung ein Cover sei angefertigt worden und der Akku überprüft. Akku ist völlig ok. Er würde mir nun zugeschickt.
Am 15.12.25 traf der Akku bei mir ein. Das Cover ohne Schriftzug und unsauber verklebt. Das reklamierte ich natürlich. Wurde von HESKON als fachlich korrekt bezeichnet. Nun ja, da unterscheiden sich die Auffassungen von einer sach- und fachgerechten Instandsetzung.
Nun ging es an die vorgeschriebene Prozedur. Akku voll laden, leer fahren, voll laden, leer fahren.... Das ganze fünfmal. Direkt am Anfang lief der Ladevorgang nur 1,5 Stunden, normal wären über 3 Stunden. Da war ich doch erstaunt. Und tatsächlich, ich kam auch nur knapp 26 km weit. So wie vorher auch. Und mit jedem Mal laden und leer fahren nahm die Reichweite ab. Und der Ladevorgang Betrug dann auch nur noch knapp 1 Stunde.
Also erneut reklamieren und Akku zusenden. Zu meinem großen Erstaunen konnte das Paket über fünf Tage lang nicht zugestellt werden. Das irritierte mich doch sehr. Logistik Hub geschlossen? Da musste ich doch mal genauer hinsehen. Kurz: Der Logistik Hub ist ein Handy Reparatur Geschäft in Nettetal. Das hatte Urlaub über Weihnachten und Neujahr. Und so landet das Paket wieder bei mir. Ich beschwerte mich über diesen Vorgang und schickte den Akku abermals (zum zweiten Mal zu meinen Kosten) nach HESKON und dem "Logistik Hub".
Kurz danach kam er bei HESKON an. Mittlerweile haben wir den 15.01.26. Und nun kam, was ich mir schon dachte, als ich den Akku diesmal zuschickte. Eine E-Mail am 21.01.26 in der es lapidar heißt, der Akku sei irreparabel defekt. Das BMS sei defekt. Dies hätte man vorher nicht feststellen können. Sehr eigenartig. Wurde die Elektronik doch beim ersten Mal für völlig in Ordnung befunden und man begann mit der Aufarbeitung. Auch bei der zweiten Überprüfung nach Reklamation wurde der Akku als in Ordnung befunden. Und als ich ihn zu Beginn zusandte, funktionierte er auch einwandfrei.
Nun bekomme ich ein leeres Gehäuse zurück und mein Ladegerät und habe ein nunmehr unbrauchbares S-PEDELEC.
Ich kann nur dringend davon abraten bei HESKON einen Akku aufarbeiten zu lassen. Ich kann den Vorgang mittels des E-Mail Verkehrs und mit Bildern belegen.
Edit: Auch die Antwort von HESKON zeigt, dass sie in keinster Weise reflektieren und selbstkritisch Dinge hinterfragen, geschweige denn verbessern. Der Akku war stets unzureichend verpackt. Mittlerweile habe ich im Netz davon Kenntnis genommen, dass dies nicht zum ersten Mal passierte. Für mich war der Transportschaden vermeidbar wenn der Akku richtig verpackt gewesen wäre. Von niemand anderem habe ich jemals einen Akku so schlecht verpackt zugesendet bekommen. Und da HESKON nur Zellen tauschen kann und sonst im Fall der Fälle nicht helfen kann, laut eigener Aussage, macht es noch weniger Sinn dort Akkus aufarbeiten zu lassen. Denn es kann ja immer was sein. Und um es noch einmal klar zu sagen, der Akku war stets völlig unzureichend verpackt, in jeder Hinsicht.