Bei der zweiten Buchung nun doch Ernüchterung
Nachdem ich nun bei meiner letzten Buchung die unglaublich schlechten Bewertungen von Roadsurfer nach oben korrigieren konnte, muss ich mich nun leider den anderen Kunden anschließen. Offensichtlich war es bei meiner ersten Buchung doch nur schlicht Glück. Ich buchte wieder einen T7 California (Sunrise Suite). Die Abholung erfolgte am 25.10.25 in Frankfurt. Der erste Eindruck wieder unverändert kühl, kein „Hallo“, „Willkommen“ o.ä. Diesmal saßen drei Damen am Tresen. Eine junge blonde Dame mit (vermutlich) osteuropäischem Akzent, eine blonde Frau mittleren Alters und eine jüngere Dame mit dunkelblonden langen Haaren und Mütze, welche permanent am Handy spielte und alles um sich rum ignorierte. Erst auf meine Ansprache hin, nahm man mich auf. Es war die zuerst genannte Dame, welche dann auch sehr freundlich war. Uns wurde mitgeteilt, dass das Fahrzeug noch gecheckt wird und es 10 Minuten dauert. Das Fahrzeug wurde dann übergeben und auf Nachfrage, ob Schäden bekannt seien (ein Fahrzeug mit Auslieferung vor etwa einem halben Jahr!) war die Antwort: Ja natürlich! …… So weit so unschön.
Die genannten Fehler waren zu diesem Zeitpunkt überschaubar: Steinschlag, Kratzer hinten, Kratzer vorne usw., die Rückfahrkamera funktioniert sporadisch nicht. Während wir dann das Fahrzeug durchschauten, fiel noch auf: Schlüssel für Markisenkurbel fehlt, Klappe des Campingbatteriefaches eingedrückt und zerbrochen, Kehrschaufel und Besen fehlte. Ich war bis dahin sehr entspannt, verlangte nur, dass all diese Dinge eingetragen werden, weil aus jedem Erfahrungsbericht zu lesen ist, dass roadsurfer bei Rückgaben knallhart kontrolliert und abrechnet.
Zunächst ging es um die Markise. Zuerst die Frage: Braucht ihr die überhaupt?? Selbstverständlich - und schließlich zahle ich genauso viel wie andere, bei denen diese funktioniert - nämlich sehr viel. Die Idee war dann, dass man mir eine andere Kurbel mitgibt, doch dann stellte sich heraus, dass auch bei den anderen Fahrzeugen sämtliche Markisenschüssel fehlen. Schließlich wurde doch eine gefunden und ich nahm diese freundlich entgegen. Obwohl man sich bei der Suche permanent beschwerte, dass man nun schon seit morgens in diesem Regen rumrennen müsse. Wir nahmen es mit Humor und teilten unser Bedauern mit. Bezüglich Batteriefach wurde mitgeteilt, dass ich dies so hinnehmen soll. Dies lehnte ich ab, zum einen aufgrund der Gefahr wegen dahinterliegenden Elektrik, zum anderen weil es permanent klapperte. Ich bot dann ganz pragmatisch an, dasss man dies einfach mit Klebeband vorerst fixieren könne. Man drückte mir eine Rolle Klebeband in die Hand und ich reparierte den Schaden selbst provisorisch bei strömendem Regen. Schlussendlich erwähnten wir noch die fehlende Kehrschaufel und Besen, sagten aber dazu, dass wir sie nicht benötigen und nur vermerkt haben möchten, dass diese fehlt. Bis dahin waren wir mehr als pragmatisch, haben nahezu alles kommentarlos akzeptiert und wollten einfach nicht bei Rückgabe haftbar gemacht werden. Dann änderte sich die Situation aber. Während uns die nette blonde Dame doch eine Kehrschaufel reichte, entgegnete uns die sehr unfreundliche Dame mit Mütze, welche, bis dahin permanent sitzend am Handy spielte, dass es doch nichts schlimmeres gebe, als Kunden, die kurz vor Feierabend noch Stress machen würden. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt schon im Fahrzeug und mein Freund war alleine im Büro anwesend und anschließend wurde die Türe schon verriegelt, sonst hätte ich zu diesem Zeitpunkt die Sache eskalieren lassen. Ich finde es absolut unmöglich, dass uns als Kunden mit größter Selbstverständlichkeit ein Fahrzeug in diesem Zustand übergeben wird, obwohl es kurz zuvor noch in der Prüfung war, wir dies völlig entspannt hinnehmen und nichts negativ kommentieren und dann eine Mitarbeiterin, die bis zu diesem Zeitpunkt pausenlos am Handy spielte und uns ignorierte, sich dann über stets entspannte und freundliche Kunden in diesem Ton beschwert. Wir zahlen wirklich sehr viel Geld für diese Fahrzeuge, werden, wie den negativen Bewertungen zu entnehmen ist, bei Rückgabe eiskalt abgerechnet und dann muss man sich sowas anhören. Zu diesem Zeitpunkt dauerte der Prozess bereits eine Stunde und wir haben den Großteil davon selbst organisiert und geregelt. Wir können nichts dafür, wenn die Fahrzeuge so schlecht überprüft werden vor Übergabe. Auch hier kann ich wieder nur entgegnen, dass wir als Kunden eure Gehälter finanzieren und wenn dafür selbst bei so hohen Vermietungsgebühren nichts für die Mitarbeiter überbleibt, dann würde ich einmal beim Vorstand anklopfen und nicht den Frust an den Kunden auslassen. Zudem gibts eine Menge freie Jobs in Deutschland, falls der aktuelle nicht glücklich macht. Bei weiterer Fahrt fiel dann auf, dass der Abwassertank schon bei einem solch jungen Fahrzeug so massiv stank, dass selbst ein Stöpsel im Waschbecken nichts nutzte. Offensichtlich scheint hier nie eine notwendige Desinfektion durchgeführt worden zu sein und ich kann nur dringend davon abraten, das Wasser zu nutzen, um eine Keiminfektion im Urlaub zu vermeiden. Alles in allem hat es roadsurfer nun doch auch bei mir geschafft, mich vorerst abzuschrecken. Schade, ich war doch nach meiner ersten Miete noch eher positiv überrascht, trotz der auch da aufgetretenen Schwierigkeiten. Trotz allem erwähnte auch nicht eine der anwesenden Damen jemals eine mögliche Preisminderung. Abschließend fiel mir noch die „Dog Station“ außen auf. Optisch sehr abstoßend und die Wasserschüssel wurde anscheinend wochenlang nicht aufgefüllt, geschweige denn gereinigt. Voll mit Dreck, Moos und Blättern. Ich habe dazu Fotos vorliegen. Liebes Roadsurfer Team, wenn ihr keine Lust oder Zeit habt, solche Dinge zu pflegen, dann bietet sie doch bitte gar nicht erst an. Es bestätigt einfach den lieblosen und ungepflegten Eindruck der gesamten Station und der Fahrzeuge.