Nie wieder Thalia!
In der letzten Zeit wurden meine Erfahrungen leider bitter enttäuscht. Sowohl im Laden, beim Kundenservice, beim Kauf und insbesondere beim Verkauf von Büchern. Ja, Thalia kauft auch Bücher an.
Meine Odyssee... Fall Nr. 1 {Verkauf ID: 1434992876)
Ich habe zweimal den Verkauf meiner Bücher bei Thalia genutzt. Einmal hat es gut geklappt, das andere Mal war es die reinste Katastrophe!
Ich habe sehr viele Bücher verkauft. Verkauf 1 wurde 2–3 Wochen vor Verkauf 2 angestoßen. Weil ich zwischenzeitlich ins Krankenhaus musste, habe ich aber beide Pakete am gleichen Tag versendet. Ich habe jedoch leider für beide Verkäufe dieselbe Sendungsnummer erhalten, die vom Thalia-System automatisch erzeugt wurde. Dies ist mir erst bei DHL aufgefallen.
Ich habe zahlreiche E-Mails mit dem Kundenservice geführt, zweimal angerufen und alle angeforderten Belege eingereicht. Nach meinem Verständnis hat DHL anschließend andere Sendungsnummern erstellt bzw. etwas storniert. Was im Hintergrund zwischen den Systemen passiert ist, kann ich als Endkunde jedoch weder nachvollziehen noch beeinflussen.
Auf meine erste E-Mail erhielt ich lediglich die Rückmeldung, dass mein Anliegen weitergeleitet werde. Danach hörte ich zunächst nichts mehr. Nach etwa einer Woche fragte ich erneut nach. Anschließend wurden die Sendungsnummern und Bestätigungen nochmals angefordert, weil zunächst versehentlich die falschen Unterlagen herausgesucht wurden. Diese kleine Verzögerung lag auf unserer Seite und das möchte ich der Fairness halber auch erwähnen.
Danach hatte ich allerdings den Eindruck, dass meine E-Mails nicht richtig gelesen wurden, da man mich auf meine Einkäufe hinwies, obwohl es eindeutig um den Verkauf ging – sowohl im Betreff als auch in mehreren E-Mails.
Dann rief ich erneut an, anschließend auch mein Freund. Die Mitarbeiterin am Telefon speicherte alle Informationen und Notizen ab, sodass ich davon ausging, dass nun alles geklärt sei.
Stattdessen erhielt ich schließlich die Mitteilung, dass jeder Ankauf separat abgeschlossen und versendet werden müsse. Andernfalls könne keine Bewertung der eingesendeten Bücher erfolgen. Außerdem dürften Versandlabel nicht doppelt verwendet werden, da sonst keine korrekte Zuordnung möglich sei.
Nach meinem Verständnis hatte ich genau das getan. Dass durch die automatisch erzeugten Versandlabel offenbar ein Problem entstanden war, konnte ich als Kunde weder vorhersehen noch beeinflussen. Aufgrund meines Krankenhausaufenthalts war es mir außerdem nicht möglich, den ersten Ankauf vollständig abzuschließen, bevor ich den zweiten verschickte.
Besonders irritiert hat mich die telefonische Aussage, dass meine neun eingesendeten – sämtlich neuen und ungelesenen – Bücher im schlimmsten Fall als Spende behandelt würden, falls sie keinem Auftrag zugeordnet werden könnten.
Und diese entscheidende Information erhalte ich erst nach drei Wochen? Warum wurde mir das nicht direkt zu Beginn mitgeteilt? Ich hatte dadurch leider nicht das Gefühl, mit meinem Anliegen ernst genommen zu werden.
Fall Nummer 2
Mir wurde zum Geburtstag ein Buch geschenkt, dessen Download-Code jedoch nicht funktionierte. Als Begründung wurde erneut ein Systemfehler genannt.
Zunächst wurde mir mitgeteilt, ich solle das Buch selbst bestellen und würde den Betrag anschließend rückwirkend erstattet bekommen. Später hieß es dann wiederum, ich müsse zunächst die Rechnung abwarten. Nun warte ich erneut.
Ich frage mich bis heute, warum in einem solchen Fall nicht einfach ein neuer Download-Code oder alternativ ein Guthabencode erstellt werden konnte. Aus meiner Sicht wurde der gesamte Vorgang dadurch unnötig kompliziert und zeitaufwendig. Auch wenn technische Probleme natürlich vorkommen können, hatte ich nach meinen bisherigen Erfahrungen den Eindruck, dass solche Systemprobleme leider nicht nur Einzelfälle sind.
Fall Nummer 3
Ich habe nach dem Buch „Halbwach“ gesucht. Dieses befindet sich aktuell unter den Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste und ist aufgrund der hohen Nachfrage teilweise sogar schwer lieferbar. Dass eine Buchhändlerin nicht jedes Buch kennen kann, ist mir selbstverständlich bewusst. Umso überraschter war ich, als ich zunächst gefragt wurde, ob es sich um ein Buch über Schlafstörungen handele. Nein – es ist ein Roman.
Als ich das anschließend in meinem Online-Leseclub (ca. 100 Mitglieder) erzählte, in dem auch einige Buchhändler vertreten sind, sorgte das dort ebenfalls für Verwunderung.
Fehler passieren – davor ist niemand gefeit. Was mich jedoch enttäuscht hat, war nicht der Fehler selbst, sondern dass mir in keinem der geschilderten Fälle eine zufriedenstellende Lösung angeboten wurde.
Ich werde mir künftig wohl einen anderen Buchhändler suchen müssen. Als Bookstagram Content Creator habe ich in den vergangenen Monaten umfangreich bei Thalia eingekauft und zahlreiche Bücher gekauft. Umso bedauerlicher ist es, dass ich diese Erfahrungen machen musste.