Was bedeutet der Brexit für das Online-Shopping?

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Bedeutung der Brexit für das grenzübergreifende Online-Shopping in Europa hat und welche Gefahren der Brexit mit sich bringt.

Nach langwierigen Austrittsverhandlungen, mehrfachen Verschiebungen des Stichtages sowie einer Phase erheblicher Unsicherheit für Politik und Handel ist es nun Realität – Großbritannien ist aus der Europäischen Union ausgetreten. Ein „harter“ Brexit konnte jedoch glücklicherweise zunächst vermieden werden. Was gilt für das Online-Shopping im Brexit?

EU-weites Online-Shopping: Ein Gewinn

Die Deutschen kauften bisher gerne in Großbritannien online ein. Noch lieber als in den USA oder China — klar, bisher verlief dies auch reibungslos und schnell. Vor allem Kleidung und einige Elektronikprodukte fand man dort günstiger. Auch die Briten shoppen online gerne innerhalb der EU. Das könnte sich nun ändern.

Austrittsabkommen und Übergangsperiode

Zu dem gefürchteten ungeregelten, „harten“ Brexit kommt es vorerst noch nicht. Bis zum Ende des Jahres 2020 läuft eine Übergangsperiode. In diesem Zeitraum gilt das EU-Recht für Großbritannien wie gehabt, das Land wird also erstmal weiterhin wie ein EU-Mitgliedstaat behandelt: Während der Übergangsperiode genießen die Bürgerinnen und Bürger sowie britische Unternehmen also erstmal die gleichen Freiheiten wie in den Jahren zuvor.

Diese Zeit soll auch genutzt werden, um ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien auszuarbeiten. Wann und in welcher Form dieses gesonderte Abkommen geschlossen wird, ist noch unbekannt. Das potentielle Risiko eines ungeregelten Brexits nach Ende der Übergangsperiode besteht also weiterhin. Was genau da dann auf uns zukommen könnte, zeigen wir Ihnen im Folgenden auf.

Online-Shopping & Brexit: Diese Veränderungen könnten uns erwarten

Die EU verfolgte bisher eigentlich gemeinsame wirtschaftliche und politische Ziele im Online-Handel und steht für gleiche Rechte unter den Mitgliedsstaaten. Wegen des Brexits finden nun Neuverhandlungen zwischen der EU und dem Austrittsland Großbritannien statt, die von Unsicherheiten gezeichnet sind — Rückschritte und Unsicherheiten für den gesamteuropäischen Online-Handel inbegriffen.

Vor allem kleinere oder mittelständische Online-Händler müssen sich künftig wohl mit bürokratischen Hürden und höheren Kosten auseinandersetzen, die natürlich auch an den Verbraucher weitergegeben werden könnten. Außerdem wird das Angebot an Online-Shops wohl deutlich kleiner werden.

Aus zollrechtlicher Hinsicht gab es bisher keine Formalitäten im Warenverkehr zwischen den EU-Mitgliedsstaaten. Niemand musste Zollgebühren zahlen und auch sonst gab es keine Einschränkungen. Bei einem ungeordneten Brexit sähe der Handel wie bei nicht EU-Ländern aus: Jeder LKW, der von der Fähre kommt, muss kontrolliert werden. Die Auswirkungen für uns? Erheblich längere Lieferzeiten und höhere Preise. Schätzungsweise werden Produkte je nach Kategorie bis zu 15 Prozent teurer. Dennoch erwarten Experten, dass das Pfund gegenüber dem Euro an Wert verliert, die Preise könnten insgesamt also doch auch billiger werden.

Erwarten könnten uns auch Änderungen beim 14-tägigen Widerrufsrecht, das in der EU verpflichtend ist. In Großbritannien könnte diese Regelung künftig wegfallen, so dass sie Waren dort nicht mehr so lange umtauschen bzw. reklamieren können, wie bisher.

Einschränkungen könnte es auch bei den Themen SEPA-Überweisungen, Handy-Roaming oder Handelsgrenzen geben. So kann es beispielsweise sein, dass bestimmte Elektrogeräte oder Arzneimittel nicht mehr von einem EU-Land nach GB oder umgekehrt geführt werden dürfen.

In diesen Online Shops können Sie britische Produkte einkaufen

Wenn Sie Fan von britischen Produkten sind, sollten Sie die Übergangsphase noch nutzen, um dort unkompliziert und sicher einzukaufen. Dafür empfehlen wir Ihnen zum Beispiel unseren zertifizierten Online-Shop the-english-tea-shop.deexternal, wo Sie spezielle Süßigkeiten und Tees finden. Britische Mode oder elegante Einrichtung kaufen Sie bei the-british-shop.deexternal. Beauty-Produkte britischer Marken vertreibt cocopanda.deexternal. Weitere, von uns zertifizierte, Online-Shops finden Sie über unsere Shopsuche.

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Kommentare

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Moreira
02.09.2020

Habe heute Vom Händler eine Nachricht bekommen dass ich meine Bestellung nicht bekomme wegen Brexit und Corona.

Birgit
02.09.2020

Von dem Brexit und den Briten kann man halten was man will, aber muss man sich das Leben gegenseitig unnötig schwer machen? Wir leben zum Teil in GB und in D. Ich kaufe gerne in GB ein u.a. auch medizinische Produkte, die seit Corona in Deutschland immer noch nicht erhältlich sind, auf der Insel schon. Seit dem 01.01.2021 geht nun gar nichts mehr, jedenfalls z.Z. . Ebay Bestellungen kommen nicht an und übrige Lieferungen/Versandhandel nach D bzw. International delivery nicht möglich.

Und wie schon gesagt, über die EU Politik lässt sich wahrlich auch streiten!!

Delaf
02.09.2020

Ich bestelle schon lange nichts mehr aus GB. Ich war ziemlich unzufrieden mit den Hemden und den Pullis. Nir wird da also nicht abgehen.

Marietta Klein
02.09.2020

Ich liebe britische Lebensmittel und hoffe, dass das auch weiter möglich sein wird, diese zu erhalten. Ebenfalls kaufe ich auch sehr viele Samen für meinen Garten. Die Auswahl ist viel größer als bei uns.

Funzer
02.09.2020

Also oft habe ich nicht in GB eingekauft aber in der Tat gibt es dort Kleidung/Elektronik die es entweder so gar nicht in Deutschland zu bekommen ist und eine Jacke von Caterpillar war 40% günstiger als hier! Alles über EBAY und ich schau mich auf jeden Fall genau um ;-) = Nice Day 4 U

Culles
02.09.2020

Ich habe gerne auch in UK bestellt. Da die Briten sich gegen dieses EU entschlossen haben bzw. die Vorteile mitnehmen wollen, aber die Belastungen den alten EU-Partner überlassen werden, ziehe ich daraus meine persönliche Konsequenzen, nämlich dort nichts mehr zu kaufen.

K.H.
02.09.2020

Ich kaufe dort bei Bloch Balletttrikots für meine Tochter und oft auch Artikel über Ebay (z.B. Bücher / Briefmarken ). Bisher hat alles gut funktioniert ......... mal abwarten wie es weitergeht.

LD
02.09.2020

Auch ich habe hin und wieder aus GB eingekauft. Man sollte die Verhandlungen abwarten. China ist auch nicht in der EU und es klappt dort auch, mal sehen was ausgehandelt wird, die Händle wollen ihre Kunden ja auch behalten.

Horst
02.09.2020

Ich bestelle schon gelegentlich Kleidung aus England, denn ich mag diesen etwas "unterkühlten" Stil, und vor allem schätze ich die gute Qualität.

Sylvia
02.09.2020

Ich kaufe in England Miyuki Perlen, da dort im Gegensatz zu Deutschland, das gesamte Sortiment erhältlich ist.

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