Willkürliche Accountsperrungen über Wochen- kein Kundensupport - kein Käuferschutz - datenschutzrechtlich problematische Verifizierung, sofern Anforderungen überhaupt möglich sind - Zwang Handynummer "zum Accountschutz", der nichts bringt
Ich kann den unten genannten Bewertungen nur zustimmen. Ich hatte inzwischen mehrfach Probleme mit Vinted und dem sogenannten „Kundenservice“. Wenn man überhaupt einmal mit einer realen Person Kontakt hat, erhält man lediglich eine Entscheidung, meist ohne nachvollziehbare Begründung. Dabei wendet man sich ja gerade deshalb an den Support, weil es ein Problem gibt. Statt einer Klärung wird der Fall jedoch häufig einfach geschlossen.
Mein Account wurde grundlos gesperrt, obwohl ich ausschließlich als Käuferin aktiv war und nur wenige Artikel unter 20 € gekauft habe. Seit Tagen versuche ich vergeblich, ihn entsperren zu lassen, obwohl ich allen Anweisungen gefolgt bin. Besonders problematisch ist aber auch die Art der Verifizierung überhaupt: man soll nachweisen, dass die verwendeten Zahlungsarten zu meinem Account gehören, etwa durch ein Foto der Karte oder einen Kontoauszug mit vergangenen Käufen inklusive aller Daten wie der Vinted Account Nummer.
Diese Anforderungen sind datenschutzrechtlich fragwürdig und im Falle von ausnahmslos digitaler Zahlarten wie PayPal oder einer Online-Kreditkarte, auch gar nicht möglich entsprechende Nachweise zu erbringen. Denn entsprechende Daten sind entweder nicht auf den Auszügen vorhanden und Screenshots sind berechtigterweise in beiden Fällen nicht möglich. Eine Antwort auf diese Problematik bekam ich natürlich nicht.
Glücklicherweise hatte ich mal mit einer anderen Zahlart mit physischer Karte gezahlt und konnte es dementsprechend senden, worauf nach ein paar Tagen zwar eine Mail kam, auf die ich antworten und mich damit verifizieren sollte, aber seitdem auch wieder nichts (nun 4 Tage).
Ich frage mich aber, warum der ganze Zahlungsweisennachweis-Quatsch, wenn die Verifizierung per Mail doch reichen würde, um zu überprüfen, dass ich -- die Accountinhaberin-- bin?
Besonders, ich sage mal, ärgerlich ist die Situation, weil ich mehrere Bestellungen an einen Paketshop liefern ließ. Da Sendungen dort nur sieben Tage aufbewahrt werden, bat ich nach drei Tagen erneut um eine schnelle Rückmeldung oder Entsperrung. Ohne Zugriff auf meinen Account erhalte ich keine Benachrichtigungen, ob Pakete angekommen sind oder zur Abholung bereitliegen (nicht mal per Mail von den Versanddienstleistern).
Ich brauche aber die Information, welche Pakete von welchem Versanddienstleister dort liegen, um diese abzuholen. Schreiben an die Verkäufer*innen kann ich natürlich nicht und den Kauf bestätigen auch nicht.
Ein ähnlicher Fall betraf eine Verkäuferin, bei der ich etwas kaufen wollte. Ich konnte ihr plötzlich nicht mehr schreiben, obwohl ihr Profil völlig normal aussah: Chat vorhanden, Artikel online, alle Funktionen sichtbar. Später stellte sich heraus, dass auch sie grundlos gesperrt wurde. Für Käufer*innen ist das nicht erkennbar, was für Verkäufer*innen natürlich äußerst nachteilig ist.
Nur einer Sache muss ich den anderen Bewertungen widersprechen: mir hat der Käuferschutz bisher KEIN einziges Mal geholfen. Defekte Ware? Kein Geld zurück. Verkäuferin reagiert nicht? Kein Geld zurück, Kundenchat wird nach mehrfacher Darlegung immer dieselbe Antwort geliefert und einfach ignoriert bis ich aufgegebe.
Statt einer individuellen Prüfung erhält man automatische Antworten oder nicht nachvollziehbare Entscheidungen, und danach erfolgt keine weitere Reaktion mehr.
Wenn eine Plattform so groß wird und viele langjährige Nutzer*innen schon aus Zeiten von Kleiderkreisel weiterhin aktiv sind, sollte zumindest ausreichend Personal im Kundenservice vorhanden sein, um Fälle transparent und fair zu klären. In der aktuellen Form ist diese Plattform einfach nicht tragbar und wie ich in anderen Bewertungen las auch rechtlich gesehen mindestens problematisch
*edit: man MUSS Handynummer nun angeben, sonst kein Einloggen möglich. Angeblich zum Schutz des Accounts. Offensichtlich wird dies aber bei Sperrung gar nicht genutzt und hilft nichts. Warum also der Zwang die Nummer freizugeben?
*edit 16.02.26 nachdem endlich reagiert wurde und ich erneut nach den Informationen (Foto von Bankkarte+ Zettel mit Namen und Datum) und ich meine Bankkarte angab, mit der ich nicht zuletzt aber definitiv sehr oft zuvor bezahlt habe, kam nur zurück, dass diese Karte nicht bei denen hinterlegt ist und ich es bitte nochmal mit der hinterlegten Karte machen soll. Ich erläuterte nochmal das Problem, dass es sich bei anderen Karte um eine visuelle/digitale Kreditkarte handelt (nach PayPal wurde ich auch nicht gefragt, obwohl ich damit zuletzt gezahlt hatte) und ich daher keinen Screenshot bzw. Foto machen könne. Ich verwies nochmal darauf, dass ich definitiv mit dieser Karte schon einmal gezahlt habe und bot weiterhin Angebote der Verifizierung an wie bspw. meine Handynummer oder sogar meinen Personalausweis. Es kam nur zurück, dass wenn ich die Auskünfte nicht geben möchte (!), sie leider meinen Account nicht freigeben können und wenn ich dann aber bereit bin, diese anzugeben, es hier (Link zu der Seite, die ich angezeigt bekomme, wenn ich mich anmelden möchte) gemacht werden kann. Das sei nun das Letzte, was sie dazu zu sagen haben und schließen damit die Konversation. Den Hinweis, dass ich bitte zur nächst-vorgesetzten Person weitergeleitetet werden möchte, wenn es ein zu "komplizierter" Fall ist, wurde ignoriert. Meine Anfragen zu meinen Bestellungen, die noch unterwegs waren/sind? gab es keine Antwort. Was das Zahlungsmittel mit der Verifizierung als Accountinhaberin zu tun hat, keine Antwort. Was genau die seltsamen Aktivitäten sein sollen, weswegen mein Account geschlossen wurde, keine Antwort. Auf den Hinweis, dass weder das Zahlungsmittel noch die Adresse, an die die Bestellungen gesendet wurden, sich verändert haben, gab es keine Antwort.
Oh und falls die Bestellungen zurückgesendet wurden, bekomme ich auch kein Geld zurück, weil mein Account ja geblockt ist 🤡